Faschismus Ideologie und die Krisen der Weimarer Republik

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Die Ideologie des Faschismus: Totalitär, Nationalistisch, Rassistisch

Der Faschismus befürwortete einen totalitären Staat, der alle Lebensbereiche steuerte. Der Staat sollte sich seiner Taten bewusst sein und lehnte individuelle Freiheit, Gleichheit, Rechte und die Gewaltenteilung ab. Er unterstützte ein diktatorisches Einparteiensystem, das auf dem Führerprinzip beruhte. Der Faschismus strebte eine Gesellschaft an, die auf Hierarchie, Ordnung, Gehorsam und Autorität basierte.

Kernmerkmale der faschistischen Bewegung

Die Ideologie war geprägt von:

  • Radikalem Antikommunismus und Antikapitalismus.
  • Dem Streben nach einem nationalen Sozialismus, der die Klassengesellschaft beenden sollte.
  • Einem aggressiven, expansionistischen und militaristischen Nationalismus.

Länder, die sich dem Faschismus zuwandten, steuerten unweigerlich auf den Krieg zu.

Rassismus und Gewaltverherrlichung

Faschisten waren durchweg rassistisch. Sie vertraten die Auffassung, farbige Menschen seien minderwertig, während die arische Rasse überlegen sei und das Recht habe, minderwertige Rassen zu unterwerfen. Der Faschismus lehnte die Grundsätze der liberalen Gesellschaft und Kultur ab und pries die irrationalen Grundlagen des Verhaltens. Er argumentierte, dass Gewalt einen positiven und sogar therapeutischen Wert besitze.

Die faschistischen Parteien wollten die Massen mobilisieren. Parteimilizen legten großen Wert auf Symbole und Riten. Sie verherrlichten traditionelle Geschlechterrollen: Frauen sollten sich um ihre Kinder und den Haushalt kümmern.

Die Weimarer Republik (1918–1933)

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs versuchten die Spartakisten gewaltsam, dem bolschewistischen Beispiel zu folgen und eine sozialistische Republik zu errichten. Dieser Aufstand wurde jedoch niedergeschlagen.

Gründung und frühe Krisen

Aufgrund der Krise fanden Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung in Weimar statt. Dies führte zur Verabschiedung einer Verfassung, die die Bundesrepublik gründete und deren erster Präsident Friedrich Ebert wurde.

Die Regierungskoalition setzte sich aus der Zentrumspartei, der Deutschen Demokratischen Partei und der Sozialdemokratischen Partei zusammen. Die Republik unterzeichnete den Vertrag von Versailles.

Die Republik erlebte zunächst eine Phase großer wirtschaftlicher Instabilität, wobei die Hyperinflation das Land ruinierte.

Stabilisierung und Normalisierung

Die Weimarer Republik genoss in der Mitte der 1920er Jahre eine Periode relativer Stabilität (die sogenannten „Goldenen Zwanziger“).

Der Dawes-Plan begünstigte die wirtschaftliche Erholung. Der Vertrag von Locarno und Deutschlands Eintritt in den Völkerbund normalisierten die internationale Situation.

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