Fischerei: Arten, Techniken und Bedeutung
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Fischerei
Fischerei: Der Fang von Fischen und anderen Meerestieren in Meeren, Seen und Flüssen.
Definition und Nutzung
Derzeit sind 75 % der Fänge für den menschlichen Verzehr oder zur Verwendung als Rohstoff in Industriebetrieben bestimmt. Aus diesen Fängen werden beispielsweise Öl oder Mehl hergestellt.
Arten der Fischerei
Litorale Fischerei
Die litorale Fischerei findet in der unmittelbaren Küstennähe statt. Sie wird häufig mit handwerklichen (artesanales) Methoden auf kleinen Booten betrieben; die Fänge werden an Bord dokumentiert. Die eingesetzten Methoden und der Verwendungszweck (Verzehr oder Verkauf) sind meist lokal bestimmt und treten häufig in weniger entwickelten Ländern auf.
Küstenfischerei
Die Küstenfischerei wird nahe der Küste mit kleinen und mittleren Schiffen durchgeführt, die je nach Fangart unterschiedlich ausgerüstet sind. Einige dieser Wasserfahrzeuge verfügen über einfache Einrichtungen; die Fahrten und Fangzeiten überschreiten in der Regel nicht einen Tag. Diese Fischerei dient überwiegend dem lokalen Verbrauch oder dem Handel in nahegelegenen Märkten.
Hochseefischerei
Die Hochseefischerei (offshore) wird mit Schiffen großer Tonnage und moderner technischer Ausrüstung betrieben, um Fänge aufzuspüren. Diese Schiffe verfügen über Einrichtungen zum Reinigen, Schneiden, Verpacken und Einfrieren. Sie können Wochen oder sogar Monate auf See bleiben.
Fanggebiete und Meeresökologie
Fangtechniken konzentrieren sich in bestimmten Gebieten, die für die Fischerei besonders geeignet sind, wie Plattformen und Kontinentalschelfe. Auf dem flachen Kontinentalschelf ermöglicht das Eindringen von Licht das Leben und die Entstehung von Plankton, das die Grundlage vieler mariner Nahrungsnetze bildet.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Fischer können nicht überall fischen, da das Völkerrecht Seezonen regelt. Unterschieden werden beispielsweise:
- Hoheitsgewässer: bis zu 200 Seemeilen von der Küste, in denen der Küstenstaat ausschließliche Rechte besitzt;
- Hohe See: Gewässer, die zu keinem Staat gehören und in denen internationale Regelungen gelten.
Viele Fischer möchten in Fanggründen tätig sein, die zu den Gewässern eines Staates gehören; daher sind bilaterale oder multilaterale Fischereiabkommen zwischen Regierungen notwendig.
Überfischung und Aquakultur
Aufgrund der Dezimierung einiger Fanggründe und dem Verschwinden bestimmter Arten betreiben entwickelte Länder zunehmend Aquakultur, also die kontrollierte Zucht von Fischen in Gefangenschaft. Aquakultur ermöglicht eine stabilere Produktion und kann dazu beitragen, das Aussterben von Arten zu verhindern.
Fischerei in Spanien
Spanien ist eine der wichtigsten Fischereinationen der Welt: Es belegt in Europa den ersten Platz in Bezug auf die Größe der Flotte und das Fangvolumen und nimmt weltweit einen Spitzenplatz ein (häufig genannt: hinter Japan auf Platz 2). Der Fischkonsum in Spanien ist sehr hoch, und Spanien nutzt Fischereiabkommen mit anderen Ländern. Innerhalb Spaniens trägt die Tätigkeit in Galicien wesentlich zur Bedeutung des Landes in der Fischerei bei.