Fischereimethoden: Von Langleinen bis Fliegenfischen
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Übersicht der verschiedenen Fischereimethoden
- Langleinenfischerei: Die Langleinenfischerei gilt als eine sehr selektive Fangmethode. Je nach verwendeter Köder- und Hakengröße können gezielt bestimmte Fischarten oder Fischgrößen gefangen werden.
- Ringwadenfischerei: Diese Methode besteht darin, Fischschwärme (insbesondere Sardinen, Stöcker und Makrelen) zu umkreisen. Nachdem Kurs und Geschwindigkeit des Schwarms bestimmt wurden, wird das Netz kreisförmig ausgelegt.
- Almadraba: Der Begriff stammt aus dem Arabisch-Andalusischen und bedeutet „Falle“ oder „Ort des Kampfes“. Es handelt sich um eine traditionelle Technik für den Thunfischfang, die in Andalusien, Ceuta, Valencia und Cartagena angewendet wird. Dabei wird die Migration des Atlantischen Thuns im Mittelmeer genutzt, indem ein Labyrinth aus Netzen in Küstennähe installiert wird. Diese Methode wird bereits seit vorrömischen Zeiten praktiziert.
- Schleppnetz- und Treibnetzfischerei: Diese Systeme sind oft weniger selektiv, da sie nahezu alles erfassen, was ihnen in den Weg kommt. Die Netze können viele Kilometer lang sein, wobei die Fische teilweise Verletzungen oder Prellungen erleiden können.
- Unterwasserjagd: Diese Form des Angelns erfolgt durch Apnoe-Tauchen, wobei die Fische mit einer Harpune oder einem Speer gejagt werden. Je nach Gebiet und Fischart kommen dabei unterschiedliche Techniken zum Einsatz.
- Spinnfischen (Lance Light): Dies ist ein Oberbegriff für das Angeln mit Kunstködern (Imitationen), die ausgeworfen und wieder eingeholt werden, um Raubfische zum Angriff zu locken. Spinnfischen kann in fast jedem Gewässer, sowohl im Süß- als auch im Salzwasser, vom Ufer oder vom Boot aus betrieben werden.
- Fliegenfischen: Eine spezielle Angelmethode, bei der eine besondere Rute und künstliche Köder, sogenannte „Fliegen“, verwendet werden. Fliegenfischen wird meist in Flüssen und Seen praktiziert, ist aber auch im Meer möglich. Es ist zudem als Fischerei mit der Fliegenschnur (Rattenschwanz) bekannt.
- Fischzaun (Weir): Ein Fanggerät in Form von runden Labyrinthen, die aus Netzen und Ruten aufgebaut sind. Diese Methode ist sehr selektiv und ermöglicht den Fang hochwertiger Arten wie Brassen, Meeräschen oder Seezungen in moderaten Mengen.