Farblehre und Texturen: Grundlagen der Gestaltung
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Farbbereiche und Farbgruppen
Farbbereiche sind Sets von Farben, die im Farbkreis eine Beziehung zueinander haben und nah beieinander liegen.
Klassen und Arten der Farbbereiche
- Warme Farben: Dazu gehören Magenta, Gelb, Rot, Orange, Ocker und Erdtöne. Sie vermitteln ein Gefühl von Nähe und Stärke.
- Kalte Farben: Dazu gehören Blau, Lila und Grün. Sie wirken auf uns distanziert, kühl, ruhig und vermitteln Spiritualität.
- Monochromer Bereich: Umfasst einen einzigen Farbton, zum Beispiel eine Skala von Blautönen.
- Polychromer Bereich: Umfasst alle Schattierungen, die zwischen zwei mittleren Tönen liegen.
- Gemäßigter Bereich: Entsteht beim Mischen von warmen und kalten Farben in derselben Komposition.
- Achromatischer Bereich: Hierzu zählen ausschließlich Weiß, Schwarz und Grau; er wird oft als kalt wahrgenommen.
Standardisierte Farben und Drucktechniken
Die Farbenpalette, welche die Industrie zur Verfügung stellt, kann durch das Mischen anderer Farben erzeugt werden.
Der Vierfarbdruck (CMYK)
Ein mechanisches Druckverfahren, das die Farben Magenta, Cyan, Gelb und Schwarz nutzt, um Bilder auf weißem Papier zu erzeugen.
Die Monotypie
Diese Technik ist ein nasses Verfahren. Dabei wird eine Komposition auf einem nicht-porösen Untergrund (nicht absorbierend) wie Glas oder Acrylglas erstellt. Bevor das Bild trocknet, wird es durch Kontakt auf ein Papier übertragen, wobei notwendige Anpassungen vorgenommen werden können.
Qualitätsmerkmale der Farbe
- Farbton (Hue): Der Name jeder spezifischen Farbe oder Druckfarbe (Tinte).
- Helligkeit (Value): Der Grad von Klarheit oder Dunkelheit einer Farbe.
- Sättigung: Der maximale Grad der Reinheit. Eine hohe Sättigung bedeutet, dass die Farbe keine Beimischungen anderer Töne enthält.
Der kommunikative Wert der Farbe
Farben vermitteln Informationen (z. B. bei einer Ampel), drücken Gefühle aus oder beeinflussen den Gemütszustand des Menschen. Ein Beispiel hierfür ist die Farbe Weiß.
Texturen in der Gestaltung
Texturen werden als visuelle Aspekte oder taktile Empfindungen von definierten Flächen definiert. Oberflächentexturen sind Merkmale, die man sehen und berühren kann.
Es ist die Qualität, mit der wir die äußere Oberfläche von Objekten wahrnehmen, wenn wir sie betrachten oder berühren (z. B. glatt, weich, rau). In der Grafik gibt die Oberflächenbehandlung einer Fläche eine ausdrucksstarke (visuelle) Stimme.
Arten von Texturen
- Natürlich: Dies sind Formen aus der Natur, wie zum Beispiel die Haut von Tieren oder die Rinde eines Baumes.
- Künstlich: Diese werden vom Menschen erschaffen oder transformiert, wie zum Beispiel Kunststoff oder bearbeitetes Holz.
Wahrnehmung von Texturen
- Taktile Texturen: Diese kann man fühlen; sie besitzen Reliefs und gehören zu realen Elementen wie Sand, Reis, Stoff, Wolle oder Zellulose.
- Visuelle Texturen: Diese werden optisch wahrgenommen. Ihre Oberfläche ist glatt, aber das Bild einer Textur wird auf einer Ebene (z. B. durch Malerei oder digitale Medien) wiedergegeben.