Funktionen der Sprache und literarische Stilfiguren einfach erklärt

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Funktionen der Sprache

Funktion der Sprache

  • Referenzielle Funktion (F. representativa): Wir benutzen die Sprache, um Informationen über die Wirklichkeit zu kommunizieren.
  • Emotive Funktion (F. emotiva): Der Absender konzentriert sich auf sich selbst und drückt seine Gefühle aus.
  • Appellative Funktion (F. apelativa): Der Absender versucht, den Empfänger zu beeinflussen, etwas zu tun oder zu sagen.
  • Phatische Funktion (F. fatica): Die Sprache wird verwendet, um sicherzustellen, dass der Kommunikationskanal offen oder in Betrieb ist.
  • Metalinguistische Funktion (F. metalinguistica): Wir benutzen Sprache, um über die Sprache selbst zu sprechen; der Code wird erklärt.
  • Poetische Funktion (F. poetica): Der Absender verwendet die Sprache, um ein Kunstwerk zu schaffen, und versucht, den Empfänger mit poetischen Mitteln zu überraschen, die von der regulären Sprache abweichen.

Literarische Figuren der Wiederholung

Figuren der Wiederholung

  • Lautmalerei (Onomatopoesie): Wiederholung von Phonemen, um den Klang der Realität nachzuahmen. Beispiel: Ein Geräusch, das nicht aufhört (Stottern).
  • Alliteration: Wiederholung von Phonemen, um einen bestimmten Klangeffekt zu erzielen. Beispiel: *Die geflügelte Seele der Rosen*.
  • Parallelismus: Wiederholung der gleichen syntaktischen Form in zwei oder mehr Versen. Beispiel: „Ich sage dir, dass du sagst, dass...“
  • Anapher: Wiederholung eines Wortes am Beginn von Versen.
  • Enumeration (Aufzählung): Folge von Wörtern, deren Bedeutungen miteinander verknüpft sind.

Figuren des Denkens (Tropen)

Vergleichende und kontrastierende Figuren

  • Vergleich (Simile): Drückt eine Ähnlichkeit zwischen zwei Begriffen aus. Beispiel: „Zwei Socken, weich wie die Hasen.“
  • Antithese: Gegenüberstellung von Ausdrücken mit entgegengesetzten Bedeutungen. Beispiel: „Wenn du willst, tue Gutes, verletze mich nicht.“
  • Hyperbel: Übertreibung.
  • Epitheton: Adjektiv, das eine sehr charakteristische Qualität des Substantivs begleitet. Beispiel: „Dame, die Sie gesehen haben, so weiß wie Schnee.“

Weitere Figuren des Denkens

  • Personifikation: Zuweisung menschlicher Handlungen oder Eigenschaften an unbelebte Objekte. Beispiel: „Wasser fließt rein, kristallin; Bäume, die ihren Blick auf sie richten.“
  • Metapher: Identifikation zwischen zwei Situationen, die sich ähneln. Beispiel: „Mohn, das Blut der Erde.“
  • Metonymie: Ein Begriff wird durch einen anderen ersetzt, mit dem der erste in einer Beziehung steht, die nicht auf Ähnlichkeit beruht. Diese Beziehung kann Kausalität, Nähe, Materie-Werkzeug oder Autor-Werk sein.
  • Synekdoche: Stilfigur, die den Teil für das Ganze oder das Ganze für den Teil nimmt. Beispiel: „Verfügt über 200 Spitzen (d. h. 200 Soldaten/Männer).“
  • Symbol: Eine Figur, die ein physisches oder geistiges Objekt darstellt, dem eine spirituelle Bedeutung zugeschrieben wird. Beispiel: „In der Dunkelheit kehrt zurück...“
  • Allegorie: Eine Metapher, die sich über einen ganzen Text erstreckt, wobei jede Komponente eine metaphorische Entsprechung in der realen Sphäre hat.

Weitere Stilmittel

Syntax und Ausdruck

  • Hyperbaton: Störung der normalen Satzstellung (syntaktische Ordnung). Wichtiges Stilmittel zur Hervorhebung.
  • Interrogatio (Rhetorische Frage): Eine Frage, die keine Antwort erwartet, sondern zur Reflexion oder Betonung dient.
  • Ironie: Besteht darin, das Gegenteil von dem auszudrücken, was gemeint ist.
  • Litotes: Das Gegenteil von dem ausdrücken, was man eigentlich sagen möchte, um es abzuschwächen oder zu bejahen.
  • Paradoxon: Ein scheinbarer Widerspruch, der im gegebenen Kontext sinnvoll ist. Beispiel: „Leben, ohne in mir zu leben.“

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