Freiheitsbegriffe bei Kant, Mill und Nietzsche
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Vergleich der Freiheitsbegriffe: Kant und Mill
Vergleich Kant und Mill: Für John Stuart Mill ist Freiheit der Wunsch nach einer Grenze in derselben Gesellschaft, in der Kultur und Bildung gefördert werden sollen, um Vorurteile abzubauen und Einschränkungen zu beseitigen. Das heißt, die Freiheit bei Mill bedeutet, dass Mitglieder einer Gesellschaft beeinflusst werden können; dies hängt nicht nur vom Individuum ab, sondern von der Gesellschaft selbst oder anderen Faktoren. Währenddessen ist Freiheit für Immanuel Kant nicht nur der bloße Wunsch, sondern man benötigt Gründe, um daran zu glauben. Diese Gründe zu nutzen bedeutet, sich durch Rationalität und Moral selbst zu bestimmen (autodeterminieren). Das heißt, man denkt nach, gibt Gründe an oder handelt, wenn es ein motivierendes Motiv zur Selbstbestimmung gibt. Für Kant bedeutet Freiheit, wenn man nur von sich selbst abhängt und die Gründe nutzt, um frei zu sein.
Kant versus Nietzsche: Wille und Vernunft
Vergleich Kant und Nietzsche: Nietzsches Übermensch kann als ein Wesen mit Freiheit identifiziert werden, weil er tut, was er will, Macht ausübt und keine Argumente oder Gründe für die Ausübung seines Lebens als freies Modell benötigt. Es wird in Betracht gezogen, dass der Übermensch die Kultur eliminiert, da diese Kultur die Freiheit einschränken oder annullieren würde. Im Gegensatz dazu war Freiheit für Kant das Gegenteil: Nicht alle Wünsche ohne Argumente umzusetzen, sondern die Selbstbestimmung (Autodetermination) zu wählen – die Motivation, etwas durch Argumente und Begründungen zu tun. Daher bedeutet Freiheit für Kant, völlig rational und moralisch zu handeln.
Kants Definition von Freiheit und Moral
Freiheit: Kant identifiziert Rationalität mit Moral und Freiheit. Wenn wir eine bestimmte Sache tun, sind wir motiviert, sie zu tun. Der Mensch besitzt zwei Kräfte: Wir sind rational und sinnlich. Die Bestimmung des Willens erfolgt auf zwei Arten:
- Wenn wir fremdbestimmt sind, ist es die Sinnlichkeit, die uns den Anschein der Dinge wählen lässt; somit bestimmt der Anschein der Dinge unseren Willen. Für Kant gibt es hier keine Freiheit, da es keine eigene Entscheidung und keine Rationalität ist.
- Wenn die Vernunft uns bestimmt, bestimmen wir uns selbst.
Dies ist eine analytische Bestimmung, und deshalb bin ich frei, wenn ich mich unter Nutzung der Vernunft selbst bestimme (autodeterminiere). Er sagt, dass es unmöglich ist, sich jetzt sicher zu sein oder festzulegen, was man selbst tun wird. So ist man für Kant nur frei, wenn man vernünftig und moralisch handelt. Kant sagt, dass die Heiligkeit nichts von dieser Welt ist; unausweichlich werden wir nie völlig rational, moralisch oder frei sein, weil wir auch sinnliche Wesen sind, und doch versuchen wir es immer. Dieser Prozess wird durch Bildung erreicht.