Flüsse Spaniens: Kantabrisches Gefälle, Atlantikküste und Duero- & Tajo-Becken

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Flüsse Spaniens: Regionale Einteilung und Merkmale

Kantabrisches Gefälle

Dieses Gebiet zeichnet sich durch kurze und schnelle Flüsse aus, die durch die Nähe des Kantabrischen Gebirges zum Meer bedingt sind. Sie weisen regelmäßige, schwere Regenfälle auf, die dem Meeresklima entsprechen.

Merkmale und Erosionskraft

Diese Flüsse besitzen eine große Erosionskraft, die zur Bildung von Schluchten und Klammen führt, bevor sie in Flussmündungen enden. Die Erosionshänge sind steil und befinden sich in fußläufiger Entfernung zum Meer.

Wichtige Flüsse

  • Bidasoa: Bildet die Grenze zwischen Spanien und Frankreich (Anmerkung: Im Original stand Portugal, korrigiert zu Frankreich, da der Bidasoa die Grenze zu Frankreich bildet).
  • Nervión: Fließt zur Bildung der Mündung von Bilbao.
  • Sella: Mündet bei Ribadesella.
  • Nalón: Wichtiger Fluss in Asturien.

Atlantikküste: Galicische Flüsse und das Miño-Becken

Die galicischen Flüsse gehören zum Miño-Becken. Sie weisen eine große Wasserfülle auf, bedingt durch reichliche Regenfälle und geringe Verdunstung.

Geomorphologische Einflüsse

Die Einsenkung in der Küstenzone führte zur Bildung von Rías (Flussmündungen).

Hervorgehobene galicische Flüsse

  • Miño: Ist etwa 350 km lang. Er entspringt in den Provinzen Lugo und Ourense. Er empfängt den Sil, seinen größten Nebenfluss, und mündet schließlich bei La Guardia an der Grenze zu Portugal.
  • Tambre: Mündet in die Ría de Muros y Noia.
  • Ulla: Endet in der Ría de Arousa.

Duero-Becken (Cuenca del Duero)

Länge und Verlauf

Der Douro (Duero) ist mit ca. 900 km der drittlängste Fluss der Iberischen Halbinsel. Er entspringt in den Picos de Urbión und bildet bei Porto eine bedeutende Mündung.

Regime und Besonderheiten

Sein Oberlauf ist schneebedeckt, der mittlere Abschnitt ist pluvio-nival (Regen- und Schneeeinfluss) mit geringen Niederschlägen.

Arribes del Duero

In den Provinzen Zamora und Salamanca durchfließt er die Arribes del Duero, wo er durch Stauseen zur Wasserkraftnutzung reguliert wird.

Einzugsgebiet und Nebenflüsse

Das Duero-Becken umfasst über 100.000 km², wovon ca. 80.000 km² zu Spanien gehören.

Wichtige Nebenflüsse:
  • Rechtes Ufer (bringen den Großteil des Wassers): Pisuerga und Esla.
  • Linkes Ufer: Tormes.

Tajo-Becken (Cuenca del Tajo)

Längster Fluss der Halbinsel

Der Tejo ist mit ca. 1200 km der längste Fluss der Halbinsel. Er entspringt in der Sierra de Albarracín und mündet in Lissabon in den Ribatejo, die größte Mündung der gesamten Halbinsel.

Regime und Einzugsgebiet

Im Oberlauf weist der Fluss ein pluviales Regime auf (hauptsächlich Regenwasser). Sein Einzugsgebiet umfasst etwa 80.000 km², wovon ca. 56.000 km² in Spanien liegen.

Erosionsmerkmale

Wie der Name andeutet, durchläuft er erhebliche Einschnitte (steile Ufer).

Regulierung und Nebenflüsse
  • Wichtige Nebenflüsse (rechts): Jarama, Manzanares und Henares.
  • Wasserkraft: Wichtige Wasserkraftprojekte (Staudämme in der Extremadura geplant).
  • Regulierung: Stark reguliert durch den Tajo-Segura-Transfer.

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