Funktionen, Arten und Nachfrage von Geld: Grundlagen der Ökonomie
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Die Funktionen des Geldes
1. Tauschmittel
Das Geld ist ein Tauschmittel, ein Vermittler, das Handel und Spezialisierung in der Produktion erleichtert.
2. Wertaufbewahrungsmittel
Der Kaufmann, der unser Geld im Gegenzug für Brot akzeptiert, muss es nicht sofort ausgeben, sondern kann es speichern, bis er es benötigt. Geld ist ein Wertaufbewahrungsmittel, ein Mittel, um den Reichtum zu halten, der uns absichern kann.
3. Rechnungseinheit oder Maßeinheit
Geld ermöglicht es uns, den Wert von Waren und Dienstleistungen zu messen. Alles wird in Geld gemessen.
Drei Arten von Geld
1. Bargeld der Öffentlichkeit
Es besteht aus Banknoten und Münzen, die wir zu Hause haben. Es stellt nur einen kleinen Teil der gesamten Geldmenge dar.
2. Geld in Banken (Buchgeld)
Es kann unterteilt werden in:
Sichteinlagen (Girokonten)
Haben sofortige Verfügbarkeit.
Spareinlagen (Sparkonten)
Sind weniger verfügbar und erlauben in der Regel nicht die Verwendung von Schecks.
Termineinlagen
Der Deponent verpflichtet sich, das Geld für eine bestimmte Zeit anzulegen. Bei vorzeitiger Abhebung fällt eine Gebühr (Pönale) an.
3. Quasi-Geld (Geldnahe Anlagen)
Investitionen in Schuldscheindarlehen, Schatzwechsel oder ähnliche Titel. Diese sind kurzfristig und risikoarm verfügbar.
Die Nachfrage nach Geld
Die Nachfrage nach Geld entsteht aus zwei Hauptgründen:
1. Die Transaktionsnachfrage
Familien benötigen Geld, um ihre Einkäufe zu tätigen, und Unternehmen, um Rohstoffe oder Löhne zu bezahlen. Dafür halten sie einen bestimmten Geldbetrag bereit.
2. Die Vorsichtsnachfrage
Geld wird bereitgehalten, um unvorhergesehene Kosten zu decken. Geld hat jedoch eine Besonderheit: Es ist nur sinnvoll, wenn wir es zum Austausch gegen Waren nutzen. Wenn die Menschen Geld nachfragen, berücksichtigen sie folgende Faktoren:
Einflussfaktoren auf die Geldnachfrage
- Die Höhe der Preise: Wenn die Preise steigen, wird mehr Geld benötigt.
- Die Höhe des Einkommens: Eine Erhöhung des Einkommens generiert erhöhte Ausgaben, weshalb wir mehr Geld benötigen.
- Der Zinssatz: Ist der Zinssatz niedrig, ist es nicht relevant, viel ungenutztes Geld zu halten. Steigen die Zinsen jedoch, ist es besser, das Geld in Festgeldanlagen, Anleihen usw. zu investieren.
- Risiko und Erwartungen: Je riskanter es ist, Geld zu investieren, oder je größer die Unsicherheit über die Zukunft ist, desto größer ist die Menge an Bargeld, die man vorhält.
Die Schaffung von Buchgeld
Euro-Banknoten und -Münzen werden von der Bank von Spanien im Auftrag der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgegeben. Es existiert jedoch auch Bankengeld (Buchgeld), das von den Geschäftsbanken durch die Vergabe von Krediten aus den Einlagen ihrer Kunden geschaffen wird.
Ein Großteil der Ersparnisse der Menschen wird bei Banken deponiert. Die Rolle der Banken ist es, diese Einlagen zu erfassen und Zinsen dafür zu zahlen. Da Einzahler ihre Einlagen nicht alle auf einmal abheben, und da Abhebungen oft durch neue Einnahmen ausgeglichen werden, müssen die Banken nur einen kleinen Teil ihrer Einlagen in Reserve halten, um den Anforderungen gerecht zu werden. Die Zentralbank verpflichtet die Banken, einen Mindestprozentsatz der Einlagen als Reserve zu halten, die sogenannte Mindestreservepflicht (derzeit 2 %).
Insgesamt geschaffenes Geld = Ersteinzahlung
Banking Multiplikator =
Der Zinssatz
Der Zinssatz ist definiert als der Preis eines Darlehens. Er ist letztendlich der Preis des Geldes.
Was ist Inflation?
Inflation wird als eine weit verbreitete und nachhaltige Erhöhung des Preisniveaus in einer Volkswirtschaft definiert.
Inflationsarten
- Moderate Inflation: Leichter Anstieg der Preise (weniger als 2 oder 3 %).
- Galoppierende Inflation: Anstieg über 10 %.
- Hyperinflation: Preise steigen um über 100 % in einem Jahr. Führt zum Verlust der Preiskontrolle und zum Zusammenbruch des Systems, da das Geld seinen Wert verliert.