Faseroptik (Glasfaser) – Technik, Herstellung und Anwendungen

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Faseroptik (Fiberoptik)

Um im globalen Netz — dem Internet — zu surfen, genügt nicht nur ein Computer, ein Modem und ein paar Programme, sondern man benötigt häufig auch Geduld. Der Cyberspace kann langsam frustrieren: Ein Benutzer kann mehrere Minuten warten, bis eine Seite lädt, oder Stunden, um ein Programm aus dem Internet auf den PC herunterzuladen.

Denn die Telefonleitungen, über die die meisten der rund 50 Millionen Nutzer eine Verbindung zum Internet herstellen, wurden nicht für die Übertragung von Videos, Grafiken, Texten und ähnlichen Inhalten ausgelegt. Sie sind nicht konzipiert, um die wachsenden Datenmengen effizient zu tragen.

Telefonleitungen sind jedoch nicht der einzige Weg in den Cyberspace. Seit kurzem wird auch ein Dienst angeboten, der über eine Verbindung mit Faseroptik ans Internet anschließt.

Entstehung und Evolution

Die Geschichte der optischen Kommunikation ist relativ kurz. 1977 wurde in England ein Testsystem installiert; zwei Jahre später erfolgte bereits die Produktion größerer Mengen dieses Materials.

Früher, bereits 1959, zeigten physikalische Studien zur Optik neue Verwendungsmöglichkeiten des Lichts. Das Laser wurde für die Telekommunikation eingesetzt, um Nachrichten mit ungewöhnlicher Geschwindigkeit und Reichweite zu übertragen.

Der Einsatz des Lasers war zunächst jedoch begrenzt, da es an geeigneten Übertragungsleitungen bzw. an geeigneten Kanälen für die durch elektromagnetische Photonenfeuer erzeugten Wellen mangelte.

Daher richteten Wissenschaft und Technik ihre Anstrengungen auf die Herstellung eines Leitungs- oder Kanal-Systems, heute bekannt als optische Faser. Bereits 1966 wurde der Vorschlag zur Nutzung optischer Wellenleiter für die Kommunikation gemacht.

Die Verwendung von Licht als Informationsträger lässt sich so erklären: Licht ist eine elektromagnetische Welle ähnlicher Art wie Radiowellen; der Unterschied liegt hauptsächlich in der Wellenlänge, die beim Licht im Bereich von Mikrometern liegt, während Radiowellen Meter- oder Zentimeterbereich haben.

Das Prinzip der Kommunikation mittels Lichtwellen war lange bekannt. Erst Mitte der 1970er Jahre ergaben theoretische Arbeiten, dass sich ein Lichtstrahl in einer flexiblen, transparenten Faser führen lässt und so analoge optische Signale übertragen werden können, wie sie zuvor elektronisch über Drähte übertragen wurden.

Ein zentrales technisches Problem war die hohe Lichtabsorption in damaligen Fasern. Für praktische Kommunikationssysteme mussten Faserverluste über viele Meilen hinweg reduziert werden. Während herkömmliches Glas Licht nur wenige Meter leiten konnte, wurde neues, sehr reines Glas entwickelt, das deutlich geringere Verluste aufweist. Diese Glasqualitäten kamen Anfang der 1970er Jahre auf und lösten einen Industrieschub für optische Fasern aus. Als Lichtquellen werden Laser oder Leuchtdioden (LEDs bzw. Diodenlaser) eingesetzt.

Die Laser erzeugen kohärentes, intensives Licht in sehr gebündelter Form; LEDs sind nicht kohärent, dafür weniger stark gebündelt. Die Wahl der Lichtquelle richtet sich nach den technischen Anforderungen des Glasfaser-Systems.

Was ist Faseroptik?

Bevor wir auf die optische Faser selbst eingehen, sei ein Grundprinzip der Optik erläutert: Licht bewegt sich im Vakuum mit Lichtgeschwindigkeit; in anderen Medien wird es langsamer. Wechselt Licht von einem Medium in ein anderes, ändern sich seine Ausbreitungsgeschwindigkeit und die Richtung (Brechung) sowie das Reflexionsverhalten.

Der Brechungsindex n eines Materials beschreibt das Verhältnis zwischen Lichtgeschwindigkeit im Vakuum und der Geschwindigkeit im jeweiligen Medium. Reflexion und Brechung hängen an Grenzflächen von den jeweiligen Brechungsindizes der Medien ab. Das für die Brechung maßgebliche Gesetz (Snellius) wird in einschlägigen Fachtexten beschrieben.

