Francos Diktatur: Autarkie, Isolation und der Kalte Krieg

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Bühne der Isolation und Autarkie

4. Sachkosten des Krieges waren wichtig, aber nicht entscheidend.

Die Verzögerung bei der Erholung des Wirtschaftswachstums wurde durch politische Intervention, Autarkie und Isolierung der Diktatur verursacht.

Im Jahr 1939 startete die Diktatur ein Programm der wirtschaftlichen Autarkie in Reaktion auf wirtschaftliche Faktoren, ideologische und politische Kontinuität. Es gab zwei unterschiedliche Perioden: eine Phase völliger Autarkie und den schrittweisen Abbau dieser Politik.

Die Ergebnisse waren negativ:

  • Landwirtschaft: Die Produktion nahm ab. Der Staat betrachtete die Anstiege der Häuserpreise für landwirtschaftliche Produzenten als unzureichend. Ein Teil der Produktion wurde auf den Schwarzmarkt umgeleitet, wodurch der Schwarzmarkt weit verbreitet wurde.
  • Industrieller Sektor: Es wurde die Gründung vieler Staatsbetriebe gefördert.
  • Außenhandel: Es entwickelte sich ein System von Einfuhr- und Ausfuhrkontrollen, was zur Korrosion führte und das Phänomen des Schwarzmarktes generierte.

5. Entwicklung der Außenpolitik Francos

Die Entwicklung der Außenpolitik Francos ist der Beweis für ihre ideologische Inkonsistenz und die pragmatische Natur ihrer Entscheidungen, gekennzeichnet durch die Selbsterhaltung der Macht über bestimmte Werte oder das politische Modell.

Die spanische Position zum Konflikt wurde durch folgende Entwicklungen konditioniert:

Beginn des Krieges und anfängliche Haltung

  • Zu Beginn des Krieges vertrat der Außenminister eine neutrale Haltung, doch offiziell orientierte sich Spanien an der faschistischen Seite, was durch den Abschluss eines Freundschaftsvertrages zwischen Deutschland und Spanien belegt wird.
  • Im Umfeld Francos befürworteten Persönlichkeiten offen eine Beteiligung am Krieg. Spanien nahm eine „Kein Krieg“-Haltung ein, in Erwartung, dass das Kräftegleichgewicht Hitler und Mussolini zur Intervention bewegen würde.

Nachkriegszeit und internationale Isolation

  • Neue Neutralitätserklärung: Nach dem Krieg schien der Faschismus seine Tage gezählt zu haben. Im Jahr 1945 wurde auf der Potsdamer Konferenz die Absicht erklärt, Spanien nicht in die UNO aufzunehmen.

Die Diktatur fühlte sich international überwältigt:

  • Offizielle Ablehnung der Legitimität der Regierung.
  • Resolution zur Verurteilung der Franco-Diktatur.
  • Frankreich schloss die Grenze.
  • Blockade.

Franco startete eine Propagandakampagne zur Verherrlichung des Nationalismus und zum Widerstand gegen eine angebliche Verschwörung von Kommunismus und Freimaurerei. Diese gipfelte in einer Massendemonstration, mit der versucht wurde, die massive Unterstützung für den spanischen Diktator zu zeigen.

Rettung durch den Kalten Krieg

Die Franco-Diktatur wurde durch den Kalten Krieg gerettet. Im Jahr 1950 hob die UNO die Empfehlungen zur Isolation auf, was die externe Standardisierung und die Eingliederung des Landes in die internationale Gemeinschaft bedeutete:

  • Erneuerung des Konkordats mit dem Vatikan.
  • Unterzeichnung von Abkommen zwischen den USA und Spanien.
  • Beitritt Spaniens zur UNO.

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