Flexibilität, Dehnen und Volleyball: Übungen & Regeln
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Flexibilität: Definition und Komponenten
Die Flexibilität: die Fähigkeit, physische Bewegungen zu ermöglichen. In erheblichem Maße wird sie durch zwei Komponenten bestimmt:
- Muskelelastizität – die Fähigkeit der Muskeln und des umgebenden Gewebes, nach Dehnung in ihren ursprünglichen Zustand zurückzukehren.
- Gelenkbeweglichkeit – die Beweglichkeit eines Gelenks (das Gelenk wird z. B. als „Sinarthrose“, „Amphiarthrose“ oder Synovialgelenk bezeichnet).
Gelenke lassen sich grob nach Bewegungsmöglichkeiten unterscheiden: Synarthrose (keine oder sehr geringe Bewegung), Amphiarthrose (geringe Bewegung) und Synovialgelenk (große Beweglichkeit).
Muskeltypen und ihre Rolle
Es gibt drei Muskeltypen: glatte Muskulatur, Herzmuskel und Skelettmuskulatur. Für Flexibilität und Dehnfähigkeit sind vor allem die Skelettmuskeln und das umgebende Bindegewebe relevant.
Gesundheitliche Bedeutung der Flexibilität
Wie Flexibilität die Gesundheit beeinflusst:
- Verbessert die Körperhaltung.
- Verringert das Risiko für Muskelverletzungen.
- Reduziert muskuläre Schmerzen und Verspannungen.
- Fördert die Durchblutung und kann Stress reduzieren.
Methoden zur Verbesserung der Flexibilität
Dehnmethoden:
- Passives Dehnen: Eine externe Kraft (z. B. Partner, Schwerkraft, Hilfsmittel) unterstützt oder erzwingt die Bewegung.
- Dynamisches Dehnen: Bewegungsbasierte, kontrollierte und beschleunigte Bewegungen zu den Endbereichen des Gelenks. Besonders geeignet vor sportlicher Aktivität.
- Statisches Dehnen: Die einfachste und oft effektivste Methode für eine schnelle Verbesserung der Flexibilität: eine Position halten, in der das Gelenk maximal gedehnt wird.
VOLLEYBALL: Ziel und Grundaufbau
VOLLEYBALL
Ziel: Das Ziel ist, den Ball über das Netz zu spielen, sodass das gegnerische Team den Ball nicht regelkonform zurückspielen kann.
Aufbau und Teamgröße
- Ein Team besteht aus 6 Spielern: drei Angreifern (vorne) und drei Abwehrspielern (hinten).
- Jeder Spieler hat eine bestimmte Position; ein Spieler steht zum Beispiel als Zuspieler (Setter) oder als Libero/Verteidiger hinten.
Netz und Maße
- Netzbreite: ca. 1 m.
- Netzhöhe: 2,43 m für Männer und 2,24 m für Frauen.
Punktewertung und Satzsystem
Ein Spiel wird in Sätzen gespielt. Typischerweise gelten folgende Regeln:
- Die ersten vier Sätze werden bis 25 Punkte gespielt.
- Ein Team muss mit mindestens 2 Punkten Vorsprung gewinnen.
- Ein mögliches fünfter Satz wird bis 15 Punkte gespielt, ebenfalls mit 2 Punkten Unterschied.
- Gewinnt ein Team 3 Sätze, gewinnt es das Spiel.
Rotation und Positionen
Beim Seitenwechsel dreht sich ein Team um eine Position im Uhrzeigersinn. Die Felder werden üblicherweise von 1 bis 6 nummeriert:
- Feld 1: Angreifer/Serviceposition (hinten rechts)
- Feld 2, 3, 4: vordere Reihenfelder (Angriff/Block)
- Feld 5, 6: hintere Reihenfelder (Verteidigung)
Wesentliche Fehler und Regelverstöße
MAJOR FEHLER:
- Ballberührung / Festhalten (Retention): Der Ball darf nicht gefangen oder gehalten werden; er muss klar gespielt werden.
- Der Ball darf mit jedem Körperteil gespielt werden, jedoch nur als gültiger, klarer Kontakt.
- Berührung des Netzes: Das Berühren des Netzes mit dem Körper ist grundsätzlich ein Fehler.
- Der Ball darf das Netz berühren; das ist kein Fehler, sofern das Spiel sonst regelkonform ist.
- Doppelschlag (Double): Zwei aufeinanderfolgende Kontakte desselben Spielers sind ein Fehler, außer beim Blocken (Blockkontakt wird in den meisten Fällen als ein einzelner Kontakt gewertet).
- Vier Schläge: Ein Team darf den Ball nicht mehr als dreimal berühren, bevor es ihn über das Netz zurückspielt; Blockkontakte zählen in der Regel nicht als zusätzlicher Kontakt.
- Ein Ball, der das Netz überquert und dann von einem Gegner berührt wird, bleibt im Spiel, sofern ansonsten keine Regelverletzung vorliegt.
Spieltechniken: Angriff, Aufschlag und Schlagtechnik
Die Technik beim Angriff (z. B. Spike) umfasst mehrere Phasen. Ziel ist es, den Ball mit hoher Geschwindigkeit und Genauigkeit hinter die gegnerische Angriffs- oder Grundlinie zu spielen.
Grundposition und Ablauf beim Angriff
- Ausgangslage: Körper zum Netz ausgerichtet.
- Stand: Füße ca. hüftbreit auseinander.
- Vorbereitung: Hüfte und Schultern leicht nach vorne gerichtet, der Schlagarm ist nach hinten vorbereitet.
- Anlauf und Absprung: Koordinierte Beschleunigung; das Bein der Schlagseite wird unten durchgedrückt.
- Verzögerung: Kurzes Halten/Koordinieren vor dem Ballkontakt, Handflächen offen.
Konkreter Bewegungsablauf beim Schlag
- Der Ball wird etwa 20 cm vorgeworfen oder vom Zuspieler so platziert, dass er optimal erreichbar ist.
- Die Knie werden leicht gebeugt (kleine Flexion), dann werden Beine und Hüfte gleichzeitig gestreckt, während der Arm nach vorne beschleunigt.
- Der Arm ist beim Kontakt weit gestreckt; der Kontaktpunkt ist vor dem Körper und etwas über der Angriffslinie.
- Die Hand formt beim Kontakt eine Löffelform/geschlossene Handfläche, um den Ball kontrolliert zu treffen und Richtung zu geben.
Diese Technik verbessert Geschwindigkeit, Präzision und Effektivität des Angriffs.