Konzept der Faseroptik

Optische Fasern sind dünne Glas- oder Kunststofffilamente (aus Quarzglas oder Kunststoffen) mit Durchmessern von etwa 10 bis 300 Mikrometern, also haarfein. Sie tragen Informationen in Form von Lichtstrahlen vom einen Ende zum anderen, auch durch Kurven und Ecken, ohne Unterbrechung.

Optische Fasern können in den meisten Einsatzgebieten Kupferkabel ersetzen — sowohl in kleinen autonomen Systemen (z. B. Datenverarbeitungssysteme in Flugzeugen) als auch in großräumigen Netzwerken wie städtischen Telefonnetzen.

Das Übertragungsprinzip in der Faser ist die Totalreflexion: Trifft Licht im Kern der Faser auf die Grenzfläche zur äußeren Schicht (Cladding) unter einem Winkel größer als der kritische Winkel, wird es vollständig zurück in den Kern reflektiert. So kann Licht über sehr weite Strecken durch tausendfache Reflexionen geführt werden. Um Streuverluste durch Oberflächenverunreinigungen zu vermeiden, umgibt man den Kern mit einer Schicht aus Glas mit niedrigerem Brechungsindex (Mantel), wodurch die Reflexionen an der Grenzfläche sicher auftreten.

Zusammenfassend besteht eine optische Faser aus einem Lichtleiter aus Materialien, die in mehrfacher Hinsicht bessere Eigenschaften als Metallleiter aufweisen: geringere Dämpfung, höhere Reichweite, größere Bandbreite und Immunität gegenüber elektromagnetischen Störungen. Glasfaser-Signale werden im Allgemeinen nicht durch ohmsche Verluste wie in Kupferleitungen gedämpft. Zudem erlaubt Glasfaser Multiplexverfahren, mit denen mehrere Signale unterschiedlicher Frequenz gleichzeitig übertragen werden können.

Herstellung von Faseroptik

Die nachfolgenden Abbildungen zeigen, wie Singlemode-Fasern hergestellt werden. Jede Phase der Fertigung ist in einer kurzen filmischen Sequenz dokumentiert.

Die erste Phase beinhaltet die Montage eines Rohres und eines zylindrischen Glasstabs, die konzentrisch zueinander befestigt werden. Das Ganze wird erhitzt, um Homogenität des Glases zu gewährleisten.

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Ein Glasstab mit einer Länge von 1 m und einem Durchmesser von 10 cm kann durch Ziehen eine Singlemode-Faser mit einer Länge von etwa 150 km ergeben.

Aufbau von Glasfasern

Die meisten optischen Fasern bestehen aus Kieselsäure (Siliciumdioxid), die aus Sand gewonnen wird. Rohstoffe sind im Vergleich zu Kupfer preiswert: Aus wenigen Kilogramm Glas lassen sich ca. 43 Kilometer Glasfaser herstellen. Die wesentlichen Komponenten einer optischen Faser sind Kern (Core) und Mantel (Cladding). Der Kern ist der innere Teil der Faser und leitet das Licht.

Der Kern besteht aus einem oder mehreren dünnen Strängen aus Glas oder Kunststoff mit Durchmessern typischerweise von 50 bis 125 Mikrometern. Der Mantel umgibt den Kern und schützt sowie begrenzt die Ausbreitung des Lichts.

Der Kern und der Mantel werden zusätzlich von einem Liner oder einer Hülse aus Kunststoff oder anderen Materialien umgeben, die Schutz gegen Feuchtigkeit, Quetschung, Nagetiere und Umweltrisiken bietet.

Wie funktioniert Faseroptik?

Ein optisches Übertragungssystem besteht aus einem Sender, der elektrische Signale in optische Leistung (Licht) umwandelt — dies ist die aktive Komponente —, der durch die Faser geführte Lichtsignale überträgt, und einem Empfänger (optischer Detektor), der das Licht wieder in ein elektrisches Signal umwandelt. Das Basissystem besteht typischerweise aus Schnittstelle, Verstärkern, Lichtquelle, optischer Kopplung, Glasfaserleitung (Abschnitte), Spleißen, Empfangsoptik und Ausgangsverstärkung.

