Geldmengenaggregate: M1, M2 und M3 einfach erklärt
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Geldmengenaggregate: Definition von M1, M2 und M3
Geld wird in Gruppen nach seinen verschiedenen Graden der Verfügbarkeit unterteilt. Das bedeutet, ob man es sofort ausgeben kann oder ob man zuvor bestimmte Bedingungen erfüllen muss. Das statistische Monatsheft der Bank von Spanien erfasst diesen Gesamtnennbetrag, der als M (M1, M2 und M3) bekannt ist.
Die verschiedenen Stufen der Liquidität
M1 umfasst das Bargeld (Münzen und Scheine) sowie Sichteinlagen. Dies ist das flüssigste Geld – Geld, das uns sofort zur Verfügung steht und über das wir jederzeit verfügen können.
M2 ergibt sich aus der Addition von M1 und Einlagen, die wir als Ergebnis von Ersparnissen halten. Das heißt, wir lassen unser Geld auf der Bank, um einen etwas höheren Gewinn zu erzielen, können aber erst nach Ablauf einer gewissen Zeit darauf zugreifen.
Erweiterte Geldmenge M3
Bei M3 kommen folgende Komponenten hinzu:
- Vorübergehende Übertragung von Vermögenswerten: Volkstümlich bekannt als Repos (Rückkaufsvereinbarungen). Hierbei deponiert der Kunde einen Geldbetrag bei der Bank; die Bank kauft im Namen des Kunden eine Anleihe oder einen Schuldschein und vereinbart den späteren Rückkauf.
- Schuldverschreibungen: Forderungen mit einer Laufzeit von weniger als zwei Jahren, zum Beispiel Schatzwechsel, die von der Regierung für 6 bis 12 Monate ausgegeben werden.
- Geldmarktfonds: Eine besondere Art von Investmentfonds, die sehr liquide sind und bei denen Geld sehr einfach verfügbar gemacht werden kann.
Zentralbanken und die Steuerung der Wirtschaft
Die Geldmengenaggregate dienen den Zentralbanken dazu, die Menge des zirkulierenden Geldes in der Wirtschaft zu messen. Dieser Betrag wird an die Menge der produzierten Waren und Dienstleistungen angepasst, um die Inflation einzudämmen. Unabhängig vom Grad der Liquidität können die Eigentümer dieser Vermögenswerte das Geld letztlich eintauschen und für Käufe nutzen.
Geldpolitik und die monetäre Basis
Zentralbanken müssen die Gesamtsumme aller Aggregate kennen, um auf Verhaltensänderungen der Marktteilnehmer reagieren zu können. Nachdem die Zentralbank die Geldmenge (M1, M2, M3) ermittelt hat, entscheidet sie je nach Bedarf der Wirtschaft, ob neues Geld injiziert oder bestehendes Geld verknappt wird. Die Zentralbank ist für die Geldpolitik zuständig, da sie als einzige Instanz die Währungsbasis erhöhen oder verringern kann. Die monetäre Basis ist das neue Geld, das aus dem Nichts geschaffen wird. Die Zentralbank ist die einzige Institution, die Geld verleihen kann, das sie zuvor nicht hatte. Durch die Einwirkung auf die monetäre Basis bestimmt die Zentralbank die Höhe des Geldes, das in der Wirtschaft zirkuliert.