Geomorphologie: Aride Gebiete und Küstenprozesse

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Aride Gebiete: Merkmale und Entstehung

Trockengebiete umfassen 30 % der Erdoberfläche und bestehen primär aus Wüsten und Steppen. Sie konzentrieren sich auf subtropische Zonen mit hohem Luftdruck, in denen die Luft komprimiert wird und Wolkenbildung durch topografische Gegebenheiten unterdrückt wird.

Geomorphologische Prozesse in ariden Gebieten

Es lassen sich zwei Arten der Verwitterung unterscheiden:

  • Physikalische Verwitterung: Betrifft Gesteine und Mineralien.
  • Chemische Verwitterung: Betrifft metallhaltige und lehmige Böden.

Wasser ist aufgrund geringer Niederschläge kein prägender Faktor für die Vegetation. Abflussrinnen sind während der Trockenzeit meist wasserlos.

Evolution der Landschaften

Aride Landschaften zeichnen sich durch geschlossene Becken mit interner Drainage aus. Die Entwicklung wird durch tektonische Prozesse (Verwerfungen) und Sedimentation (Schwemmkegel, Seen) bestimmt. Erosion in den umliegenden Gebirgen führt zur Auffüllung der Becken. Die höchsten Gipfel, die aus diesen Sedimenten herausragen, werden als Inselberge bezeichnet.

Wind als geomorphologischer Faktor

Der Wind fungiert in der Wüste als Transportmittel für feinkörniges Material. Er formt die Landschaft durch:

  • Deflation: Bildung von Wüstenpflaster und Senken.
  • Abrasion: Erosion von Felsen durch sandhaltigen Wind.

Dünenbildung

Dünen sind asymmetrische Sandablagerungen, die in Windrichtung wandern. Sie werden nach ihrer Form klassifiziert (z. B. Quer-, Längs- oder Parabeldünen), abhängig von der Sedimentmenge und der Windrichtung.

Küsten: Geomorphologische Prozesse

Küsten sind dynamische Systeme, die ständigen Erosionsprozessen unterliegen. Der wichtigste Faktor ist die Wellenenergie, die durch Wind erzeugt wird. Die Erosionskraft der Wellen formt die Küstenlinie, wobei Sand meist aus Flüssen stammt, während Geröll durch die Brandung an Klippen entsteht.

Gezeiten und ihre Wirkung

Gezeiten entstehen durch die Anziehungskraft von Mond und Sonne auf die Hydrosphäre:

  • Springtide: Sonne und Mond stehen in einer Linie (maximale Gezeitenkraft).
  • Nipptide: Sonne und Mond bilden einen 90-Grad-Winkel (minimale Gezeitenkraft).

Aufgrund der Erdrotation verschiebt sich der Zeitpunkt der Flut täglich um etwa eine Stunde.

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