Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Ökologie: Grundlagen und Konzepte

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Forstwirtschaft und Landwirtschaft: Grundlagen

Die Forstwirtschaft befasst sich mit dem Anbau und der Nutzung von Wäldern oder Bergen. Sie ist eine Form der extensiven Landwirtschaft, die große landwirtschaftliche Flächen mit geringem Kapitaleinsatz und reduzierter Mechanisierung bewirtschaftet. Sie findet sich typischerweise in dünn besiedelten Gebieten auf großen Parzellen.

Extensive vs. Intensive Landwirtschaft

Die extensive Landwirtschaft zeichnet sich durch relativ geringe Erträge pro Hektar aus, ist aber oft durch große Flächen gekennzeichnet (z.B. Weizenfelder in Argentinien, USA, Kanada). Im Gegensatz dazu ist die intensive Landwirtschaft ein System, das intensive Produktionsmittel einsetzt, sei es durch hohen Kapitaleinsatz oder intensiven Arbeitseinsatz. Große landwirtschaftliche Betriebe (über 100 ha) praktizieren oft extensive Landwirtschaft, während Kleinbetriebe (unter 10 ha) häufiger intensive Methoden anwenden.

Nachhaltige Landwirtschaft und Anbausysteme

Eine nachhaltige Landwirtschaft nutzt umweltfreundliche Praktiken, die natürlichen Ressourcen Rechnung tragen und den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden vermeiden, um Bodenverschmutzung zu verhindern.

Fruchtfolge und Monokultur

  • Fruchtfolge: Ein Anbausystem, das auf demselben Feld eine Abfolge verschiedener Kulturen sowie Bracheperioden vorsieht, um die Erschöpfung des Bodens zu vermeiden.
  • Brache: Ein Feld, das für eine oder mehrere Vegetationsperioden nicht bepflanzt wird, um organische Substanz und Feuchtigkeit zu speichern.
  • Monokultur: Die Spezialisierung auf den Anbau einer einzigen Kulturart auf einem Feld, was hohe Erträge sichert.
  • Polykultur: Die Zucht verschiedener Produkte auf demselben Gebiet. Die Kulturen können sich ergänzen, wie es oft im Gartenbau der Fall ist.

Weitere landwirtschaftliche Begriffe

  • Gülle: Ein flüssiges Produkt von Betrieben, das durch die Mischung von festen und flüssigen Ausscheidungen sowie Einstreu entsteht. Es hat einen Wassergehalt von über 85 Gew.%.

Wirtschaftliche und Geografische Konzepte

Offshoring und Phytoplankton

Offshoring bezeichnet die Verlagerung von Arbeitsplätzen durch Unternehmen, meist multinational, aus Industrieländern in Länder mit niedrigeren Kosten (oft als Dritte Welt bezeichnet).

Phytoplankton: Ansammlung von lebenden Organismen in Meeren und Flussmündungen. Plankton ist Teil einer Mündung.

Geografische Merkmale von Gewässern

Die Mündung ist der breiteste und tiefste Teil eines Flussdeltas, der sich zur offenen See oder zum Meer hin öffnet. Sie ist oft trichterförmig und weist an den Seiten Strände auf, die das Wachstum bestimmter Pflanzenarten ermöglichen.

Festlandsockel und Buchten

Der Festlandsockel ist der Meeresgrund in Küstennähe, bis zu einer Tiefe von etwa 200 Metern.

Eine Bucht ist ein erheblicher Einlass des Meeres in die Küste, ähnlich einem Golf. Größere Buchten werden als Meeresbuchten bezeichnet, während engere als Fjorde bekannt sind. Eine Halbinsel oder ein Kap, das ins Wasser ragt, wird als Landzunge bezeichnet. Eine Bucht ist eine vom Land umschlossene Wasseröffnung, die nur eine Verbindung zum offenen Meer hat. Sie entsteht oft durch die Bewegung kleiner Landzungen ins Meer.

Eine Halbinsel ist ein von Wasser umgebenes Landstück, das nur durch einen schmalen Landstreifen mit einem größeren Gebiet verbunden ist.

Fischerei und Aquakultur

Fischereierzeugnisse beziehen sich auf die Fänge in Gewässern. Die Fischerei umfasst eine Reihe von Techniken und Tätigkeiten, mit denen der Mensch Wasserlebewesen aus Flüssen, Seen und dem Meer fängt.

Aquakultur ist die Reihe von Aktivitäten, Techniken und Kenntnissen zur Zucht von Pflanzen und Tieren im Wasser. Sie ist ein wichtiger Wirtschaftszweig für die Lebensmittel-, Rohstoff- und Pharmaindustrie. Fischzuchtanlagen dienen der Aufzucht von Speisefischen. Der Hauptvorteil der Aquakultur ist die Verringerung der Fangmenge aus dem Meer und den Flüssen sowie die Vermeidung von Schäden durch Fangmethoden wie die Grundschleppnetzfischerei.

Tourismus und Umwelt

Verbotszeit: Zeiträume, in denen die Jagd oder Fischerei untersagt ist.

Reisen: Fahrten von Personen zu Orten außerhalb ihrer gewohnten Umgebung für weniger als ein Jahr, zum Zweck der Erholung, Geschäftsreisen oder anderer Gründe.

Große Reiseveranstalter: Reisebüros, die Pauschalreisen für eine große Kundenzahl zusammenstellen und diese im Voraus verkaufen, oft bevor die tatsächliche Nachfrage feststeht.

Überbuchung: Die Reservierung einer größeren Anzahl von Plätzen in Hotels, als tatsächlich verfügbar sind.

Ländlicher Tourismus: Bezieht sich auf die Umwandlung großer landwirtschaftlicher Flächen zur Nutzung für Erholung und Freizeit.

Umweltverschmutzung (Grün): Die fortschreitende Verschlechterung, die durch den kontinuierlichen oder sporadischen Eintrag von Schadstoffen in ein Ökosystem entsteht.

Nachhaltigkeitsinitiativen

Agenda 21: Ein Programm zur globalen Nachhaltigkeitsentwicklung, das 1992 auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro von 173 Regierungen verabschiedet wurde. Es umfasst wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte sowie den Umweltschutz. Kapitel 28 fordert die Kommunen auf, ihre eigenen lokalen Agenden 21 zu entwickeln.

Kyoto-Protokoll zum Klimawandel: Ein internationales Abkommen, das darauf abzielt, die weltweiten Emissionen von Treibhausgasen, die die globale Erwärmung verursachen, zu reduzieren.

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