Familienstrukturen, Heimbesuche und Pflegestrategien

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Familie und Hausbesuche: Grundlagen und Ziele

Definitionen und Familienkonfiguration

Ursprüngliche Familienkonfiguration

Die ursprüngliche Konfiguration der Familie basiert auf dem monogamen, heterosexuellen, patriarchalen Modell, das auf Privateigentum ausgerichtet ist.

Familie

Eine Gruppe von Personen, die durch direkte elterliche Verbindungen verbunden sind, wobei erwachsene Mitglieder die Verantwortung für die Betreuung von Kindern übernehmen.

Beziehung

Verbindungen zwischen Individuen, die sowohl durch die Ehe als auch durch Abstammungslinien (Blutsverwandte wie Mütter, Väter, Geschwister, Nachkommen usw.) hergestellt werden.

Heirat

Kann als eine gesellschaftlich anerkannte und zugelassene sexuelle Vereinigung zwischen zwei Erwachsenen definiert werden.

Arten der Familie

Kernfamilie (Nuclear)

Zwei Erwachsene leben zusammen in einem Familienhaushalt mit ihren leiblichen oder adoptierten Kindern.

Erweiterte Familie (Enhanced)

Wenn nahe Verwandte, zusätzlich zum Ehepaar und ihren Kindern, im selben Haushalt leben oder eine enge und kontinuierliche Beziehung zueinander pflegen.

Monogamie

Stellt die Norm in westlichen Gesellschaften dar. Es ist illegal für einen Mann oder eine Frau, mehr als einen Ehepartner gleichzeitig zu haben.

Polygamie

Erlaubt einem Mann oder einer Frau, mehr als eine Ehefrau zu haben (Anmerkung: Die Formulierung ist hier unpräzise, da Polygamie allgemein mehrere Ehen meint, aber die folgenden Unterpunkte klären dies):

  • Polygynie: Ein Mann kann mehrere Frauen gleichzeitig verheiratet haben.
  • Polyandrie: Weniger häufig; eine Frau kann zwei oder mehr Ehemänner gleichzeitig haben.

Homosexuelle Familien

In einigen Ländern wurde ihnen bereits das Recht auf Adoption und Ehe anerkannt.

Symmetrische Familie

Die Vorstellung, dass Familien im Laufe der Zeit egalitärer in der Verteilung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten werden. In der Praxis bleibt die Hausarbeit jedoch oft bei den Frauen.

Hausbesuche vs. Hausbesuche (Terminologie)

Der korrekte Begriff ist Hausbesuch (visita domiciliar). Nach Ferreira (1986) ist „Haus besuchen“ ein transitives Verb, das bedeutet, das Haus zu lenken, zu regeln oder dort seinen Wohnsitz zu nehmen. „Hausrecht“ (domiciliar) ist hingegen ein Adjektiv, das sich auf eine Adresse bezieht und dessen Heimat weiblich ist.

Hausbesuch: Bezieht sich auf die Aufmerksamkeit, die Pflegemaßnahmen zu Hause zukommen lassen, um Bildungs- und Kundeninhalte zu vermitteln, die das Thema Familie betreffen.

Ziele des Hausbesuchs

Die Hauptziele der häuslichen Pflegebesuche umfassen:

  • Unterstützung, Pflege und Betreuung zu Hause sowie Beobachtung der Interaktion zwischen Klient, Familie und Dienstleistung (wirtschaftlich, sozial oder psychologisch).
  • Anweisung von Familienmitgliedern bezüglich der häuslichen Pflege.
  • Überwachung der an die Familie delegierten Pflege.
  • Anweisung von Familienmitgliedern im Bereich der Gesundheitsförderung, des Schutzes und der Wiederherstellung der Gesundheit.
  • Sammlung von Informationen über die sozio-sanitären Bedingungen der Familie durch Interviews und Beobachtung.
  • Erfassung der bio-psycho-sozialen Realität, die den Ausbruch von Krankheiten beeinflusst, um geeignete Präventivmaßnahmen zu ergreifen.
  • Identifizierung von Quellen und Kontakten sowie die Einbindung neu genannter Fälle zur angemessenen Unterstützung.

Vorteile von Hausbesuchen

1. Wissen über Individuum oder Familie im eigenen Kontext

Dies ermöglicht:

  • Beobachtung der familiären Situation in Aktion und mögliche Bewertung der Familienressourcen.
  • Erkennung der bio-psycho-sozialen Bedingungen der Familie, um die Faktoren zu identifizieren, die zur Erhaltung der Gesundheit und Prävention von Krankheiten beitragen.
  • Bessere Anpassung der Pflegeplanung an die vorhandenen Familienressourcen.
  • Sicherstellung, dass Leitlinien zur Gesundheitserziehung umfassender und effizienter sind, da sie auf spezifische Familienbedürfnisse zugeschnitten sind.
  • Entdeckung gesundheitlicher Probleme, die von Familienmitgliedern aus Verlegenheit nicht gemeldet oder verschwiegen wurden.
  • Stärkere finanzielle Unterstützung für Angehörige durch die Schulung durch Pflegekräfte, da die Bildung dort ansetzt, wo das Problem den Einsatz verfügbarer Ressourcen erfordert.
  • Beobachtung der korrekten Anwendung der Anweisungen zur Genesung und Gesundheitsförderung beim Patienten.
  • Gelegenheit, Probleme direkt mit der Familie zu besprechen.

2. Bessere Beziehung zwischen Pflegekraft und Familie

Durch eine weniger formelle und diskretere Methode bei der Erbringung von Dienstleistungen sowie eine größere Verfügbarkeit professioneller Zeit für die Familie wird Folgendes ermöglicht:

  • Mehr Freiheit für das Individuum, Fragen zu stellen und Zweifel bezüglich Gesundheit/Krankheit zu klären.
  • Mehr Freiheit für das Individuum, seine Probleme einzeln und/oder familiär zu diskutieren.
  • Aktive Beteiligung der Familie an der Rehabilitation des Patienten aufgrund eines besseren Verständnisses der Anweisungen.
  • Gelegenheit, die Bedürfnisse der Familie zu besprechen, zu planen und bei der Erfüllung dieser Bedürfnisse zu helfen, insbesondere durch die angemessene Nutzung von Ressourcen der Gemeinschaft.

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