Forensische Analyse von Stichwunden und Strangulation
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Forensische Analyse von Stichwunden
7. Analyse von Stichwunden:
Bei der Analyse von Stichwunden sind folgende Aspekte zu berücksichtigen:
- Form der Waffe: Alle Kanten der Wunde werden auf Verletzungen untersucht, um das Tatwerkzeug zu identifizieren. Bei mehreren Verletzungen steigen die Chancen, die Form des Instruments zu bestimmen.
- Länge der Waffe: Die Länge wird anhand der Tiefe der Wunde bestimmt. In seltenen Fällen kann die Tiefe der Wunde größer sein als die Länge der Waffe.
- Anzahl der Waffen: Wenn das Opfer mehrere Wunden aufweist, können Größe und Form der Wunden Hinweise auf die Anzahl der verwendeten Waffen geben.
- Reihenfolge der Wunden: Tödliche Wunden werden oft zuletzt zugefügt. Wenn in einer Wunde Vitalfunktionen fehlen, erfolgte die Reaktion nach dem Tod.
- Position von Angreifer und Opfer: Die Rekonstruktion der Positionen zum Zeitpunkt der Verletzung ist schwierig, aber wichtig, um die Glaubwürdigkeit der Aussagen von Angeklagten und Opfern zu überprüfen.
- Gewalt des Angriffs: Die Tiefe der Wunde und die Beschaffenheit des betroffenen Gebiets geben Aufschluss über die angewendete Gewalt. Die anatomische Tiefe der Wunde muss in Bezug zur Schärfe der Waffe gesetzt werden. Scharfe Waffen verursachen tiefere Wunden mit weniger Gewaltaufwand.
Forensische Analyse von Strangulation
5.A Strangulation (Ahorcadura):
Tod durch Verengung des Halses, verursacht durch eine Schlinge, die an einem Punkt befestigt ist und durch das eigene Körpergewicht des Körpers angezogen wird.
Arten der Strangulation
- Vollständig: Der Körper schwebt vollständig in der Luft.
- Unvollständig: Der Körper hat mehr oder weniger ausgedehnten Kontakt mit einem Dreh- und Angelpunkt.
- Symmetrisch: Knoten in der Mittellinie in einer submentalen Position oder im Nacken (typische Strangulation).
- Asymmetrisch: Knoten befindet sich hinter dem Winkel des Unterkiefers.
Die Schlinge kann hart oder weich sein. Der Verschluss der Schlinge kann durch einen Knoten erfolgen, sowohl fest als auch verschiebbar.
Histopathologie und Innere Verletzungen
Äußere und innere Verletzungen können in zervikalen und extrazervikalen Nackenverletzungen auftreten.
Äußere Verletzungen
Die grundlegende Veränderung im Hals ist die Furche. Merkmale:
- Richtung: Schräg nach oben in Richtung des Knotens.
- Tiefe: Variabel, in der Regel stärker im Bereich gegenüber dem Knoten.
- Kontinuität: Unterbrochen am Knoten.
- Situation: In der Regel über dem Schildknorpel.
- Aussehen Hintergrund: Fast immer trocken.
Das Gesicht des Gehängten kann überlastet sein oder nicht, je nach Grad und Art der Durchblutungsstörungen. Bei symmetrischer Strangulation ist das Gesicht blass. Die Zunge kann nach außen projizieren und eine dunkle Färbung aufweisen. Kadaverflecken befinden sich in den distalen Teilen der Gliedmaßen.
Innere Verletzungen
Die interne Überprüfung durch Neck Dissection zeigt interne Läsionen der Zervix:
- Kondensation des subkutanen Gewebes der Furche (Linea Argentina).
- Infiltration von Muskel- und Netzkabelblutungen (Zeichen von Martin).
- Risse der engen Gefäße, vor allem in den Halsschlagadern (Zeichen von Amusat) und der Vena jugularis interna (Zeichen von Otto).
- Rupturen der größeren Hörner des Zungenbeins.