Das Franco-Regime (1939–1959): Ideologie, Gesetze & Repression

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Das Franco-Regime (1939–1959): Grundlagen und Merkmale

A. Ideologische und soziale Fundamente

1. Politische und ideologische Merkmale

Ähnlichkeiten mit dem Faschismus:
  • Einheitspartei: Nur die FET de las JONS.
  • Einheitsgewerkschaft: Vertikale Organisation (korporatistisch, inspiriert vom italienischen Modell), vorgeschrieben für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
  • Militarismus: Das Militär als Garant der Ordnung und Muster von Werten. Kriegszustand bis nach 1948 und per Dekret zu verschiedenen Anlässen.
  • Medienkontrolle: Kontrolle über Presse und Rundfunk (Teil der Bewegung).
  • Massenbewegung: Erhöhung des Führers, äußere Zeichen des Totalitarismus.
  • Antikommunismus.
Unterschiede und Besonderheiten:
  1. Militärdiktatur: Basierend auf dem Sieg im Bürgerkrieg.
  2. Unterstützung der katholischen Kirche (Nationalkatholizismus): Franco als Führer „durch die Gnade Gottes“, unter einem Baldachin. Einheit der universalen Bestimmung Spaniens als Garant christlich-abendländischer Werte. Religiöse Symbole, ausschließlich kirchliche Eheschließung, Zensur, Vertretung im Gerichtshof und bei den Vereinten Nationen. (Das Privileg der Bischofspräsentation verzögerte das Konkordat).
  3. Reaktion auf die Republik: Streik wurde als Verrat betrachtet und unter Militärgerichtsbarkeit gestellt.

2. Soziale Grundlagen: Die Stützen des Regimes

  • Die Armee
  • Die Falange (Phalanx)
  • Die katholische Kirche
  • Großgrundbesitzer, Industrielle und Bankiers.

Einfluss der internationalen Lage

A. Während des Zweiten Weltkrieges (1939–1945)

Versuche, sich der Welle anzupassen und Sympathie für den Fortschritt der militärischen Operationen zu zeigen:

  • 1939–1940: Neutralität und gute Beziehungen zur Achse.
  • 1940–1943: Nichteintritt in den Krieg (angesichts der faschistischen Siege). Treffen Franco-Hitler in Hendaye (Hitler erfüllte Francos Forderungen nicht). Entsendung der Blauen Division an die Ostfront (UdSSR, Leningrad).
  • 1943–1945: Rückkehr zur wachsamen Neutralität, Abzug der Blauen Division.

B. Nach dem Zweiten Weltkrieg (1946–1953)

  • 1946–1950: Verurteilung durch die Vereinten Nationen und internationale Blockade des Franco-Regimes (wegen der Unterstützung der Achse Berlin-Rom). Abzug der Botschafter.
  • 1950–1953: Allmählicher Zusammenbruch der internationalen Isolation, bedingt durch den Kalten Krieg und den Koreakrieg (Anti-Kommunismus als Bestätigung).

Wichtige Abkommen zur Beendigung der Isolation:

  • Konkordat mit dem Vatikan (1953).
  • Spanisch-amerikanische Vereinbarungen (1953): Hilfen im Austausch gegen Militärstützpunkte. (Thematisiert im Film Willkommen, Mr. Marshall von Bardem und Berlanga).

Textquelle: UN-Resolution 1946.

Institutionalisierung und Repression

A. Die Grundgesetze Francos ("Konstitutionalismus")

  1. Fuero del Trabajo (Arbeitsstatut, 1938): Inspiriert von der Carta di Lavoro und der einzigartigen vertikalen Gewerkschaft.
  2. Gründungsakte der Cortes (1942): Reaktion auf den Vormarsch der Alliierten im Zweiten Weltkrieg.
    • Einkammerparlament (Cortes) der Prokuratoren (von Amts wegen gewählt und direkt von Franco ernannt).
    • Gestaltung von Gesetzen, die von Franco sanktioniert werden mussten.
  3. Fuero de los Españoles (Spanisches Statut, 1945): Nach dem Sieg der Alliierten. Angeblich eine „Bill of Rights“, die per Dekret ausgesetzt werden konnte.
  4. Gesetz über das Referendum (1945): Direkte Befragung der über 25-Jährigen. (Das Referendum wurde für das Erbfolgegesetz und das Organisationsgesetz genutzt; organisiert von Fraga; Verbot von begangenen Handlungen).
  5. Erbfolgegesetz als Staatsoberhaupt (1947): Spanien wird zum Königreich erklärt, mit einem Regenten auf Lebenszeit, der einen Nachfolger ernennen sollte.
  6. Grundsätze der Nationalen Bewegung (1958): Ohne direkten Bezug zur Falange (die Opposition wuchs in der Regierung).
  7. Organisationsgesetz des Staates (1966): Organische Demokratie, basierend auf drei Säulen: Gewerkschaften, Gemeinden und Familien.

Textquelle: Das Gesetz der Grundsätze.

B. Repression und Exil

  • Kriegszustand bis 1948.
  • Rund 300.000 politische Gefangene, Konzentrations- und Arbeitslager (z. B. das Tal der Gefallenen, öffentliche Bauprojekte).

Das Exil der Besiegten:

  • Ziele: Frankreich, Mexiko, etc.
  • Teilnahme: Beteiligung am Zweiten Weltkrieg (im französischen Widerstand).
  • Folgen: Geringe wissenschaftliche und humanistische Produktion in Spanien.

Opposition gegen das Regime:

  • Republikaner:
    • Aufrechterhaltung der republikanischen Institutionen im Exil.
    • Reorganisation (z. B. Spanische Junta de Liberación).
    • Bewaffneter Kampf (Maquis).
  • Monarchisten: Juan de Borbón.

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