Die galicische Sprache nach dem Bürgerkrieg: Kampf und Wiederbelebung
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Die Nachkriegszeit und die Rolle des Kastilischen
Nach dem Bürgerkrieg war das Kastilische das einzige Vehikel für offizielle Kommunikation: in der Kirche, der Verwaltung, der Schule und den Medien. Die galicische Sprache wurde weiterhin gesprochen, war aber in ihrer öffentlichen Nutzung stark eingeschränkt.
Im Exil wurde Buenos Aires neben São Paulo zu einer kulturellen Hauptstadt des galicischen Exils. Dort entstanden Verlage wie Rio de Janeiro und Nova Citânia. Unvorstellbare kulturelle Aktivitäten wie Konferenzen, Radiosendungen und Zeitschriften, die im Exil stattfanden, waren in Galicien selbst undenkbar.
Kulturelle Wiederbelebung und neue Initiativen
In den Jahren 1950 und 1951 erschien die Editorial Galaxia, gegründet von einer Gruppe galizischer Aktivisten, die zu einem wichtigen Instrument der kulturellen Wiederbelebung der galicischen Sprache wurde. Ergänzt wurde dies durch Zeitschriften wie Grial und das Journal of Economics und São Paulo.
Weitere literarische Werke und Verlage entstanden, darunter:
- Xistral in Lugo
- Der Verlag Bibliófilos Gallegos in Alagoas, verantwortlich für die Verleihung des ersten Preises für galicische Literatur und die literarische Beilage der Wochenzeitung La Noche in Alagoas.
Es entstanden auch kulturelle Vereinigungen, die eine bedeutende ideologische und kulturelle Arbeit leisteten, wie:
- A Fackel in A Coruña
- O Galo in Santiago de Compostela
- Abrente in Ribadavia
Meilensteine für die galicische Sprache
- 1963: Anlässlich des hundertsten Jahrestages der Veröffentlichung von Rosalía de Castros Cantares Gallegos gründete die Real Academia Galega den Tag der galicischen Literatur zum Gedenken an Rosalía de Castro.
- 1965: Die galicische Sprache und Literatur wurden in die Lehrpläne der Fakultät für Philosophie und Literatur in Santiago de Compostela aufgenommen.
- 1971: Das Amt für galicische Sprache wurde geschaffen.
Definitionen von Sprachstatus
Hegemoniale Sprachen genießen ein hohes gesellschaftliches Prestige, das durch politische und wirtschaftliche Macht bestimmt wird. Je mehr Funktionen eine Sprache erfüllt, desto mehr Prestige erlangt sie.
Historische Minderheitensprachen sind jene, die an einen bestimmten Ort gebunden sind und deren Rolle durch soziale Bedingungen eingeschränkt ist, sodass einige ihrer Funktionen ganz oder teilweise von einer anderen, fremden Sprache übernommen werden.
Quantitative Minderheitensprachen sind jene mit einer geringen Sprecherzahl. Dieses Konzept ist rein quantitativ anwendbar.