Generation von 1898: Spanische Literatur, Historischer Kontext und Autoren

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Die Generation von 1898 und zeitgenössische Romane

Die zeitgenössischen Romane entstanden in einer Zeit tiefgreifender sozialer und kultureller Veränderungen.

Merkmale der Epoche

  • Fortschritte in Technik und Wissenschaft: große Techniker und Wissenschaftler; Fahrzeuge etc.
  • Rasantes industrielles und städtisches Wachstum
  • Krise des Positivismus und Rationalismus

Änderungen in Spanien

  • Die Katastrophe von 1898
  • Rückständigkeit des Landes im Allgemeinen; Reformmaßnahmen

Generation von 1898

Eine Gruppe spanischer Schriftsteller, die Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts zu veröffentlichen begann. Der Name stammt von einem historischen Ereignis, der Katastrophe von 1898.

Autoren wie Miguel de Unamuno, Pío Baroja, Azorín, Antonio Machado und Ramón del Valle-Inclán gehörten dazu.

Alle teilen die gleiche Einstellung: Protest gegen die Gesellschaft und gegen den Staat sowie kritische Auseinandersetzung in der Literatur. Zu ihren zentralen Anliegen gehörten die Frage nach der Lage Spaniens und verschiedene philosophische Probleme.

Miguel de Unamuno

In Bilbao geboren (1864). Er lebte in Salamanca, wo er lehrte. Er starb 1936. Seine Werke sind stets von persönlichen Anliegen geprägt. Er schrieb Essays, Gedichte, Dramen und Romane. Zu seinen wichtigsten Romanen zählen Paz en la guerra ("Frieden im Krieg"), Amor y pedagogía ("Liebe und Pädagogik") und Niebla ("Nebel").

Pío Baroja

Pío Baroja wurde 1872 in San Sebastián geboren. Er widmete sich zeitlebens der Literatur und dem Journalismus und starb 1956 in Madrid. Er hatte eine pessimistische Sicht auf Leben und Welt; er war skeptisch, querdenkend und unabhängig. Baroja ist der Autor von etwa 60 Romanen. Fast alle sind meist um einen zentralen Charakter, einen Außenseiter oder Abenteurer, aufgebaut. Wichtige Werke sind Zalacaín el aventurero ("Zalacaín der Abenteurer"), La busca ("Die Suche") und El árbol de la ciencia ("Der Baum der Wissenschaft").

Ramón María del Valle-Inclán

Er begann mit der Veröffentlichung von Büchern mit Kurzgeschichten und Erzählungen sowie vier Romanen in einer sorgfältigen modernistischen Prosa. Kennzeichnend ist bei ihm die Ästhetik des Grotesken, die sich in einer systematischen Verformung der Wirklichkeit, in karikierenden Figuren und beißendem Spott ausdrückt. Beispiele sind der Roman Tirano Banderas und die Trilogie mit dem Titel »Die Iberische Arena«.

Azorín (José Martínez Ruiz)

Azorín ist das Pseudonym von José Martínez Ruiz; er wurde 1873 in Monóvar geboren und starb 1967 in Madrid. Ein wichtiges Kennzeichen seines Stils ist die Schlichtheit und Klarheit mit sehr kurzen Sätzen. Er schrieb mehrere Romane und Theaterstücke, ist jedoch am bekanntesten für seine Essays.

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