Zusammenfassend: Die optische Faser dient als Trägermedium für Lichtsignale, die von LEDs (Light Emitting Diodes) oder Lasern erzeugt werden.

LEDs und Laserdioden sind geeignete Lichtquellen für die Übertragung durch Glasfaser, da ihre Ausgangsleistung schnell durch den Ansteuerstrom gesteuert werden kann. Neben ihrer geringen Größe sind Helligkeit, Wellenlänge und niedrige Betriebsspannung attraktive Charakteristika.

Geräte in Faseroptik-Systemen

Die wichtigsten Bausteine einer Kommunikationsverbindung sind Sender, Empfänger und die Faserleitung. Der Sender besteht aus einer analogen oder digitalen Schnittstelle, einem Spannungs-Strom-Wandler, einer Lichtquelle und einem Koppler zur Verbindung mit der Faser. Die Faserleitung ist ein hochreiner Glas- oder Kunststoffdraht.

Der Empfänger enthält eine mechanische Fasersteckverbindung, einen Lichtdetektor (Fotodetektor), einen Strom-Spannungs-Wandler/Verstärker und eine analoge oder digitale Schnittstelle. Eine Lichtquelle in einem faseroptischen Sender kann analog oder digital moduliert werden.

Der Spannungs-Strom-Wandler dient als elektrische Schnittstelle zwischen dem Eingangskreis und der Lichtquelle. Lichtquellen sind typischerweise LEDs oder Diodenlaser (Injection Laser Diode, ILD); die emittierte Lichtmenge ist proportional zum Ansteuerstrom.

Die Verbindung zwischen Quelle und Glasfaser erfolgt über eine mechanische Schnittstelle (Stecker), deren Funktion die Kopplung der Lichtquelle an das Kabel ist. Die optische Faser besteht aus Kern, Mantel und einer Schutzschicht. Die Befestigung des Lichtdetektors an der Faser ist ebenfalls eine mechanische Kopplung.

Als Lichtdetektoren werden in der Regel PIN-Dioden oder APDs (Avalanche-Photodioden) eingesetzt. Beide wandeln Lichtenergie in Strom um; ein Strom-Spannungs-Wandler transformiert die Detektorströme in Ausgangsspannungen.

Komponenten und Fasertypen

Faseroptische Komponenten

Kern: Besteht aus Kieselsäure (Quarzglas) oder Kunststoff; dort breiten sich die optischen Wellen aus. Typische Kerndurchmesser: z. B. 9 µm für Singlemode, 50 oder 62,5 µm für Multimode.

Mantel (Cladding): In der Regel aus ähnlichem Material wie der Kern, aber mit Zusatzstoffen, die den Brechungsindex so verändern, dass das Licht im Kern gehalten wird.

Schutzbeschichtung: Üblicherweise Kunststoff, der mechanischen Schutz der Faser bietet.

Optical Fiber Typen

Singlemode-Faser

Singlemode-Fasern bieten die höchste Kapazität für den Informationstransport. Sie haben eine Durchlassbandbreite in der Größenordnung von 100 GHz·km. In Singlemode-Fasern werden im Wesentlichen nur ein Ausbreitungsmodus geführt, weshalb der Kern sehr klein ist (Kerndurchmesser im Bereich der Wellenlänge, typ. 5–9 µm). Wird ein Material mit stark unterschiedlichem Brechungsindex für Kern und Mantel verwendet, spricht man von Schrittindex-Singlemode-Fasern. Der Hauptvorteil ist die hohe mögliche Reichweite und Bandbreite.

Gradienten-Index Multimode-Faser

Gradienten-Index-Multimode-Fasern besitzen einen allmählich veränderten Brechungsindex im Kern, wodurch Dispersion zwischen verschiedenen Ausbreitungsmodi reduziert wird. Solche Fasern erreichen Bandbreiten von bis zu etwa 500 MHz·km. Standardgrößen sind z. B. 62,5/125 µm oder 50/125 µm (Core/Cladding).

Schrittindex-Multimode-Faser

Bei Schrittindex-Multimode-Fasern besteht der Kern aus einem einheitlichen Material mit einem deutlich höheren Brechungsindex als der Mantel. Diese Fasern können aus Glas (typische Dämpfung ~30 dB/km) oder Kunststoff (höhere Dämpfung, z. B. ~100 dB/km) bestehen. Die Bandbreite kann bis zu etwa 40 MHz·km betragen.

