Wie viel Zeit gehört der Schule? Ganztagsschulen

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Heutzutage existieren in vielen Ländern unterschiedliche Bildungssysteme. Es gibt Schulen, in denen die Schüler bis in den Nachmittag bleiben müssen (Ganztagsschulen). Studien zeigen, dass diese Schüler bessere Schulleistungen erzielen als an anderen Schulen.

Herkunft des Textes

Der Text stammt aus der Tageszeitung „Gelsenkirchener Stadtschau“ vom 15.07.2011 und wurde von Annika Poggel geschrieben. Die Überschrift des Textes bezieht sich auf das Thema „Ganztagsschulen in Deutschland“.

Einführung und Beispiel

Der Text beginnt mit der Geschichte von zwei Mädchen, die früher dieselbe Schule besuchten. Eines von ihnen besucht nun ein Ganztagsgymnasium und kann sich deshalb nur wenig Zeit für ihre Hobbys nehmen.

Organisation der Ganztagsschule

Schüler, die eine Ganztagsschule besuchen, müssen mindestens dreimal pro Woche nachmittags dort bleiben. Das Programm bietet den Schülern verschiedene Aktivitäten sowie das Mittagessen in der Schule an. In der „gebundenen“ Ganztagsschule sind diese Aktivitäten obligatorisch, bei der „offenen“ Ganztagsschule können die Eltern hingegen über die Teilnahme ihrer Kinder an den Angeboten entscheiden. Durch diese erzieherischen Maßnahmen sollen insbesondere Kinder unterstützt werden, deren Eltern aufgrund von Erwerbstätigkeit nicht ausreichend Zeit für die Betreuung haben; so sollen bessere Bildungschancen ermöglicht werden.

Internationale Verbreitung und Kritik

In Frankreich und in Skandinavien besteht dieses Schulmodell bereits länger und gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Es soll die Möglichkeit bieten, auf eine andere Art zu lernen. Gleichzeitig gibt es Stimmen, die befürchten, dass Kinder bei diesem Modell zu wenig Zeit für sich haben und die Eltern weniger Einfluss auf die Erziehung ihrer Kinder ausüben können.

Diagramme und Quellen

Nun wird über die folgenden zwei Diagramme gesprochen.

Die Quelle des linken Liniendiagramms ist der „Schulinformationsdienst NRW“, die des rechten Säulendiagramms ist „Civiquest“ (31.08.2011).

Das linke Diagramm zeigt, wie viele Schüler die Ganztagsschule bevorzugen, sowie den Anteil der Schulen, die Ganztagsunterricht anbieten.

Von 1985 bis 2010 stieg der Anteil der Schüler an Ganztagsschulen auf 15 Prozent; ab 1995 blieb hingegen der Anteil der existierenden Ganztagsschulen mit 9,6 Prozent konstant.

Das Säulendiagramm zeigt, dass fast 60 Prozent der Eltern für die Ganztagsschule sind, während nur 10 Prozent der Schüler und 31 Prozent der Lehrer dieses Schulsystem gut finden.

Vor- und Nachteile

Im Folgenden werden die Vor- und Nachteile der Ganztagsschulen erörtert.

Nachteile

  • Die Kinder können wenig Zeit mit ihren Eltern verbringen, weil sie spät aus der Ganztagsschule nach Hause kommen.
  • Sie haben weniger Zeit für sich, um sich zu erholen oder ihren Hobbys nachzugehen.

Vorteile

  • Kinder, die die Ganztagsschule besuchen, können die Schulzeit nutzen, um Hausaufgaben zu erledigen; das wirkt sich positiv auf ihre verbleibende Freizeit aus.
  • Ein weiteres Argument ist, dass die Ganztagsschule ein gutes Modell für das spätere Berufsleben sein könnte, da man im Beruf in der Regel nicht nur bis mittags, sondern deutlich länger arbeitet.

Persönliche Stellungnahme

Wenn man mich persönlich fragt, würde ich sagen, dass ich gegen dieses Schulsystem bin, weil Kinder täglich Zeit mit ihren Eltern verbringen sollten und nicht den ganzen Tag in der Schule sein sollten, auch wenn sie dort ihre Hausaufgaben erledigen können.

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