Der neue Geist der Renaissance und das Quattrocento
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Der neue Geist der Renaissance
Cortesáns und Gönner
Der neue humanistische Geist verbreitete sich in den Städten, wo das Bürgertum sein Vermögen sicherte und seine Macht steigerte. Der Kult des Individualismus und der persönlichen Anstrengung nahm zu. Ebenso wurde ein Prozess der Säkularisierung eingeleitet, und die Religion war nicht mehr der Mittelpunkt des spirituellen und kulturellen Lebens. Das Ideal des Mannes identifizierte sich mit dem Cortegiano (Höfling), der raffiniert war. Er interessierte sich für den Gottesdienst, die Musik, die Literatur und die Kunst und umgab sich mit Denkern und Künstlern. Adlige, wie Lorenzo de' Medici, der Prächtige in Florenz, führten die künstlerische Erneuerung an, die wir als Renaissance bezeichnen. Diese wurden zu Gönnern, die die großen Künstler schützten und ihre Werke finanzierten.
Eine neue Auffassung von Kunst
Die Wiederbelebung förderte die Wertschätzung der alten griechisch-römischen Kunst. Die Maler und Bildhauer öffneten sich neuen Themen, die sich aus der weltlichen Mythologie der Klassik ergaben. Die Künstler wollten die ideale Schönheit in ihren Werken darstellen. Sie betrachteten die menschliche Form als das vollkommenste Werk Gottes und beschäftigten sich mit dem Studium der Natur und der menschlichen Anatomie. Die Maler wandten sich der auf mathematischen Regeln basierenden Proportionalität zu, und die Bildhauer orientierten sich an den Proportionskanonen des Klassizismus. Die Handwerker begannen, ihre Werke zu signieren, und genossen dadurch wachsendes Prestige und soziale Anerkennung.
Das Quattrocento
Die Renaissance erschien in Italien und erlebte ihre erste Phase der Blüte während des 15. Jahrhunderts (s. XV). Diese Periode wird als Quattrocento bezeichnet und wurde in Florenz von der Familie Medici vorangetrieben.
Die Architektur
Die Architekten suchten nach einer Raumgestaltung, die durch einfache Elemente gekennzeichnet war und zu einem rationalen Raum beitrug. Diese Elemente waren inspiriert von griechisch-römischen Vorbildern wie dem Rundbogen, dem Giebel, dem Gesims, den Säulen und den Kuppeln. Hervorzuheben sind Brunelleschi und Leon Battista Alberti.
Die Skulptur
Die Bildhauer interessierten sich für die Darstellung des menschlichen Körpers, wobei die Behandlung des Aktes und die Hervorhebung der Proportionen im Vordergrund standen. Die Höhepunkte waren Donatello und Lorenzo Ghiberti.
Die Malerei
Die wichtigsten Neuerungen waren die Anwendung der rationalen Perspektive, die Darstellung der Natur und die Tiefenpsychologie der Figuren. Die prominentesten Maler waren Masaccio, Piero della Francesca und Sandro Botticelli.