Frühchristliche Basilika: Chronologie, Architektur & Mosaik

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Die frühchristliche Basilika – Chronologie und Merkmale

Chronologie

Zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert.

Baustoffe und dekorative Materialien

Baustoffe: Marmor, Holz, Ziegel.

Dekorative Materialien: Mosaik.

Ursprung und Funktion

Das erste Haus des christlichen Gottesdienstes wurde offiziell anerkannt. Die christliche Basilika entwickelte sich aus der römischen Basilika und gewann nach dem Edikt von Mailand an Bedeutung. Die Basilika wurde zum charakteristischen Gebäude der frühchristlichen Kunst und erfüllte eine doppelte Funktion: Sie diente als Versammlungsraum der Gläubigen (ecclesia) und zugleich als Gottes Haus (Domus Dei).

a) Grundriss

Der Grundriss ist einfach und entlang einer Längsachse organisiert. Er besteht aus 3 bis 5 Schiffen; das Mittelschiff ist meist doppelt so breit und höher als die Seitenschiffe. Es gibt ein Querschiff. An der Kopf- oder Vorderwand befindet sich die Apsis. Die Schiffe werden erschlossen durch ein Atrium und die Vorhalle (Narthex).

In der Apsis standen der Bischof und die Priester; die Gläubigen saßen in der Nähe der Ambo (Kanzel), von der aus das Evangelium und Briefe gelesen wurden. Dieses gesamte Areal wird als Presbyterium (Chor) bezeichnet.

Das Äußere war meist schlicht gestaltet: Die Fassade bildet eine flache Wand mit einem Giebel.

b) Aufbau und Säulen

Die Schiffe werden von Marmorsäulen getragen, die kannelierte (gerillte) Wellen oder korinthische und ionische Kapitelle aufweisen, manchmal abwechselnd. Auf den Säulen ruhten Gebälk oder Bogenstellungen.

Die Decke besteht häufig aus einem Rahmen aus Holzbalken, der eine horizontale Dachfläche bildet und in Felder (Kassetten) unterteilt ist.

Zwischen dem Mittelschiff und der Apsis öffnet sich ein halbrunder Triumphbogen, der den Triumph der Kirche symbolisiert. Frauen und Männer saßen getrennt.

Zum Komplex der Basilika konnte ein Baptisterium oder ein anderes begleitendes Gebäude gehören.

Mosaik und Ikonografie

Die Basiliken sind reich mit Mosaiken verziert. Die Schiffe wurden mit Episoden aus dem Alten und Neuen Testament geschmückt. Die Stirnwand ist häufig als Fokus der Ikonografie gestaltet. Ihre Oberfläche ist mit Mosaiken bedeckt, deren Höhepunkt sich in der Apsis findet. An der Spitze der Apsis steht Christus, voll Majestät.

Wichtige frühchristliche Basiliken

  • San Giovanni in Laterano (Rom)
  • Santa Maria Maggiore (Rom)
  • San Paolo fuori le Mura / St. Paul vor den Mauern (Rom)
  • Heilige Apostel (Hagia Apostoloi, Konstantinopel)
  • Alte Hagia Sophia (Konstantinopel)
  • Sainte Irene / St. Irene (Konstantinopel)
  • Heiliges Grab (Jerusalem)

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