Geomorphologie und Gebirgszüge der Iberischen Halbinsel
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Hügel- und Plateaulandschaften (Campinas)
Die Campinas sind hügelige Landschaften mit weiten, sanften Hängen ohne steile Böschungen. Sie bestehen aus Lehm und Sand und bilden langgestreckte Hügel und Täler. Die Hügel sind oft durch flache Senken getrennt, selten mit einem ausgeprägten Flussbett. Sie liegen auf verschiedenen Höhenebenen (700–1000 m). Details zur Genesis und Lage:
Tierra de Campos
Liegt in den Tälern der Flüsse, die aus den Bergen entspringen. Sie besteht aus wasserundurchlässigem Ton, der durch Erosion unterbrochen ist und schnelle, flache Lagunen gebildet hat.
Südliche Duero-Campinas
Kiefernland, das mit Sand bedeckt ist, der aus den Bergen durch Wind abgetragen wurde und sogar Dünen bildet (Landschaft Arevalo-Madrigal).
Marginal-Campinas
Schmale Streifen zwischen den Mooren und Bergen.
Detritische Plattform
Flussterrassen aus Schlamm, die besonders hervorgehoben wurden in:
Das Land der Medina
Weist 6 Terrassenstufen mit einem Höhenunterschied von 120 m auf. Die höchsten Stufen liegen in der Nähe der Wasserscheiden und isolierten Hügel.
4. Gebirgsketten (Ridge Mountains)
Tertiäre Störungen, verursacht durch die Reaktivierung alter Bruchzonen und die Faltung von Material, das während des Mesozoikums an den Rändern abgelagert wurde.
a) Galicisch-Leonesisches Massiv
Nordöstlicher Winkel der Bruchzone. Die entstandenen Blöcke wurden durch Bruchtektonik aus dem Gleichgewicht gebracht und wieder angehoben. Sie bestehen hauptsächlich aus paläozoischen Materialien und weisen niedrige, runde Gipfel auf.
- Wichtige Sierras: Segundera, Cabrera und Los Ancares.
- Die Montes de León bestehen aus gebrochenen Granitblöcken. Das wichtigste dadurch entstandene Rift Valley ist das Bierzo.
b) Kantabrisches Gebirge
Besteht aus zwei unterschiedlichen Bereichen:
Asturisches Massiv (Westen)
Der westliche Teil weist ein Appalachen-Relief auf. Im Osten dominieren mächtige Kohle-Kalkfelsen, wie die Picos de Europa, wo sich die höchsten Gipfel befinden. Diese wurden durch Gletscher und periglaziale Prozesse geformt.
Ost-Sektor
Gekennzeichnet durch die abfallende Faltung sehr mächtiger Sedimente aus der Kreidezeit, resultierend aus der marinen Regression. Klassisches Jura-Relief mit Sätteln und Mulden, oft mit Reliefumkehr.
c) Iberisches Gebirge (Cordillera Ibérica)
Sekundärgebirge. Paläozoische Materialien bilden Blöcke (wie der Bruch im Moncayo). Sekundärmaterialien bleiben oft höher als die paläozoischen Einheiten selbst.
Nördliche Gebirgsketten (Sierra de la Demanda)
Teilt die Becken des Duero und des Ebro. Auf der Südseite stehen die Falten, die durch die Auswirkungen von Verwerfungen verstärkt wurden, die umgekehrte Biegespannungen zeigen. Im Zentrum und Nordosten von Soria finden wir große Kalkstein-Plateaus und erodierte Tertiärbecken (z. B. Almazán).
Zwei Äste folgen der gleichen NW-SE-Richtung zum Mittelmeer:
- Sierra de Albarracín
- Äußere oder Aragonische Sierras (Gúdar und Javalambre)
Die Kalksteinmassive Gúdar und Javalambre (beide 2020 m) weisen in ihren höheren Sektoren reichlich Karstformen und große Poljen auf. Beide Äste sind durch das Rift Valley des Jiloca getrennt, das aus älteren und quartären Materialien besteht und sich im Norden in der Depression von Calatayud fortsetzt. Dort ist tertiäres Füllmaterial in stark zerfurchten Plateaus und Tafeln angeordnet.
d) Sierra Morena
Ein abrupter Abbruch, der das Iberische Zentralmassiv (MCI) vom Guadalquivir-Tal trennt. Es handelt sich um eine große, an vielen Stellen gebrochene Verwerfung.