Frühchristliche und byzantinische Kunst und Architektur

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Frühchristliche und byzantinische Kunst

Die frühchristliche Kunst blieb im Verborgenen, bis Konstantins Edikt von Mailand sie schützte. Die frühchristliche Architektur reicht vom ersten Jahrhundert bis ins 5. Jahrhundert. Es entwickelten sich die Arten von Gebäuden, die während des gesamten Mittelalters vorherrschen. In der Architektur besteht eine grundlegende Unterscheidung:

Vor dem Edikt von Mailand

Vor dem Edikt von Mailand: Die Kunst blieb im Verborgenen und entwickelte sich daher nur schwach, vor allem in der Architektur. Tituli waren Häuser der Gläubigen, die zu Räumen der Begegnung und der christlichen Feste umgestaltet wurden. Die Katakomben bestehen aus Kammern und engen Tunneln, deren Wände mit Nischen für Bestattungen ausgekleidet sind. Aus den Kreuzungen der Cubiculae entstanden Galerien, in denen Märtyrer in Sarkophagen begraben lagen; die Überreste der Märtyrer wurden verwendet.

Nach dem Edikt von Mailand

Nach dem Edikt von Mailand: Die Katakomben wurden zu Wallfahrtsorten, und Grabstätten wurden in der Umgebung angelegt. Die frühchristliche Architektur erfuhr dadurch eine große Veränderung.

Die Basilika

Das zentrale Gebäude der christlichen Architektur ist die Basilika. Die Basilika wurde zum geeigneten Ort für die Feier christlicher Zeremonien. Sonntägliche Versammlungen fanden dort statt, ebenso Versammlungen von Priestern und Bischöfen. In der römischen Basilika gab es eine Apsis, in der ursprünglich die Kaiserstatue stand. Die Vorhalle ist für die Katechumenen bestimmt. Das Schiff hat für die Gläubigen größere Bedeutung, die Apsis ist das bedeutende Zeichen.

Elemente der Basilika

Plan: In der Regel in drei Schiffen angelegt: das mittlere ist höher und breiter, und zwei Seitenschiffe sind durch Säulen voneinander getrennt.

  • Pool: Sturz
  • Dekoration: Luxusmaterialien wie Marmor und Mosaiken
  • Matronium: Eine obere Etage, wo Frauen während der Taufe untergebracht werden
  • Querschiff: Eine Erweiterung der Basilika
  • Narthex: Ein Atrium im Freien, wo die Katechumenen sich auf die Taufe vorbereiten
  • Kirche: Der wichtigste Teil der Basilika

Die drei Modellgründe der Basilika sind: basilikaler Grundriss, Kreuzform und Achteckform.

Weitere wichtige Gebäude der frühchristlichen Architektur sind Baptisterien, Mausoleen und Gräber. Beispiele: Santa Maria la Mayor, San Pablo, San Pedro ...

Byzantinische Kunst

Die byzantinische Kunst ist eines der wichtigsten Kapitel der Architektur- und Kunstgeschichte und wurde von der römischen Architektur beeinflusst. Gewölbe und Kuppeln werden verwendet; Jakobsmuscheln (muschelförmige Halbkuppeln) kommen zum Einsatz. Kuppeln werden benutzt, um polygonale oder quadratische Räume zu überdecken. Die Kuppeln wurden oft aus flachen Ziegeln oder Blöcken aus Bimsstein gefertigt.

Konstruktionssysteme

Tonnengewölbe ohne Zentrierung; Bundgewölbe. Umsetzung der Kalotte auf Geschosse.

Das große Vorbild ist die Kirche Hagia Sophia in Konstantinopel. Verwendete Materialien sind Ziegel, Marmor und Kupferplatten für das Dach.

In der frühchristlichen Kunst wurden bereits Mosaike für Fußböden, Wände und Apsiden verwendet. Das Mosaik bewegt sich in Richtung Naturalismus, oft mit frontalen Kompositionen und individuell gestalteten Gesichtern. Eine der Glanzleistungen der byzantinischen Mosaikkunst findet sich in der Kirche San Vitale in Ravenna.

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