Genehmigte Anlagenunternehmen, Kessel & Druckgeräte — Leitfaden
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Was ist ein genehmigtes Anlagenunternehmen?
Was ist ein genehmigtes Anlagenunternehmen? Ein genehmigtes Anlagenunternehmen (Authorized Installation Company) ist die natürliche oder juristische Person, die die Installation und Reparatur von Heizungsanlagen im Anwendungsbereich des RITE durchführt.
Artikel 2: Definitionen und OCA
Was ist OCA? Eine OCA ist eine öffentliche oder private Einrichtung mit eigener Rechtspersönlichkeit, deren Zweck die Überprüfung der Einhaltung verbindlicher Vorschriften für gewerbliche Produkte und Anlagen ist. Diese Prüfungen werden gemäß den durch die Arbeitssicherheit geschaffenen Regelungen durchgeführt.
Druckgeräterichtlinie und Begriffsbestimmungen
Was ist die Druckgeräterichtlinie? Sie gilt für Geräte, die Flüssigkeiten oder Gase unter einem bestimmten Druck enthalten und durch Wärmezufuhr beeinflusst werden können. Die Richtlinie regelt Anforderungen für Konstruktion, Herstellung und Prüfung dieser Druckgeräte.
Betriebs- und zulässige Drücke
Was ist Betriebsdruck (PMS)? Der Betriebsdruck (Pms) ist der höchste Druck unter den Betriebsbedingungen, dem die Installation oder das Druckgerät ausgesetzt werden kann.
Was ist der maximal zulässige Druck (PS)? Der maximal zulässige Druck (PS) ist der vom Hersteller angegebene Höchstdruck, für den das Gerät ausgelegt ist. Dieser Druck entspricht dem sogenannten Auslegungsdruck gemäß den einschlägigen Vorschriften.
Was ist der Dichtungsdruck (PP)? Der Dichtungsdruck (Pp) ist der Druck, bei dem das sichernde Bauteil des Geräts gewogen bzw. bemessen wird, um die Dichtheit zu gewährleisten.
Was ist der Prüfdruck (PT)? Der Prüfdruck (Pt) ist der Druck, dem das Gerät zur Überprüfung der Festigkeit ausgesetzt wird. Er entspricht dem höchsten effektiven Prüfdruck, der während der Prüfung am höchsten Punkt des Geräts ausgeübt wird.
Was ist die maximale/minimale Betriebstemperatur (Tms)? Die maximale oder minimale Betriebstemperatur (Tms) bezeichnet die erwarteten höchsten oder niedrigsten Temperaturen, die innerhalb der Geräte unter extremen Bedingungen auftreten können.
Kesselbegriffe
Was ist ein Kessel? Ein Kessel ist ein Druckgerät, in dem Wärme aus einer beliebigen Energiequelle nutzbar gemacht wird, die über ein flüssiges oder dampfförmiges Transportmedium übertragen wird.
Was ist ein Dampfkessel? Ein Dampfkessel ist ein Kessel, in dem Wasser an einer Seite der Feuerung zugeführt wird und am anderen Ende als Dampf austritt.
Was ist ein Heißwasserkessel (bis 110 °C)? Alle Kessel, deren Transportmedium Wasser bei Temperaturen bis einschließlich 110 °C eingesetzt wird.
Was ist ein Heißwasserkessel (über 110 °C)? Jeder Kessel, in dem das Transportmedium Wasser bei Temperaturen über 110 °C betrieben wird.
Was ist ein Kessel mit Wärmeträgerflüssigkeit? Ein Kessel, in dem das Wärmeträgermedium eine Flüssigkeit ist, die nicht Wasser ist.
Klassen von Kesseln
Klasse Eins:
- a) Großwasserraumkessel, deren Produkt Pms x Vt < 15.000.
- b) Wasserrohrkessel, deren Produkt Pms x Vt < 50.000.
Im Falle von Wärmeträgerflüssigkeitskesseln gilt analog ein Grenzwert, z. B. 15.000 als Grenze für Pms x Vt (Hinweis: Werte gemäß einschlägigen Normen und Vorschriften prüfen).
Druckbehälter und Atemgeräte
Was ist eine Flasche / Pressluftatmer (Atemschutzflasche)? Eine Flasche ist ein tragbarer, stabiler Behälter, der zur Speicherung und zum Transport von Druckgasen verwendet wird, z. B. bei Unterwasseraktivitäten oder für Atemschutz an der Oberfläche.
Inspektion und Prüfintervalle
Inspektion und regelmäßige Tests
Stufe A: (sofern vorhanden) Grundinspektion gemäß den Vorgaben.
