Farbwiedergabe und Farbraum: Technologien im Vergleich
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COR 2
Fotografische Filme: Hohe Farbqualität
Fotografische Filme sind eines der besten Systeme zur Erfassung und Wiedergabe von Farbe. Kinobesucher kennen die Qualitätsunterschiede in der Farbwiedergabe zwischen Filmvorführungen im Theater und Videoversionen für zu Hause. Dies liegt daran, dass das Farbspektrum des Films weit über dem des Fernsehens liegt.
Laserlicht: Gesättigte Farben, komplexe Mischung
Laser nutzen nahezu monochromatisches Licht, um Farben zu erzeugen, die weit gesättigter sind als die von anderen Systemen produzierten. Es ist jedoch schwierig, durch das Mischen von Farben weniger gesättigte Farben zu erzeugen. Darüber hinaus sind solche Systeme komplex, teuer und wenig geeignet für allgemeine Videoanzeigen.
CRT-Displays: Dreieckige Farbskala
CRT- und ähnliche Video-Displays besitzen eine annähernd dreieckige Farbskala, die einen großen Teil des sichtbaren Farbraums abdeckt. Bei CRTs ergeben sich die Einschränkungen durch die Leuchtstoffe auf dem Bildschirm, die rotes, grünes und blaues Licht erzeugen. Neben den Einschränkungen des Geräts selbst hängt die Darstellung realistischer Bilder auch von der Qualität der Farbsensoren ab, wie sie in Digitalkameras und Scannern verwendet werden. Sony hat kürzlich ein Vier-Farben-Farbsensorsystem (RGB plus „Smaragd“) entwickelt, das möglicherweise zu High-End-Video-Displays mit einem noch größeren Farbraum führen könnte. Wie praktikabel dies ist, bleibt abzuwarten.
Liquid Crystal Display (LCD) Displays
Liquid Crystal Display (LCD) Displays filtern das Licht, das von einer Hintergrundbeleuchtung emittiert wird. Die Farbskala eines LCD-Bildschirms ist daher auf das emittierte Spektrum der Hintergrundbeleuchtung beschränkt. Typische LCD-Bildschirme verwenden Leuchtstoffröhren für die Hintergrundbeleuchtung und haben einen viel kleineren Farbumfang als CRT-Bildschirme. LCD-Bildschirme mit bestimmten LED-Hintergrundbeleuchtungen (LED-Backlights) liefern jedoch ein umfassenderes Spektrum als CRTs.
Fernseher (TV) und HDTV
Herkömmliche Fernseher verwenden (normalerweise) einen CRT-Monitor, nutzen dessen Farbdisplay-Eigenschaften jedoch aufgrund der Einschränkungen des Rundfunks nicht in vollem Umfang aus. HDTV ist weitaus besser, bietet aber immer noch einen etwas kleineren Farbraum als beispielsweise Displays mit der gleichen Anzeigetechnologie.
Farbmischung (Paint Mixing)
Das Mischen von Farben (Paint Mixing), sowohl für künstlerische als auch für kommerzielle Anwendungen, erzielt einen ziemlich großen Farbraum, indem eine größere Palette verwendet wird als die Rot, Grün und Blau (RGB) von CRTs oder Cyan, Magenta und Gelb (CMY) des Druckwesens. Farben können einige stark gesättigte Töne reproduzieren, die von CRTs nicht wiedergegeben werden können (insbesondere Violett), aber insgesamt ist das Farbspektrum kleiner.
Druckverfahren: CMYK und Farbraumerweiterung
Das Drucken verwendet in der Regel den CMYK-Farbraum (Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz). Nur sehr wenige Druckverfahren verzichten auf Schwarz, aber diese Prozesse sind schlecht darin, Farben mit geringer Sättigung und niedriger Intensität darzustellen. Es wurden Anstrengungen unternommen, den Farbraum des Druckprozesses zu erweitern, indem zusätzliche Tinten hinzugefügt werden, typischerweise Orange und Grün (siehe Hexachrome) oder Hellcyan und Hellmagenta. Auch Sonderfarben (Spot Color Inks) einer ganz bestimmten Farbe werden manchmal verwendet.
Monochromes Display
Der Farbraum eines monochromen Displays ist eine eindimensionale Kurve im Farbraum.