Fräsarbeiten: Verfahren, Einstellen und Wartung
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Fräsarbeiten: Übersicht
Geplante Fräsarbeiten: Dies ist die häufigste Operation; hierbei werden ebene Flächen an einem Werkstück bearbeitet. Man kann dies durch mehrere Verfahren erreichen:
- Planfräsen: Mit einem Planfräser (z. B. Tellerfräser) oder einem konischen/fräsendem Schaft, um ebene Flächen zu erzeugen.
- Tangentialfräsen: Mit einem tangential angestellten Fräser, um einen Schnitt in das Werkstück zu führen.
- Gegenlauf (konventionelles Fräsen): Der Fräser dreht sich entgegen der Vorschubrichtung des Werkstücks.
- Gleichlauf (Climbfräsen): Die Vorschubrichtung des Werkstücks ist gleich der Drehrichtung des Fräsers. Die bearbeitete Oberfläche wirkt nicht flach, sondern zeigt typischerweise eine Reihe von Wellen oder Spuren, abhängig von Schnittbedingungen und Werkzeug.
Nuten und Schlitze
Stoßen / Nuten: Hierbei werden Nuten oder Schlitze in Werkstücke gefräst. Es gibt verschiedene Ausführungen und Werkzeugtypen:
- Offene Steckplätze (RA): Gefräst mit Schlitten- bzw. Nutenfräsern mit 1 oder 3 Schneiden.
- Schräge Nuten: Werden mit eckigen oder schräg geschliffenen Fräsern hergestellt.
- T-Nuten: Gefräste T-Nuten werden mit speziellen T-Nutfräsern erzeugt; häufig wird zuerst ein zentraler Schlitz für die Welle geschnitten und danach der T-förmige Kopf gefräst.
- Keilnuten: Nuten mit keilförmigem Querschnitt, die z. B. für Keilwellen vorgesehen sind.
- Offen: Mit Fräsern, die aus 1 oder 3 Teilen bestehen.
- Geschlossen: Mit Fräsern, die aus 2 Teilen gearbeitet werden.
- T-Beschnitt: Ein Schlitz, der entwickelt wurde, um ein Teil aus einem Balken zu schneiden, um das gewünschte Profil zu erhalten. Dabei werden sägende und fräsende Bewegungen verwendet.
Profil- und Formfräsen
Profiling: Für Teile oder Bereiche eines Werkstücks mit spezifischen Profilen, üblicherweise gekrümmte oder gebrochene Konturen (kurvilineare Profile). Dabei verwendet man oft eine Kombination von Werkzeugbewegungen, genannt Zugfräsen oder Formfräsen. Wenn Profile gebogen sind, werden entsprechende Formfräser eingesetzt.
Gravur und Verzahnungen
Gravur (Carving): Bezieht sich auf die Bearbeitung von Verzahnungen oder spezifischen Profilen. Dabei kommen konstant profilierte Zahnfräser zum Einsatz; die Fräser sind in der Regel nach Modul beziehungsweise Profil standardisiert.
Bohren auf der Fräsmaschine
Bohren: Diese Operation wird auf der Fräsmaschine durchgeführt, wenn präzise Löcher benötigt werden, die in bestimmtem Abstand zur Kontur oder zu anderen Bohrungen liegen. Auf der Fräsmaschine wird das Bohrwerkzeug durch Rotation und Vorschub bewegt, wobei es durch das Werkstück geschnitten wird.
Einstellen der Fräserposition
Einstellen der Position von Fräsern – Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Positionierung und Anpassung:
- Einstellung durch Prüfverfahren: Die richtige Maßnahme erfolgt mit einer Messuhr (Komparator), um die Bewegung des Tisches beziehungsweise die Positioniergenauigkeit zu überprüfen.
- Einstellung durch Berührung: Ein praktisches Verfahren, bei dem das Werkstück so ausgerichtet wird, bis es beim Drehen des Fräsers kurz die Kontaktstelle berührt. Diese Berührung dient als Ausgangspunkt bzw. Referenzposition.
