Formen der Pflanzenernährung: Symbiose, Parasitismus & Karnivoren

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Andere Formen der Pflanzenernährung

Symbiose und Parasitismus: Definitionen

Symbiose und Parasitismus sind Formen der Beziehung oder Lebensgemeinschaft zwischen Individuen verschiedener Arten.

  • Wenn beide Spezies von diesem Verhältnis profitieren, spricht man von Symbiose (zumindest für eine gewisse Zeit).
  • Führt die Beziehung zu einer Beeinträchtigung des Wirts, wird dies als Parasitismus bezeichnet.

Symbiotische Pflanzen

Zwei wichtige Beispiele für symbiotische Beziehungen:

  1. Rhizobien (Knöllchenbakterien)

    Rhizobien bilden eine Symbiose mit Leguminosen (Hülsenfrüchtlern). Die Bakterien leben im Boden, heften sich an die Wurzeln der Leguminosen und dringen in den zentralen Teil der Pflanze ein. Hier teilen sich die Bakterien aktiv und dringen in die Zellen ein. Diese Bakterien fixieren Stickstoff aus der Luft, den die Pflanze für die Synthese organischer Verbindungen benötigt.

  2. Mykorrhiza (Pilzwurzel)

    Mykorrhiza sind Vereinigungen eines Pilzes mit den Wurzeln von Landpflanzen. Der Pilz übernimmt die Rolle der Wurzelhaare, indem er Wasser und Mineralstoffe aufnimmt und der Pflanze zur Verfügung stellt.

Fleischfressende Pflanzen (Karnivoren)

Fleischfressende Pflanzen sind autotroph und führen die Synthese organischer Verbindungen selbst durch. Sie sind jedoch in der Lage, Nährstoffe (insbesondere Stickstoff) über die Oberfläche ihrer Blätter aufzunehmen.

Diese Pflanzen sind typisch für saure Böden. Die Bodensäure verhindert das Wachstum nitrifizierender und zersetzender Bakterien, wodurch Stickstoff im Boden Mangelware ist. Tiere (Insekten) sind aufgrund ihres Proteingehalts eine gute Stickstoffquelle für diese Pflanzen.

Die Blätter der Karnivoren sind so verändert, dass sie Beute fangen können. Auf der Oberfläche befinden sich:

  • Drüsen, die Nektar absondern, um Insekten anzulocken.
  • Drüsen mit Verdauungsenzymen, um die gefangene Beute zu verdauen.

Parasitische Pflanzen

Parasitische Pflanzen leben auf anderen Pflanzen (Wirten) und verursachen dort wichtige Veränderungen. Sie werden nach den Substanzen gruppiert, die sie dem Wirt entziehen:

  1. Holoparasiten

    Holoparasiten betreiben keine Photosynthese und absorbieren alle Nährstoffe (organische und anorganische) aus dem Saft des Wirts. Beispiel: Die Sommerwurz (Orobanche).

  2. Hemiparasiten

    Hemiparasiten besitzen Chlorophyll in ihren Geweben und können Photosynthese durchführen. Diese Pflanzen absorbieren nur Wasser und Mineralien vom Wirt, die sie für die Photosynthese benötigen. Beispiel: Die Mistel.

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