Die Franco-Diktatur in Spanien: Grundlagen und Entwicklung
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Nach dem Sieg im Spanischen Bürgerkrieg und der Errichtung des autoritären Regimes durch Franco unterscheidet man zwei wichtige Etappen, die durch das Triennium 1956–1959 getrennt sind. Zuvor war Spanien in der Vergangenheit verankert, und das politische Regime besaß einen härteren Charakter. Nach diesem Zeitraum wurde die Basis für die wirtschaftliche Entwicklung in den sechziger Jahren geschaffen. Außerhalb der Franco-Diktatur verstärkte die Opposition, insbesondere die PCE, ihre Tätigkeit, ebenso wie Parteien wie die PSOE und deren Protagonisten.
Ideologische Grundlagen und politische Entwicklung
Die sozialen und politischen Grundlagen
Von 1939 bis 1975 lebte Spanien unter einem autoritären Regime, einer persönlichen Diktatur von General Franco, die die spanische Gesellschaft fest im Griff hielt. Franco stützte sich auf verschiedene soziale Sektoren. Dabei sollte man zwischen den Institutionen und den „Familien“ differenzieren.
Die Institutionen des Regimes
- Die Armee: Sie war der letzte Verteidiger des Regimes. Die meisten Ideologien wurden mit dem Sieg Francos im Jahre 1939 geteilt: Antikommunismus, die Ablehnung des Separatismus und Härte in Fragen der öffentlichen Ordnung.
- Die Phalanx: Sie plädierte für eine Synthese aus traditionellem Patriotismus und faschistischem Autoritarismus. Mit dem Vereinigungsdekret von 1937 übernahm Franco die Phalange-Partei und gliederte sie in die „Nationale Bewegung“ ein.
- Die katholische Kirche: Sie vertrat das legitimierende Element des Franco-Regimes und wurde zum Sender der Ideologie des Regimes. Es bestand ein enges Bündnis zwischen der Kirche und dem neuen Staat; die Bischöfe waren an Institutionen beteiligt, und der Papst erhielt eine Vorschlagsliste für die Wahl der Bischöfe jeder Diözese.
Die „Familien“ des Regimes
Die Monarchisten waren in Donuanisten und Karlisten unterteilt. Letztere bildeten den konservativen katholischen Traditionalismus, den der Karlismus stets verteidigt hatte. Unterstützer von Don Juan unterstützten das Regime zunächst, distanzierten sich dann aber später davon, um die konstitutionelle Monarchie nicht zu gefährden. Einige dieser Monarchisten befürworteten die Lösung einer „Franco-Monarchie“, die durch den jungen Juan Carlos verkörpert werden sollte.