Prismatische Teile einstellen
Prismatische Teile: Um eine ebene Fläche zu fräsen, stellt man das Werkstück so ein, dass ein Planfräser auf der zu bearbeitenden Fläche ansetzt. Anschließend wird die Nullposition des Vorschubs eingestellt und die Tischhöhe so verändert, dass die gewünschte Schnitttiefe erreicht wird.
Zylindrische Teile einstellen
Zylindrische Teile: Zum Fräsen einer Nut auf der Oberseite eines Zylinders stellt man die Höhe so ein, dass der Fräser beim Anfahren die gewünschte Kontaktstelle erreicht. Nach dem Absetzen des Werkstücks kann zur Bearbeitung entlang der Länge entsprechend weitergefahren werden; die Bewegung entspricht typischerweise dem Radius oder einer vorgegebenen Schnitttiefe.
Teilung und Koordinaten
Teilapparat / Timing-Design: Wird verwendet, wenn der Zylinder auf dem Teilungs- oder Indexierapparat (z. B. an einer Universalfräsmaschine) montiert ist. Das Zentrum des Zylinders wird mit einer Lehre oder Zentrierhilfe ausgerichtet. Nach dem Vorschub und dem Einstellen der Reißnadel um die halbe Breite des Schlitzes wird ein Hub ausgeführt. Durch mehrfaches Drehen des Griffs des Teilapparats (z. B. 20 Umdrehungen) können wiederholende Teilbewegungen erzeugt werden. Der Fräser wird zwischen den Markierungen positioniert und die Berührung durchgeführt.
Koordinaten-Teilung: Nutzen Sie die Genauigkeit der Teilungs- bzw. Vorschubskala unter dem Prinzip, dass jeder Punkt im Raum durch drei Achsen (X, Y, Z) beschrieben wird. So lassen sich präzise Positionen anfahren und mehrfach reproduzieren.
Wartung der Fräsmaschine
- Schmierung: Fetten Sie regelmäßig rotierende Teile und Gleitbahnen der Maschine.
- Sauberkeit: Halten Sie die Gleitflächen und den Tisch sauber. Reinigen Sie den Tisch vor dem Aufspannen von Zubehör und trocknen Sie die Maschine nach Abschluss der Arbeit.
- Späne entfernen: Entfernen Sie Späne mit einem Pinsel, nicht mit bloßen Händen, und halten Sie die Maschine frei von Schmutz.
- Werkzeuge und Teile: Vermeiden Sie plötzliche Stöße des Werkstücks gegen Fräser und fahren Sie nicht mit übermäßigem Spiel. Nutzen Sie keine stark abgenutzten oder beschädigten Fräser und ersetzen Sie diese rechtzeitig.
Arbeitsstandards und Sicherheit
- Wählen Sie die Fräsmaschine entsprechend der auszuführenden Arbeit und stellen Sie sicher, dass Werkstück und Maschine passend dimensioniert sind.
- Achten Sie auf eine bequeme und sichere Arbeitsumgebung; fixieren Sie das Werkstück stets fest.
- Stellen Sie sicher, dass Fräser scharf sind und für das jeweilige Material geeignet sind.
- Sichern Sie Tisch und Spannvorrichtung, damit sie sich während des Fräsens nicht bewegen.
- Stoppen Sie die Maschine vor jeglichen Einstellarbeiten.
- Reinigen Sie Späne mit einem Pinsel und halten Sie den Arbeitsbereich sauber.
Hinweis: Begriffe wie "Fräser" wurden in diesem Text vereinheitlicht und dort eingesetzt, wo im Ausgangstext irrtümlich andere Wörter (z. B. "Erdbeeren" oder "Strawberry") standen. Inhaltliche Aussagen bleiben erhalten; Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck wurden korrigiert und für Lesbarkeit und Suchmaschinenoptimierung (SEO) angepasst.