Welche Stecker und Kupplungen werden verwendet?

Bei LWL-Kupplungen und Steckern gibt es verschiedene Standardtypen:

Kupplungen:
Eine Übergangskupplung ist die Mechanik, die benötigt wird, um den Lichtweg vom Ende eines konfektionierten Glasfaserkabels an ein anderes Kabel zu übertragen. Es gibt auch hybride Kupplungen, die unterschiedliche Steckertypen auf beiden Seiten aufnehmen können.

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Steckverbinder:
1. 568SC-Anschluss wird empfohlen, da er die Polarität bewahrt. Die Position der beiden Anschlüsse auf einem Adapter 568SC werden als A und B bezeichnet; dies hilft, die richtige Polarität im Verbindungsnetz zu erhalten und erleichtert die korrekte Anpassung bei Umkehrungen.

2. BFOC / 2,5 mm Stecker und Adapter (ST-Typ) sind in aktuellen und zukünftigen Plattformen weiter einsetzbar.

ID: Multimode-Stecker und Adapter werden meist durch die Farbe Elfenbein dargestellt; Singlemode-Stecker und Adapter sind in der Regel blau.

Für die Verbindung einer optischen Faser sind Spleiße (z. B. Fusion-Spleiße) oder gepanzerte Pigtails (Kabel-Anschlüsse) erforderlich. Bei Steckermontage gibt es verschiedene Steckertypen abhängig vom Einsatzgebiet und den weltweiten Standards.

ST-Stecker werden häufig in Data-Networking-Equipment in Multimode-Umgebungen verwendet. FC-Stecker kommen typischerweise in Telefonie- und CATV-Anwendungen vor. SC-Stecker sind verbreitet für Singlemode- und Multimode-Verbindungen.

Merkmale der optischen Faser

Allgemeine Eigenschaften:

Verstärkte Ummantelung:
Die spezielle Ummantelung wird meist direkt extrudiert und sorgt für mechanische Stabilität. Die Innenoberfläche des Kabelmantels besitzt spiralförmige Kanten zur besseren Sicherung der inneren Subkabel.

Das Mantelmaterial enthält oft bis zu 25 % mehr Material als herkömmliche Ummantelungen, um Festigkeit zu erhöhen.

Doppelte Nutzbarkeit (Innen und Außen):
Wetterschutz, Beständigkeit gegen Wasser, Pilzbefall und UV-Strahlung sorgen für langlebige Ummantelungen; Pufferungen von 900 µm und umfangreiche Umwelttests erhöhen Sicherheit und Lebensdauer.

Schutz bei Feuchtigkeit:
In Bündelkabeln wird häufig ein Gel eingesetzt, das das Eindringen von Wasser verhindert. Wasser kann in Hohlräumen sammeln und die empfindlichen Fasern angreifen; mehrschichtige Schutzkonzepte verlängern daher Lebensdauer und Zuverlässigkeit in feuchter Umgebung.

Flammwidrige Beschichtungen:
Neuere Entwicklungen reduzieren das Brandrisiko im Vergleich zu älteren Faserkabeln, die brennbare Materialien oder Gelfüllungen verwendeten. Moderne Materialien erfüllen die Installationsnormen besser und vereinfachen die Brand- und Restaurierungsmaßnahmen.

Hohe Packungsdichte:
Kabel mit hoher Faseranzahl bei geringem Durchmesser (z. B. 72-Faser-Bündel mit ca. 50 % kleinerem Durchmesser als herkömmliche Kabel) vereinfachen die Installation in engen Räumen und bei scharfen Biegeradien.

Technische Merkmale

Faser ist ein Medium zur Übertragung analoger oder digitaler Informationen. Elektromagnetische Wellen breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus. Die optische Faser besteht aus einem zylindrischen Bereich (Kern), in dem sich die Wellen ausbreiten, und einer äußeren Zone (Mantel/Coating), die den Ausbreitungsmechanismus ermöglicht und kontrolliert.

Die Übertragungskapazität einer optischen Faser hängt von drei grundlegenden Eigenschaften ab:

  • a) Der geometrischen Gestaltung der Faser.
  • b) Den Eigenschaften der verwendeten Materialien (optisches Design).
  • c) Der spektralen Breite der verwendeten Lichtquelle: Je größer die spektrale Breite, desto geringer die Übertragungskapazität.

