Die Französische Revolution und die Deutsche Einigung

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Die Französische Revolution: Ursachen und Verlauf

Ursachen: Die Verbreitung aufgeklärter Ideen (Freiheit, Gleichheit, nationale Souveränität etc.). Das Bürgertum (Bourgeoisie) forderte das Ende des Absolutismus sowie der Privilegien von Adel und Geistlichkeit.

Weitere Ursachen: Aufeinanderfolgende Missernten und Hungersnöte, der britische industrielle Wettbewerb, der hohe Steuerdruck sowie die Unzufriedenheit von Landwirten, Kaufleuten und Handwerkern.

Die Generalstände von 1789

Allgemein bekannt als die Generalstände: Eine Versammlung von Vertretern der verschiedenen sozialen Stände.

  • 1. Stand: Kirche (Klerus), 291 Vertreter
  • 2. Stand: Adel, 270 Vertreter
  • 3. Stand: Dritter Stand (Städte bzw. faktisch das Bürgertum), 578 Vertreter

Bedeutung der Generalstände

Wie wichtig war die Ankündigung und Eröffnung der Generalstände im Mai 1789? Sie bot zum ersten Mal seit vielen Jahren die Gelegenheit für das aufgeklärte Bürgertum, sich zu organisieren, was schließlich zum Ausbruch der Französischen Revolution führte.

Beginn der Revolution

  • Die Vertreter des Volkes riefen am 16. Juni 1789 die Nationalversammlung aus.
  • Sie leisteten das Versprechen, sich nicht zu trennen, bis eine Verfassung entwickelt wurde, die Freiheit und Gleichheit garantiert.
  • Die Revolution siegte: Der König und der Adel waren gezwungen, die neue politische Situation zu akzeptieren.

Höhepunkte der deutschen Einigung (1834–1871)

  • 1834: Gründung des Zollvereins (Zollunion) zwischen den deutschen Staaten unter der Führung Preußens.
  • 1864: Krieg der Herzogtümer Schleswig und Holstein gegen Dänemark.
  • 1866: Preußischer Krieg gegen Österreich mit preußischem Sieg.
  • 1870–1871: Deutsch-Französischer Krieg. Preußischer Sieg, Annexion von Elsass und Lothringen sowie Abschluss des Einigungsprozesses.

Wichtigste Errungenschaften der Revolution

  • Abschaffung der Privilegien des Adels und der Kirche.
  • Erklärung der Menschenrechte.
  • Errichtung einer Verfassung.
  • Schaffung eines neuen bürgerlichen Gesetzbuches und einer unabhängigen Justiz.
  • Etablierung eines freien Marktes.

Agrarrevolution und Bevölkerungswachstum

Das Bevölkerungswachstum führte dazu, dass die Preise für landwirtschaftliche Produkte stiegen, was die Eigentümer dazu veranlasste, die Produktion zu verbessern. Diese Verbesserungen wurden erreicht durch:

  • Land in Privatbesitz ohne feudale Grenzen.
  • Generalisierung der Fruchtfolge (Norfolk-System).
  • Mechanisierung der landwirtschaftlichen Aufgaben.
  • Einführung neuer Nutzpflanzen wie Kartoffeln und Mais.
  • Zunehmende Bedeutung von Viehzucht und Ackerbau sowie deren stärkere Verknüpfung.

Wirtschaftliche Organisationsformen

  • Kartell: Vereinbarungen zwischen verschiedenen Unternehmen über Preise und Produktion.
  • Trust: Zusammenschluss von Unternehmen eines Sektors.
  • Holding: Unternehmensgruppe mit Kontrolle über verschiedene Firmen und Banken.
  • Monopol: Ein Unternehmen, das ein Produkt exklusiv verkauft.

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