Finanzanalyse & Bilanzkennzahlen: Definitionen und Struktur
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Finanzanalyse & Bilanzkennzahlen: Wichtige Definitionen
Bilanz (Balance of State)
Die Bilanz ist eine Bestandsaufnahme, die die Vermögenswerte (Aktiva) und die Schulden/Verbindlichkeiten (Passiva) des Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt darstellt. Sie zeigt auf einen Blick die Quellen der Finanzierung (Passiva) und deren Verwendung (Aktiva).
Kennzahlen (Ratios)
Eine Kennzahl ist das Verhältnis zweier ökonomischer Größen. Im Rahmen der Jahresabschlussanalyse ist eine Kennzahl ein relativer Indikator, der durch den Vergleich von zwei Werten ausgedrückt wird. Kennzahlen analysieren einen spezifischen Aspekt der Unternehmenssituation und helfen festzustellen, ob ein Wert optimal oder kritisch ist.
Nettoumlaufvermögen (Working Capital / FM)
Das Nettoumlaufvermögen (NUV) ist der Teil des Umlaufvermögens (AC), der durch Eigenkapital (PN) und langfristige Verbindlichkeiten (ANC) finanziert wird.
Formel: FM = AC - PC = (PN + ANC) - PC
Gesamtkapitalrentabilität (Wirtschaftliche Performance / ROA)
Diese Kennzahl misst die Performance der gesamten Investitionen des Unternehmens (Vermögenswerte).
Formel: RE = EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) / Gesamtkapital
Eigenkapitalrentabilität (Finanzielle Rentabilität / ROE)
Die Eigenkapitalrentabilität ist das Verhältnis zwischen dem Nettogewinn und dem Eigenkapital des Unternehmens.
Formel: RF = Jahresüberschuss / Eigenkapital
Hebelwirkung (Leverage)
Der Hebel ist das Verhältnis zwischen dem Gesamtvermögen und dem Eigenkapital. Er zeigt, wie viel des Unternehmensvermögens pro Einheit Eigenkapital investiert wird.
Detaillierte Bilanzstruktur
Aktiva (Gesamtinvestitionen)
Anlagevermögen (Elemente, die länger als ein Geschäftsjahr im Unternehmen verbleiben)
- Sachanlagen (Grundstücke, Gebäude, Einrichtungen, Maschinen, Möbel, Computer, Transportmittel)
- Abzüglich: Kumulierte Abschreibungen
Umlaufvermögen (Elemente, die sich kontinuierlich in der Fruchtfolge befinden)
- Bestände: Handelswaren, Rohstoffe und Fertigwaren
- Forderungen (Realisierbar): Kunden, Schuldner, öffentliche Finanzen, Sozialversicherung
- Liquide Mittel (Verfügbar): Banken und Sparkassen
Passiva (Finanzierung und Ressourcen)
Reinvermögen (Eigenkapital)
- Eigenkapital
- Rücklagen (Reserven)
- Gewinn oder Verlust des Jahres
Langfristige Verbindlichkeiten (Laufzeit > 1 Jahr)
- Langfristige Darlehen bei Kreditinstituten
Kurzfristige Verbindlichkeiten (Laufzeit < 1 Jahr)
- Lieferanten
- Gläubiger