Geografische Fachbegriffe: Definitionen und Erklärungen
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Kartografie und Relief
- Kartenmaßstab: Das Verhältnis zwischen einer gemessenen Länge auf der Karte und der entsprechenden Länge in der Wirklichkeit.
- Topografische Karte: Eine Basiskarte, die sowohl physische als auch menschliche Aspekte eines Raumes detailliert darstellt.
- Solstitium (Sonnenwende): Zeitpunkt im Umlauf der Erde, an dem die Sonne senkrecht über den Wendekreisen steht.
- Äquinoktium (Tagundnachtgleiche): Zeitpunkt im Umlauf der Erde, an dem die Sonne senkrecht über dem Äquator steht.
- Meseta: Eine sehr große, flache und über dem Meeresspiegel erhöhte Oberfläche.
- Zócalo: Paläozoische Plattform, die das Grundgebirge eines Reliefs bildet.
- Kordillere (Gebirge): Hochgebirge, die durch Gebirgsbildungsprozesse im Tertiär entstanden sind.
- Sedimentbecken: Ein im Tertiär entstandener, abgesenkter Bereich, der mit Sedimenten gefüllt ist.
- Karstrelief: Eine Landschaftsform, bei der Kalkgestein durch Regenwasser entlang von Rissen oder Fugen gelöst wird.
- Verwerfung (Falla): Ein Bruch in der Erdkruste mit einer Verschiebung der gebrochenen Gesteinsblöcke.
Küstenformen
- Mündungsgebiet: Ein Flusstal, das vom Meer überflutet wurde.
- Delta: Eine Küstenform, die entsteht, wenn ein Fluss mehr Sedimente ins Meer trägt, als durch Strömungen oder Wellen abtransportiert werden können.
- Ästuar (Trichtermündung): Eine breite Flussmündung, in die das Meer weit ins Landesinnere eindringt.
Meteorologie und Klima
- Barometer: Instrument zur Messung des Luftdrucks pro Flächeneinheit.
- Antizyklon (Hochdruckgebiet): Ein Gebiet mit hohem Luftdruck, umgeben von niedrigerem Druck.
- Depression (Tiefdruckgebiet): Ein Gebiet mit niedrigem Luftdruck, umgeben von höherem Druck.
- Isobaren: Linien auf Wetterkarten, die Punkte mit gleichem Luftdruck verbinden.
- Polarfront: Eine Grenzfläche, die polare Luftmassen von tropischen Luftmassen trennt.
- Jetstream: Ein starkes Windband in 9 bis 11 km Höhe, das in West-Ost-Richtung zirkuliert und das Wetter maßgeblich beeinflusst.
- Niederschlag: Wasser, das aus Wolken auf die Erdoberfläche fällt, entweder in flüssiger Form (Regen) oder fest (Schnee und Hagel).
- Isohyete: Eine Linie, die Orte mit der gleichen Niederschlagsmenge verbindet.
- Niederschlagsregime: Der zyklische Rhythmus oder die Schwankung der Niederschläge im Jahresverlauf.
- Einstrahlung: Die Menge der Sonnenstrahlung, die die Erdoberfläche erreicht.
- Temperaturamplitude: Der Unterschied zwischen der Durchschnittstemperatur des wärmsten und des kältesten Monats.
- Temperaturregime: Der zyklische Rhythmus oder die Schwankung der Temperaturen im Jahresverlauf.
Hydrologie
- Niedrigwasser (Magra): Der Zeitraum, in dem ein Fluss seine geringste Wasserführung erreicht.
- Einzugsgebiet: Das Gebiet, dessen Wasser in einen Hauptstrom und dessen Nebenflüsse abfließt.
- Quelle: Der höchstgelegene Sektor eines Flusstals.
- Abflussregime: Die saisonalen Schwankungen der Wasserführung eines Flusses, abhängig von Niederschlagsverteilung und Schneeschmelze.
- Wildbach (Torrente): Ein zeitweise wasserführendes Gerinne, das durch starke Niederschläge oder rasche Schneeschmelze entsteht.
- Rambla: Ein trockenes Flussbett, das den Großteil des Jahres kein Wasser führt.
- Wassertransfer: Die Überleitung von Wasser zwischen verschiedenen Einzugsgebieten bei Überschuss oder Defizit.
- Gletschersee: Eine Ansammlung von Schmelzwasser in einer durch Gletschereis geformten Mulde oder einem Tal.