Optische Kabel haben in der Regel einen kleineren Querschnitt als vergleichbare Metallkabel (ein 10-Faser-Kabel hat Durchmesser von ca. 8–10 mm) und bieten dieselbe oder mehr Informationskapazität als z. B. 10 koaxiale Leitungen. Das Gewicht von LWL-Kabeln ist deutlich geringer als das von Metallkabeln, was die Installation erleichtert.

Kieselsäure hat gute Temperatureigenschaften; sie schmilzt bei sehr hohen Temperaturen. Glasfaser-Systeme arbeiten zuverlässig in einem weiten Temperaturbereich (z. B. von etwa -55 °C bis +125 °C), ohne wesentliche Beeinträchtigung ihrer Eigenschaften.

Mechanische Eigenschaften

Fasern sind empfindlich gegenüber übermäßiger Zugbelastung; in Kabeln werden daher mehrere Fasern zusammengeführt und entsprechend geschützt, damit sie nicht durch direkte Zugbeanspruchung beschädigt werden. Bei Freileitungen oder rauen Umgebungen kann der Kern dennoch beeinträchtigt werden.

Die Entwicklung optoelektronischer Komponenten und verbesserter Fasern hat die Systemqualität erheblich gesteigert. Schutzbeschichtungen und Schutzmechaniken sollten Kriterien wie Empfindlichkeit gegenüber Biegung und Mikro-Belastungen, mechanische Festigkeit und Alterungsbeständigkeit erfüllen.

Mikrokrümmungen und Spannungen werden durch Prüfungen ermittelt. Wichtige Belastungsarten sind:

  • Zugspannung: Dehnung oder Stauchung, die Faser kann Kräfte über ihre Elastizitätsgrenze hinaus beansprucht werden, wodurch Bruch oder Mikrokurven entstehen können.
  • Kompression: Querkraftbeanspruchung.
  • Schlag/Impact: Schädigungen durch äußere Einflüsse.
  • Biegeradius: Es gibt stets eine maximale Krümmung, die nicht überschritten werden darf; die Ummantelung schützt vor überschreiten.
  • Drehmoment: seitliche und Zugspannungen durch Verdrillung.
  • Thermische Bedingungen: Materialeigenschaften unterscheiden sich je nach Kunststoff- oder Glasfaser.

Zudem wird bei der Konstruktion darauf geachtet, Verluste und Dämpfungsänderungen mit Temperatur zu minimieren. Unterschiede in Festigkeit, Paarungsqualität, Faserfüllung (Anzahl der Fasern pro mm²) oder Herstellungskosten wirken sich auf das Design aus.

Vorteile und Nachteile von Faseroptik

Vorteile

  • Sehr hohe Übertragungsraten: Glasfaser ermöglicht Datenraten, die weit über denen klassischer Kupferverbindungen liegen.
  • Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit mit hoher Kapazität und geringem Stau-Risiko.
  • Echtzeitübertragung von Video und Audio.
  • Einfache Installation in vielen Einsatzbereichen.
  • Immunität gegen elektromagnetische Störungen und Geräuschübertragung.
  • Geringe Dämpfung: Signale gehen nicht so leicht verloren wie in Kupferleitungen.
  • Keine elektrische Leitfähigkeit: keine Gefahr durch elektrische Schläge, daher geeignet für explosionsgefährdete Bereiche.
  • Kompaktere Bauform und geringeres Gewicht im Vergleich zu Metallkabeln.
  • Rohstoffe (z. B. Siliciumdioxid) sind reichlich vorhanden.
  • Optimiert für digitale Technologien.

Nachteile

  • Verfügbarkeit: Glasfasernetze sind zunächst nur in Gebieten verfügbar, in denen bereits Glasfaserinfrastruktur installiert ist.
  • Höhere Kosten für Glasfaseranschluss und für die Installation (Anschlusskosten, aktive Komponenten).
  • Empfindlichkeit der Fasern (bruchanfällig).
  • Begrenzte Verfügbarkeit von Anschlüssen in einigen Regionen.
  • Reparatur: Die Feldreparatur gebrochener Glasfaserkabel ist aufwändig.

Anwendungen der optischen Faser

Internet

Die Internetverbindung über optische Faser beseitigt viele Einschränkungen herkömmlicher Verbindungen: vor allem die sehr langsame Übertragungsrate. Mit Glasfaser sind zum Beispiel Datenraten denkbar, die traditionelle Einwahlverbindungen (z. B. 28.800 oder 33.600 bps) um ein Vielfaches übertreffen.