Stufe B: Die Häufigkeit dieser Kontrollen beträgt in der Regel alle drei Jahre. Zusätzlich zur Kontrolle der unter Stufe A angegebenen Punkte wird eine vollständige Überprüfung der Dokumentation und des technischen Zustands des Kessels durchgeführt.
Stufe C: Die Häufigkeit dieser Kontrollen beträgt in der Regel sechs Jahre. Zusätzlich zur Kontrolle der unter Stufe B angegebenen Punkte werden weitere vertiefende Prüfungen am Kessel durchgeführt.
Dokumentation des Kesselbetreibers
Der Kesselbetreiber muss folgende Dokumente vorhalten:
- a) Anlagenbuch oder Betriebsbuch: Aufzeichnungen über Anlagenmerkmale, durchgeführte Maßnahmen, Kontrollen und Inspektionen.
- b) Dokumentation der Installation: Technische Unterlagen zur Anlage.
Betreiber und Klassifizierung der Kessel
Kesselbetreiber der ersten Klasse sind der Betreiber oder eine vom Hersteller oder Installateur eingewiesene Person, sofern diese zur Klasse der kompetenten Fachkräfte gehört.
Kesselbetreiber der zweiten Klasse müssen unter der Leitung von Personal mit Industrieausweis stehen. Für die Erteilung einer Lizenz sind ausreichende Fachkenntnisse nachzuweisen; es wird in der Regel ein weiterhin gültiges Schulungszertifikat (curso) verlangt.
Regelmäßige Kontrolle von Flaschen
Wie oft müssen Flaschen regelmäßig kontrolliert werden? Zylinder und Ventile sollten in der Regel alle drei Jahre einer Prüfung und regelmäßigen Inspektion unterzogen werden.
Transportable Druckbehälter
Was ist ein transportabler Druckbehälter? Der Oberbegriff umfasst z. B. Flaschen, kryogene Flaschen oder Zylindergestelle.
Was ist eine (normale) Flasche? Ein transportabler Druckbehälter mit einem Fassungsvermögen von nicht mehr als 150 Litern.
Was ist eine kryogene Flasche? Ein isolierter transportabler Druckbehälter mit einem Fassungsvermögen von bis zu 1.000 Litern, bestimmt zum Transport tiefgekühlter verflüssigter Gase.
Was ist ein Zylinder oder eine Röhre? Ein nahtloser transportabler Druckbehälter mit mehr als 150 Litern und nicht mehr als 3.000 Litern Fassungsvermögen.
Brandschutz, Angriffswege und Überwachung
Angriffseinrichtungen und Innenangriff Set aus Leitungen und Zubehör für den Angriff (z. B. Wasser- oder Löschleitungen), ausgenommen sind Schlüsseleinrichtungen. Bei einzelnen Einrichtungen auf dem Grundstück (z. B. Teamzähler) gibt es möglicherweise keinen inneren Angriff.
Regelmäßige Überwachung Überwachung der Anlage im Berichtsjahr zur Prüfung der Eignung und zur Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorschriften und Nutzungsbestimmungen.
Gasanlagen: Betreiber, Installateure und Anlagenarten
Gasanlage (Gesellschaft) Eine natürliche oder juristische Person, die Montage, Reparatur, Wartung und regelmäßige Überprüfung von Gasanlagen durchführt und die Anforderungen der ITC-09 bzw. der IGC erfüllt.
Installation gemeinsamer Leitungen und Zubehör Gemeinsame Bündel von Leitungen und Zubehör im Bereich eines Gebäudeschlüssels oder Angriffs, sofern vorhanden, einschließlich Nutzer-Keys und sonstiger Schlüssel.
Individuelle Installation
Individuelle Installation Satz von Rohren und Zubehör, einschließlich der Nutzerschlüssel bei gemeinsamer Einrichtung oder des Versorgungs-/Gebäudeschlüssels bei Einzelanlagen. Dies schließt die Schlüssel zum Anschluss der Geräte ein.
Gasinstallateur und Ausübung
Gasinstallateur Eine natürliche Person, die aufgrund ihrer theoretischen und praktischen Kenntnisse der Gasindustrie und ihrer Vorschriften berechtigt ist, Arbeiten durchzuführen und zu überwachen. Die Kategorie wird durch eine Gemeinde ausgestellte Karte (Gasinstallateur-Karte) oder eine entsprechende Autonomen-Bescheinigung nachgewiesen.
