Der Feudalismus: Gesellschaft, Wirtschaft und Architektur

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1. Was ist Feudalismus?

Der Feudalismus war die wirtschaftliche und sozial vorherrschende politische Ordnung in Europa zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert. Er basierte auf spezifischen sozialen Beziehungen.

Ursachen des Feudalismus

Nach dem Tod Karls des Großen im Jahr 814 begann in Europa eine Zeit großer Instabilität. Die Ursachen waren die Kämpfe der Nachfolger des Kaisers, die Angriffe muslimischer Gruppen im Mittelmeerraum sowie die Ankunft neuer einfallender Völker.

2. Die Ständegesellschaft

Die Gesellschaft bestand aus drei Ständen:

  • Adel: Unterteilt in den Hochadel, gebildet durch direkte Vasallen des Königs.
  • Klerus: Unterteilt in den höheren Klerus (Bischöfe und Äbte) und den niederen Klerus (Priester).
  • Bauern: Sie arbeiteten für die Gesellschaft. Die Bauern unterstützten den Adel und den privilegierten Klerus.

3. Die feudale Wirtschaft

Die Wirtschaft war agrarisch geprägt. Das Lehen war das Gebiet eines Königs, eines Adligen oder des hohen Klerus. Die Lehen gliederten sich in zwei Teile:

  • Herrenland (Manor): Der Teil des Lehens, der direkt vom Grundherrn bewirtschaftet wurde.
  • Bauernstellen (Meek): Kleine Grundstücke, die von den Herren an die Bauern übergeben wurden.

4. Feudale Rechtsordnung

  • Der Akt der Huldigung: Der Vasall legte seine Hände in die des Herrn und leistete einen Treueid.
  • Straftaten: Wenn Herr oder Vasall den Treueid brachen.
  • Gottesfrieden: Das Verbot, an bestimmten Tagen des Jahres Krieg zu führen.
  • Asylrecht: Menschen, die von Mächtigen verfolgt wurden, konnten in Kirchen Schutz suchen, da diese unantastbar waren.

6. Architektur: Die romanische Bauweise

  • Die Bauwerke waren massiv und solide.
  • Verwendung von Rundbögen.
  • Tonnengewölbe oder Kreuzgratgewölbe.
  • Äußere Strebepfeiler zur Stützung.
  • Grundriss meist in Form eines lateinischen Kreuzes mit drei Schiffen.
  • Kleine Fenster, die nur wenig Licht in das Innere ließen.

7. Bedeutende romanische Bauwerke

  • Santo Domingo de la Calzada: La Rioja
  • Santa María de Eunate: Navarra
  • San Martín de Frómista: Palencia
  • Santiago de Compostela: A Coruña
  • Santa María del Naranco: Asturien

8. Ora et Labora

Ora et labora (Bete und arbeite): Die Pflicht der Mönche, zu beten und zu arbeiten.

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