Geografie und Morphostruktur Spaniens

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Das geografische Gebiet Spaniens

Spanien ist ein mittelgroßer europäischer Staat (505.990 km²). Es besteht aus dem Festland (97,55 % der Fläche), den Balearen (0,99 %), den Kanarischen Inseln (1,45 %) sowie Ceuta und Melilla (0,1 %). Dieses Gebiet weist eine große natürliche Vielfalt (Vielfalt des Bodens und klimatische Gegensätze) und menschliche Vielfalt auf (ungleiche Verteilung des Reichtums, was zu einer Vielfalt der wirtschaftlichen Aktivitäten führt).

Lage

Spanien liegt in der nördlichen gemäßigten Zone, zwischen zwei Kontinenten (Afrika und Europa) und zwischen zwei großen Gewässern (Atlantik und Mittelmeer). Diese Lage hat Spanien zu einem Ort der natürlichen Kreuzung (Luftmassen unterschiedlicher Herkunft) und der Geopolitik (Treffpunkt verschiedener Völker und Kulturen im Laufe der Geschichte) gemacht.

Geografische Koordinaten

  • 43° bis 36° N
  • 0° bis 3° E und 0° bis 9° W

Merkmale des Halbinsel-Reliefs

Das Relief der Halbinsel weist folgende Eigenschaften auf:

  • Große Breite: Von Westen nach Osten beträgt die Ausdehnung 1094 km.
  • Gerade Küstenlinie: Die Küste ist wenig zerklüftet, was das Eindringen des Einflusses des Meeres ins Innere begrenzt.
  • Hohe Durchschnittshöhe: Die durchschnittliche Höhe beträgt 660 Meter.
  • Hohe Bergketten und Hochebenen: Im Inneren der Halbinsel befindet sich ein umfangreicher Hochlandkern (zwischen 600 und 800 Meter).
  • Bergiges Terrain: Das bergige Gelände rund um die Hochebene schränkt den Einfluss des Meeres auf das Innere ein und führt zu erheblichen Unterschieden zwischen der Küste und der Halbinsel.

Geografische Koordinaten

Breitengrad (Latitude)

Der Breitengrad ist der Winkelabstand zwischen einem Punkt auf der Erdoberfläche und dem Äquator. Er wird mit den Parallelen vom Äquator zu den Polen gemessen.

Längengrad (Longitude)

Der Längengrad ist der Winkel zwischen der Meridianebene des Ortes und der Nullmeridianebene. Er reicht von 0° bis 180° Ost oder West.

Morphostrukturelle Einheiten

1. Arten von morphostrukturellen Einheiten

a) Die Sockel (Tafelberge)

Die Sockel sind Tafelberge, die in der Primär- oder Paläozoikum-Ära entstanden sind. Sie bestehen aus siliziumhaltigen Gesteinen (Granit, Schiefer, Quarzit und Gneis). Da sie sehr widerstandsfähig sind, werden sie nicht gefaltet, sondern brechen oder reißen (westliche Hälfte der Halbinsel).

b) Die alten Massive

Diese Massive wurden während der Orogenese des Tertiärs durch die erneute Hebung eines Blocks des Sockels gebildet. Sie bestehen aus paläozoischem Material und weisen weiche und gerundete Gipfel auf. Beispiele sind das Zentralsystem, die Montes de Toledo, das Galizische Massiv und der westliche Teil des Kantabrischen Gebirges.

c) Die Faltungsbereiche

Hierbei handelt es sich um große gebirgige Erhebungen der Tertiär-Gebirgsbildung, die durch die Faltung von sedimentären Materialien, hauptsächlich Kalkstein, entstanden sind, welche in der Sekundär-Ära im Meer abgelagert wurden.

  • Zwischengeschaltete Kordilleren: Material, das durch die Faltung von Ablagerungen an den Rändern der Sockel gebildet wurde (z. B. das Iberische Gebirge und der östliche Teil des Kantabrischen Gebirges).
  • Alpenkämme: Material, das durch die Faltung von Ablagerungen in langen, tiefen Gräben gebildet wurde (z. B. Pyrenäen, Betische Kordillere).

d) Die Depressionen

Depressionen sind eingesunkene Bereiche, die im Tertiär entstanden und mit Sedimenten (Kalkstein, Ton, Sandstein oder Mergel) gefüllt wurden.

  • Druckbecken: Gebildet durch den Zusammenbruch eines Blocks.
  • Voralpine Vertiefungen: Befinden sich auf beiden Seiten der alpinen Gebirgsketten (Depressionen des Ebro und des Guadalquivir). Sie entstanden durch Dekompression nach der Hebung der Kordilleren, was zum Zusammenbruch einiger Fragmente führte.

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