Gasinstallateure in einem Gasanlagenunternehmen Üben ihren Beruf innerhalb eines Gasanlagenunternehmens aus und dürfen unter Beachtung der geltenden Vorschriften Installations- und Wartungsarbeiten durchführen.
Gasgeräte, Lieferanten und Anlagen zur LPG-Lagerung
Umsetzung der Gasgeräte Alle Maßnahmen, die sicherstellen, dass das Gerät mit dem vorgesehenen Gasdruck und innerhalb der vom Hersteller festgelegten Verbrennungsparameter arbeitet.
Lieferant Ein Unternehmen, das Gas an den Kunden oder Nutzer liefert. Es kann sich dabei um einen Vermarkter, einen Großhandelsbetreiber von Flüssiggas, einen Einzelhandelsvertrieb oder einen Händler handeln.
Welche Anlagen sind zur Lagerung von LPG an festen Standorten? Ortsfeste Anlagen mit LPG-Tanks und Zubehör, die die Verteilung an Auffangeinrichtungen oder die direkte Versorgung bereitstellen.
Was ist eine Abfüllanlage für Flüssiggas? Eine Anlage, die aus einem oder mehreren Behältern mit LPG besteht und gegebenenfalls aus einem Satz von Rohren und Zubehör zwischen den Behältern und den Angriffs-/Verteilereinrichtungen, mit dem Ziel der direkten Bereitstellung von LPG an Verbraucher oder Auffangeinrichtungen.
Was sind Gasgeräte im rechtlichen Sinne?
Welche Bestimmungen gelten für Gasgeräte? Gasgeräte sind Geräte, die mit gasförmigen Brennstoffen betrieben werden und nicht gesondert im spanischen Recht von den speziellen Richtlinien der Europäischen Union für Gasgeräte geregelt sind.
Verantwortung für die Anlage
Wer ist verantwortlich für die Aufrechterhaltung einer Gas-Auffanganlage? Der Eigentümer der Anlage oder, falls nicht vorhanden, der Nutzer ist verantwortlich für die Erhaltung, Wartung, den Betrieb und die ordnungsgemäße Nutzung der Anlage, sodass diese dauerhaft mit dem entsprechenden Sicherheitsniveau betrieben werden kann.
Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur von Gasgeräten
Kann ein Gasanlagenunternehmen Inbetriebnahme, Wartung und Reparatur von Gasgeräten bis 24,4 kW durchführen? Ja, sofern es die entsprechenden Zulassungen und Befähigungen besitzt, können solche Arbeiten durchgeführt werden.
RITE-Anwendung und Projektpflichten
Welche Anlagen gelten als thermische Anlagen für RITE? Thermische Einrichtungen, die der Deckung des Bedarfs an Komfort und hygienisch-gesundheitlicher Versorgung dienen, fallen unter den Anwendungsbereich des RITE.
Fällt RITE auf industrielle oder landwirtschaftliche Heizungsanlagen? RITE gilt nicht für industrielle Prozessheizungsanlagen, landwirtschaftliche oder sonstige Anlagen, die nicht dazu bestimmt sind, den Bedarf an thermischem Wohlbefinden und Gesundheit von Personen zu decken.
Projektpflichten
Wann ist für ein Heizsystem ein Projekt erforderlich? Bei Umbauten und wenn die installierte Nennleistung zur Erzeugung thermischer Energie (Heizung oder Kühlung) größer als 70 kW ist, ist die Erstellung eines Projekts erforderlich.
Wann ist ein technischer Bericht statt eines Projekts erforderlich? Wenn die installierte Nennleistung zur Erzeugung thermischer Energie (Heizung oder Kühlung) größer oder gleich 5 kW und kleiner oder gleich 70 kW ist, kann anstelle eines vollständigen Projekts ein technischer Bericht erstellt werden.
Wer darf ein Projekt erstellen? Falls ein Projekt erforderlich ist, muss dieses von einem zuständigen Diplom-Ingenieur erstellt und unterschrieben werden. Der Planer ist verantwortlich dafür, dass die Installation die Anforderungen des RITE und aller anwendbaren Vorschriften und technischen Regeln erfüllt.
Wer führt die Abnahmen und Prüfungen der fertigen Installation durch? Qualifizierte und kompetente Techniker führen die Abnahmen und Prüfungen der fertigen Installation durch.
Autorisierte Wartungsfirma
Was ist ein autorisiertes Wartungsunternehmen? Ein autorisiertes Wartungsunternehmen im Sinne des RITE ist eine natürliche oder juristische Person, die zur Durchführung von Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten an Heizungsanlagen im Anwendungsbereich des RITE zugelassen ist.