Der Zweck dieses Artikels ist es, Wirkungsweise, Vorteile und Nachteile der Faseroptik zu beschreiben. Die optische Faser ermöglicht Internetzugänge mit sehr hohen Datenraten, die in älteren Systemen undenkbar waren.

Netzwerke

Glasfaser wird vermehrt in Netzwerken eingesetzt, da Lichtwellen eine hohe Frequenz und damit hohe Kapazität für Informationssignale besitzen. In Kommunikationsnetzen werden Lasersysteme mit Faseroptik eingesetzt. Heute existieren zahlreiche Glasfasernetze für große Entfernungen mit transkontinentalen und transozeanischen Verbindungen.

Ein wesentlicher Vorteil von Glasfasersystemen ist die große Distanz, die ein Signal zurücklegen kann, bevor ein Repeater erforderlich wird. Aktuell können LWL-Repeater Abstände von über 100 km erreichen, verglichen mit ca. 1,5 km in elektrischen Systemen. Optische Verstärker können diese Distanzen weiter vergrößern.

Ein weiterer wichtiger Anwendungsbereich sind lokale Netzwerke (LAN). Anders als die Langstreckenkommunikation verbinden diese Systeme lokale Teilnehmer mit zentralen Rechnern (z. B. PCs) und Druckern. LANs erhöhen die Effizienz und erlauben einfache Erweiterung um neue Nutzer. Die Entwicklung neuer optischer und integrierter elektro-optischer Komponenten steigert kontinuierlich die Kapazität glasfaserbasierter Systeme.

Ein LAN (Local Area Network) ermöglicht die gemeinsame Nutzung von Daten, Anwendungen und Ressourcen (z. B. Drucker) innerhalb einer Gruppe von Benutzern. WANs (Wide Area Networks) verbinden entfernte Standorte über größere Distanzen und nutzen spezialisierte Hardware und geleaste Kommunikationsdienste. TK-Anlagen (PBX) bieten spezifische Daten- und Sprachübertragungen.

Telefonie

Wegen der Standardisierung bestehender Schnittstellen sind LWL-Übertragungssysteme inzwischen in öffentlichen Telekommunikationsnetzen weit verbreitet. Mit der Einführung breitbandiger Dienste wie Videokonferenzen oder Videotelefonie wird Glasfaser für die Teilnehmeranschlussnetze immer wichtiger.

Beispielprojekte wie integrierte städtische Breitbandnetze (z. B. BIGFON) sammeln Erfahrungen mit der Bereitstellung umfassender Breitband-Dienste, die Verteilung von Radio und Fernsehen integrieren.

Vergleich mit anderen Medien

Vergleich mit Koaxialkabel

FeaturesFiber OpticsKoaxial
Coil Länge (m)2000230
Gewicht (kg / km)1907900
Durchmesser (mm)1458
Biegeradius (cm)1455
Entfernung zwischen Repeatern (km)401.5
Dämpfung (dB / km) für ein System von 56 Mbit/s0.440

Gegen Satellitenkommunikation

Für kurze Distanzen und hohen Verkehr ist Glasfaser wirtschaftlicher. Ein Satellit ist für eine Strecke von z. B. 2.000 km im Vergleich zu einem Glasfaserkabel über 2.500 km meist nicht konkurrenzfähig. Die Signalkette über Kabel bietet zudem eine wesentlich bessere Signalqualität als die über geostationäre Satelliten (ca. 36.000 km Höhe) mit Verzögerungen in der Größenordnung von ~500 ms; dagegen sind bei Kabelverbindungen Verzögerungen unter 100 ms möglich, wie von der CCITT gefordert.

Satelliten können ebenfalls digitale Übertragung unterstützen, allerdings sind ihre Vorteile bei analoger Übertragung weniger deutlich, da Bandbreite und Latenz entscheidende Faktoren sind.

Dieser Text fasst die Grundlagen, Herstellung, Typen, Vor- und Nachteile sowie typische Anwendungen der Faseroptik zusammen und soll als Überblick für Interessierte dienen, die sich mit Glasfasertechnologie und ihren Einsatzmöglichkeiten im Internet, in Netzwerken und in der Telekommunikation beschäftigen.

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