Friedrich Nietzsche: Leben, Werk und Perioden
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Friedrich Nietzsche: Leben und Werk
Frühes Leben und Ausbildung
Friedrich Nietzsche wurde in eine Familie mit engen christlichen Bindungen geboren; sein Vater war Pastor. Er erhielt seine Ausbildung an der berühmten Schule Schulpforta. Erste Interessen galten der Musik. Eine Reihe von Krankheiten begann früh und sollte ihn bis zum Lebensende begleiten.
Beruf, Freundschaft mit Wagner und Krankheit
Er begann das Studium der Philologie und lernte später die Philosophie Arthur Schopenhauers kennen, die ihn nachhaltig beeinflussen sollte. Im Alter von 24 Jahren erhielt er eine Professur für klassische Philologie in Basel. Er freundete sich mit Richard Wagner und dessen Musik an; die Freundschaft zerbrach später. Seine gesundheitlichen Probleme zwangen ihn, die Professur aufzugeben, und er lebte fortan als wandernder Reisender, begleitet von seinen Krankheiten.
Inspiration für Zarathustra und Zusammenbruch
An einem Seeufer in der Schweiz erhielt er Inspiration für die Idee der ewigen Wiederkehr und für zentrale Gedanken, die später in Also sprach Zarathustra erscheinen. Später erlitt er einen schweren Zusammenbruch auf einem Platz, wurde in eine Klinik eingeliefert und stand schließlich unter der dauernden Sorge seiner Familie.
Spätere Pflege und Nachlass
Seine physischen und psychischen Leiden führten zu einem endgültigen Zusammenbruch, nach dem er nicht mehr wissenschaftlich wirkte und dauerhaft gepflegt wurde. Sein Briefwechsel und sein Nachlass sind seitdem Gegenstand intensiver Forschung.
Philosophische Perioden und Hauptwerke
Nietzsches Denken lässt sich in mehrere Phasen unterscheiden, die sich in Ton, Themen und Leitfiguren deutlich unterscheiden. Diese Phasen werden oft bildhaft mit Tageszeiten beschrieben.
Romantische Periode und Basler Einflüsse
In der frühen, gelegentlich als romantisch bezeichneten Phase, die mit seiner Basler Zeit zusammenfällt, stehen die Vorsokratiker, Wagner und Schopenhauer im Vordergrund. Nietzsche betrachtete die Kunst als ein Mittel zur Durchdringung der Wirklichkeit. Die Gestalt des Dionysos symbolisiert in dieser Periode eine authentische Lebenshaltung.
Positivistische Periode und Philosophie des Morgens
In der sogenannten positivistischen oder illuministischen Phase, der Philosophie des Morgens, führten frühe Reisen zu einem Bruch mit Wagner und Schopenhauer. Er wurde von der französischen Aufklärung, etwa Voltaire, und vom Positivismus beeinflusst und begann, Metaphysik, Religion und traditionelle Kunst- und Moralvorstellungen kritisch zu sehen. Die Leitfigur dieser Zeit ist der freie Mann. In Werken wie Menschliches, Allzumenschliches prangerte er die Ideale der westlichen Kultur an. Siehe auch Morgenröte und Die fröhliche Wissenschaft.
Philosophie des Mittags: Also sprach Zarathustra
Die Philosophie des Mittags gilt als Höhepunkt seines Schaffens. Hier entstand die bahnbrechende Schrift Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen. In dieser Arbeit erscheint das grundlegende Konzept der ewigen Wiederkehr. Dionysos und Zarathustra werden oft miteinander identifiziert, und die Figur des Übermenschen tritt in den Vordergrund.
Kritische Periode und Abenddämmerungsphilosophie
In der kritischen Periode, teils als Abenddämmerungsphilosophie beschrieben, verändert sich sein Ton nach Zarathustra. Nietzsche führt nun einen direkten Angriff auf die gesamte westliche Kultur: Philosophie, Religion und Moral stehen in seinem Visier. Diese Phase ist geprägt vom Abstieg Zarathustras in die Tiefe, in der die Zivilisation vom Nihilismus bedroht scheint. Leitfiguren sind der Philosoph mit dem Hammer und die Anklage gegen den letzten Menschen; zugleich bereitet diese Phase das Denken um den Übermenschen vor.
Wichtige Werke
- Menschliches, Allzumenschliches
- Morgenröte
- Die fröhliche Wissenschaft
- Also sprach Zarathustra
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