Französische Revolution, Wiener Kongress und die Ära des Liberalismus

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Die Französische Revolution: Ursachen und Ausbruch 1789

Im Jahr 1789 litt Frankreich unter einer schweren sozialen und wirtschaftlichen Krise. Die Preise stiegen aufgrund schlechter Ernten. Die Bourgeoisie war politisch marginalisiert, da nur die privilegierten Stände (Klerus und Adel) politische Rechte besaßen. Die Bourgeoisie strebte danach, das Ancien Régime zu beenden. Hinzu kam eine massive Finanzkrise, verursacht durch hohe Staatsausgaben und die Kosten des Hofes. Die Lösung bestand darin, eine neue Steuer einzuführen, die auch die Aristokratie zur Zahlung von Abgaben zwingen sollte.

Die Französische Revolution begann, als sich der Adel weigerte, Steuern zu zahlen, und stattdessen die Einberufung der Generalstände forderte.

Die Generalstände wurden im Mai 1789 eröffnet, damit die Mitglieder über die Reformen abstimmen konnten.

Die Vertreter des Dritten Standes verlangten doppelte Vertretung, gemeinsame Beratung und Abstimmung pro Kopf. Auf dem Spiel stand die nationale Souveränität.

Der König und der Adel akzeptierten lediglich die doppelte Vertretung. Daraufhin konstituierte sich der Dritte Stand zur Nationalversammlung und verpflichtete sich, eine Verfassung auszuarbeiten, die den Willen der Mehrheit der Franzosen widerspiegelte.

Das Volk von Paris stürmte die Festung der Bastille. Sie griffen zu den Waffen und verteidigten den revolutionären Prozess. Auf dem Land kam es zu einem antiseigneurialen Aufruhr (der Grande Peur), bei dem Dokumente vernichtet und Adelspaläste angegriffen wurden.

Angesichts dieser Ereignisse beschloss die Versammlung am 4. August die Abschaffung der feudalen Privilegien und veröffentlichte die Erklärung der Rechte des Menschen und des Bürgers.

Restauration, Liberalismus und Nationalismus (1814–1848)

Die Siegermächte über Napoleon versammelten sich zwischen 1814 und 1815 auf dem Wiener Kongress, um die absolute Monarchie wiederherzustellen.

Die Karte Europas wurde neu gezeichnet. Frankreich erhielt seine Grenzen von 1792 zurück, und das ehemalige napoleonische Kaiserreich wurde unter den Siegern aufgeteilt.

Die Heilige Allianz (1815) war ein Vertrag zwischen europäischen Monarchen, der ihnen das Recht gab, militärisch zu intervenieren, falls eine liberale Revolution die bestehende Ordnung bedrohte.

Die Rückkehr des Ancien Régime und die fortbestehenden Ideen der Französischen Revolution von 1789 führten dazu, dass Liberalismus und Nationalismus zu den zwei entgegengesetzten Kräften der Restauration wurden.

Der Liberalismus

Der Liberalismus ist ein politisches System, das auf der individuellen Gesellschaft basiert. Das Individuum ist ein Bürger, und die Gesamtheit der Bürger bildet die Nation, welche die Souveränität besitzt. Zu seinen Kernprinzipien gehören:

  • Beschlüsse werden vom Parlament in einer öffentlichen Versammlung getroffen.
  • Er unterstützt die Gewaltenteilung, um Absolutismus zu verhindern.
  • Das Recht auf Eigentum gilt als eine der Grundfreiheiten.

Der Nationalismus

Der Nationalismus ist eine Ideologie, in der das Volk das Recht hat, über sich selbst zu entscheiden und seine Souveränität zu verteidigen.

Im gesamten 19. Jahrhundert kämpfte der Nationalismus für ein Europa der freien Völker und gegen den Absolutismus. Nationalisten strebten danach, die Mitglieder einer nationalen Gemeinschaft innerhalb derselben Staatsgrenzen zu vereinen.

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