Die Generation von 27 und die Avantgarde
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Die Generation von 27
Die "Generation von 27" war eine Gruppe von Dichtern mit ähnlichen Interessen und Hobbys. Zu ihr gehörten Federico García Lorca, Rafael Alberti, Pedro Salinas, Jorge Guillén, Luis Cernuda, Vicente Aleixandre, Manuel Altolaguirre, Emilio Prados, Dámaso Alonso und Gerardo Diego. Diese Liste könnte durch Essayisten wie José María Zambrano und Benjamín sowie Romanautoren wie Francisco Ayala und Rosa Chacel ergänzt werden. Alle Mitglieder teilten eine gemeinsame Eigenschaft: die Verbindung von Tradition und Originalität sowie die Brücke zwischen der Hochkultur und dem Populären.
Wichtige Strömungen
- Neopopularismus: Überwiegend Achtsilber, Assonanz und Reim. Es wurden Parallelen und Chöre aus populären Liedern und Balladen verwendet.
- Avantgarde: Der Zusammenbruch der Syntax, die Beseitigung der Interpunktion und die Verwendung irrationaler, visionärer Bilder prägen diese Werke. Gerardo Diego ist hier hervorzuheben (z. B. in Manual de espumas).
- Reine Poesie (Poesía Pura): Dieser Trend, der Jorge Guillén zugeschrieben wird, manifestierte sich 1928 mit der Veröffentlichung von Cántico. Die Gedichte versuchen, die Fülle der Gegenwart auszudrücken, ohne Raum für Melancholie oder Verzweiflung zu lassen.
Zentrale Themen
- Die Liebe: Eine leidenschaftliche Vision, die Lust und Schmerz vermischt.
- Die Fülle des Lebens: Wie Jorge Guillén in Cántico darstellt, die Überraschung über die Harmonie, die die Natur hervorbringt.
- Der Tod.
Federico García Lorca
Sein Werk umfasst zwei Hauptbereiche: Lyrik und Drama. Seine Entwicklung lässt sich in drei Phasen unterteilen:
- Neopopulistische Phase (1921–1928): In seiner Dichtung greift er die andalusische Populärkultur auf und imitiert Metrum und Stil traditioneller Lieder und Balladen, oft in Verbindung mit dem Flamenco.
- Surrealistische Phase (1929–1932): Der Einfluss des Surrealismus wird deutlich, als er 1930 während seines Aufenthalts in den USA Poeta en Nueva York (Dichter in New York) schrieb. Die visionären Bilder dienen dazu, die Verwüstung auszudrücken, die die kapitalistische Gesellschaft New Yorks hervorruft.
- Phase der Balance zwischen Tradition und Moderne (1932–1936).
Die Avantgarde
Der Begriff Avantgarde bezieht sich auf eine Reihe von künstlerischen Bewegungen, allgemein bekannt als "Ismen", die sich im ersten Drittel des zwanzigsten Jahrhunderts in Europa und Amerika entwickelten und auf eine neue Auffassung von Kunst setzten.
Wichtige Ismen
- Futurismus: Marinetti schuf die Grundlagen. Diese Bewegung zeichnete sich durch die Verherrlichung des Fortschritts und der Mechanik aus, sowie durch eine Sprache, die frei von den Zwängen der Syntax und der Interpunktion war.
- Dadaismus (Dada): Von Tristan Tzara während des Ersten Weltkriegs ins Leben gerufen, war er eine große Ablehnung der Logik einer Gesellschaft, die die allgemeine Absurdität des Krieges erreicht hatte. Die Inkonsistenz in der Sprache drückte die Ablehnung gesellschaftlicher Konventionen aus.
- Surrealismus: Der wichtigste Vertreter war André Breton. Er befürwortete die Freiheit des schöpferischen Menschen.