Federico García Lorcas dramatisches Werk

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Die dramatische Welt Lorcas

Federico García Lorca charakterisiert sein Theater als den Konflikt zwischen Wirklichkeit und Wunsch. Dabei wird die Frustration zu seinem wichtigsten tragischen Element. Lorcas Werk behandelt das tragische Schicksal, Sterilität und Leidenschaften, die zum Tode verurteilt sind. Oft erscheinen diese Ziele als frustriert, insbesondere verkörpert durch Frauenfiguren. Die „Lorkianos“ sind gezeichnet von der Zeit, dem Tod, gesellschaftlichen Konventionen oder dem Kastendenken.

Theaterkonzeption

In seinen letzten sechs Lebensjahren verfasste Lorca jene Dramen, die seinen Weltruhm begründeten. Die menschliche Dimension ist hierbei untrennbar mit der Ästhetik verbunden; seine Themen und Kreaturen transformieren sich, während Poesie und Wirklichkeit nebeneinander bestehen. Er verfolgte die Idee eines didaktischen Theaters mit einem wachsenden sozialen und populären Fokus.

Traditionen, Genres und Sprachen

Lorca berücksichtigte unterschiedliche theatrale Traditionen. Er schätzte das bäuerliche Drama, unsere Klassiker sowie populäre Formen wie das Puppentheater. Er brachte die Tragödie zum Handeln und zeigte Interesse an der Avantgarde-Bewegung. Er nutzte viele Genres und Stile, wobei die lyrischen Szenen zwischen den Charakteren oder Volkslieder oft auf eine reduzierte Sprache trafen. In seinem Werk koexistieren Prosa und Poesie sowie der populäre Geschmack. Symbole, Vergleiche, Metaphern und sensorische Konnotationen sind allgegenwärtig.

Der künstlerische Weg

Lorcas Weg beginnt mit „Der Fluch des Schmetterlings“, einem Drama über die unmögliche Liebe. Es folgt „Mariana Pineda“, ein tragisches Liebesdrama in Versen mit modernen historischen Zügen. In „Die wunderbare Schusterfrau“ erscheint der „Mythos der unbefriedigten Illusion“. Weitere Werke sind „Die Liebe des Don Perlimplín mit Belisa in seinem Garten“ und das „Retablillo de Don Cristóbal“.

Krise und Surrealismus

Nach dem Erfolg seiner „Zigeunerromanzen“ durchlebte Lorca eine tiefe Krise, die bis zu seinem Aufenthalt in New York andauerte. Diese stand oft im Zusammenhang mit seiner Homosexualität und der Suche nach einer neuen ästhetischen Sprache. In dieser Phase entstand die Verbindung zwischen surrealistischer Ästhetik und Werken wie „Ein Dichter in New York“ sowie den sogenannten „unmöglichen Komödien“ oder Mysterien. Das Werk „Das Publikum“ ist eine Art gottloses Moralspiel, dessen Charaktere die Obsessionen des Dichters verkörpern. In „Sobald fünf Jahre vergehen“ wird die intime Frustration einer jungen Liebe und die Unmöglichkeit von Elternschaft in einem harten Kampf thematisiert.

Die Phase der Vollendung

In seiner Spätphase vereinte Lorca ästhetische Strenge mit populären Themen. Die Frau nimmt eine zentrale Stellung ein, was Lorcas Sensibilität für die damalige Situation der Frauen zeigt: Wesen zwischen Unschuld und grundlegender Leidenschaft. „Bluthochzeit“ (1933) basiert auf einer wahren Begebenheit: Eine Frau entkommt am Tag ihrer Hochzeit mit ihrem Geliebten. Es ist eine Leidenschaft, die soziale und moralische Barrieren überschreitet und im Tod endet. Das Werk verbindet andalusische Blutrache mit universellen Werten und mischt Prosa mit Versen.

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