Geographie und Relief der Iberischen Halbinsel
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1. Das spanische Hoheitsgebiet
1.1. Lage der Iberischen Halbinsel
Die geographische Lage der Halbinsel begünstigt den Handel mit Europa. Die Pyrenäen bilden eine natürliche Barriere, waren jedoch in der Vergangenheit kein Hindernis für den Kontakt mit anderen Völkern. Es gibt einige Pässe, um das Nachbarland zu erreichen, ohne dass Flüsse zwischen den beiden Ländern liegen. Nur 14 km trennen Gibraltar von Afrika. Durch die Meerenge fand ein kultureller und wirtschaftlicher Austausch statt, der zudem die Navigation erleichterte.
1.2. Merkmale des Reliefs auf dem spanischen Festland
Das Relief ist die Gesamtheit der Formen, die die Oberfläche aufweist. Diese Formen sind dynamisch, sodass sie im Laufe der Zeit entstehen und wieder zerstört werden. Das Relief des spanischen Festlands weist vier grundlegende Merkmale auf:
- Die Gleichmäßigkeit: Die Ausdehnung wird durch die Küstenlänge (400–500 km) bestimmt. Der Großteil der Küstenlinie verläuft geradlinig, mit Ausnahme kleiner Abschnitte wie der galicischen Küste.
- Die große Höhe: Diese resultiert aus zwei Faktoren: der Existenz einer umfangreichen zentralen Hochebene (Meseta), die drei Viertel der Halbinsel einnimmt, und den vielen Gebirgszügen, die das Gebiet durchqueren. Die Durchschnittshöhe der Iberischen Halbinsel beträgt 600 m. Die Höhe und die steilen Hänge erschweren die Bildung landwirtschaftlich nutzbarer Böden, behindern die Kommunikation und verschärfen die Wetterbedingungen.
- Die Randlage des Reliefs: Der Zugang zur Hochebene ist erschwert. Die Randgebirge verhindern, dass der Einfluss des Meeres bis in das Landesinnere reicht, was zu extremen Wintern und Sommern führt.
- Die Vielfalt des Reliefs: Aufgrund der komplexen geologischen Formation und der Vielfalt der Klimazonen gibt es eigenständige natürliche Einheiten, welche die Vielfalt der Regionen und Landschaften beeinflussen.
2. Die Meseta: Gebirgsgrenzen und das Innere
Das Relief verfügt über vier große morphostrukturelle Einheiten: die Hochebene (Meseta), die Randgebirge, die Gebirgszüge außerhalb der Hochebene sowie zwei große Küstensenken.
2.1. Die zentrale Hochebene (Meseta)
Die Meseta nimmt 45 % der spanischen Fläche ein und wurde im Laufe der Zeit in zwei Blöcke unterteilt:
- Die nördliche Sub-Meseta mit einer durchschnittlichen Höhe von 800–850 Metern ist von Bergen umgeben und wird vom Einzugsgebiet des Duero durchquert. Die Flüsse überwinden hier den Unterschied zwischen dem Hochland und der Peneplain (einer Rumpffläche mit sanften Hängen und breiten Tälern, in denen das Wasser ruhig fließt).
- Die südliche Sub-Meseta hat eine durchschnittliche Höhe von 500–600 Metern und eine leichte Neigung zum Atlantik. Sie besteht aus zwei Plateaus, die durch die Berge von Toledo getrennt werden: das Becken des Tajo und das Becken des Guadiana. Zwischen diesen beiden Hochebenen liegen die Ebenen von La Mancha.
2.2. Das Gebirgsinnere der Hochebene
Zentralsystem: Es unterteilt die zentrale Hochebene in zwei Hälften und besteht aus verschiedenen Gebirgsketten von großer Bedeutung. Der höchste Gipfel ist der Almanzor. Innerhalb des Zentralsystems finden sich Pässe, offene Täler und schneebedeckte Berge.
Die Berge von Toledo: Sie gliedern sich in zwei Teile und bilden in der südlichen Sub-Meseta die Trennlinie zwischen den Einzugsgebieten der Flüsse Tajo und Guadiana. Es handelt sich um eine Gebirgskette mit bescheidener Höhe (bis zu 1400 m).