Feminismus, Pazifismus und Umweltbewegung: Geschichte und Entwicklung sozialer Bewegungen

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Feminismus: Eine soziale Bewegung im Wandel

Nach der Aufnahme von Frauen in den Arbeitsmarkt und das Bildungswesen begann die Rolle dieser Verschiebung, Frauen unabhängiger zu machen. Mit dem erhöhten Bildungsniveau tauchte der Feminismus als soziale Bewegung in den USA und Europa auf.

Simone de Beauvoir und die zweite Welle

Im Jahre 1949 veröffentlichte Simone de Beauvoir ihr Werk Das andere Geschlecht, das oft als „die Bibel des Feminismus“ bezeichnet wird. Diese Arbeit kritisierte, dass Frauen nicht nur durch genetische Merkmale, sondern vor allem durch die Erziehung, die sie erhalten, definiert werden. Simone de Beauvoir beeinflusste viele Frauen, die begannen, ihre Situation zu ändern, was sich in ihrem berühmten Satz widerspiegelt: „Man wird nicht als Frau geboren, man wird es.“

Betty Friedan und die Organisation

Betty Friedan hob die Bewegung ebenfalls durch ihr Buch Die mystifizierte Weiblichkeit (The Feminine Mystique) hervor. Die Bewegung wurde durch mehrere Ereignisse aktiv vorangetrieben:

  • Die Vermarktung der Antibabypille (1960).
  • Die Gründung des Bundes für die Institution der Ehe (1966).
  • Die Gründung der NOW (National Organization for Women) unter dem Vorsitz von Betty Friedan (1966).

Feministische Vereinigungen verbreiteten sich daraufhin in ganz Europa und erhielten allmählich rechtliche Anerkennung.

Rechtliche Gleichstellung und globale Fortschritte

In Großbritannien wurden der Sex Discrimination Act und der Equal Pay Act (1975) verabschiedet. Das Tempo der tatsächlichen rechtlichen Gleichstellung wurde durch die IV. Weltfrauenkonferenz in Peking (1995) beschleunigt. Seitdem wird das Problem der Gleichstellung von Frauen politisch und sozial anerkannt. In einigen Ländern (insbesondere in der 3. Welt) wurde die rechtliche Gleichstellung noch nicht erreicht, und in anderen Ländern wurde die rechtliche Gleichstellung zwar erreicht, die tatsächliche Gleichstellung jedoch noch nicht.

Pazifismus: Kampf gegen Krieg und Abrüstung

Diese weltweite Bewegung entstand aus der Angst vor einem Dritten Weltkrieg, der durch die anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen dem kapitalistischen und dem kommunistischen Block befürchtet wurde. Gandhi, Martin Luther King, Russell und Einstein waren frühe Anhänger dieser Bewegung und kämpften für die militärische und nukleare Abrüstung.

Frühe Aktionen und Organisationen

Es entwickelte sich eine aktive soziale Bewegung mit der Unterzeichnung der Göttinger Erklärung gegen die Nuklearisierung Deutschlands (1955). Nach der Stationierung von Atomwaffen entstanden in Deutschland Atomtod (1958) und in Großbritannien die Campaign for Nuclear Disarmament (1958).

Durch die Politik der friedlichen Koexistenz verringerte sich die Aktivität des Pazifismus, doch sie flammte während der Kriege unter Reagan und der Stationierung von Euromissiles durch die UdSSR wieder auf.

Spätere Entwicklungen

Im Jahr 1980 wurde END (European Nuclear Disarmament) gegründet, eine organisierte Friedensbewegung, die unterschiedliche Strömungen vereinte.

Im Jahr 1982 führte der Wahlsieg der PSOE in Spanien zur Friedensbewegung gegen die NATO und deren Nicht-Inkrafttreten (des NATO-Beitritts). Diese Bewegung hält bis heute an. Der Unterschied ist, dass heute nicht nur das Ende von Atomwaffen gefordert wird, sondern auch das Ende der Kriege zwischen den Ländern.

Environmentalism: Der Ruf nach Umweltschutz

Die Umweltbewegung nahm ihren Anfang nach Protesten von Matrosen, die radioaktiver Strahlung durch Atomtests im Pazifik ausgesetzt waren.

Gründung und erste Berichte

Greenpeace wurde 1971 gegründet, um eine Atombombe in Alaska zu verhindern. Am 11. Mai wurde die Botschaft von Menton als Warnung an die UNO vor der Umweltzerstörung unterzeichnet. Im Jahr 1972 entstand der erste Bericht des Club of Rome („Die Grenzen des Wachstums“) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) wurde ins Leben gerufen.

Zunehmendes Bewusstsein und Nachhaltigkeit

Nach einer Reihe von Naturkatastrophen nahm das Umweltbewusstsein in der Gesellschaft zu. Im Jahr 1980 wurde der Global Report 2000 veröffentlicht, dessen Ergebnisse noch alarmierender waren als die des Club of Rome. Katastrophen wie die in Bhopal (Indien, 1984) oder Tschernobyl (Ukraine, 1986) folgten in den 80er Jahren.

Im Jahr 1987 wurde der Brundtland-Bericht veröffentlicht, in dem erstmals von nachhaltiger Entwicklung gesprochen wurde (eine moderate und umweltfreundliche Entwicklung zur Erhaltung der Welt für künftige Generationen).

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