Geomorphologie: Kristalline Massen, Batholithe und Verwerfungsstrukturen

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Kristalline Formen und Vulkanische Massen

Kristalline Masse: Definition und Klassifikation

Die Kristalline Masse ist ein Sammelbegriff für intrusive magmatische und metamorphe Gesteine, wie z. B. Granit, Gneis und andere kristalline Gesteinsarten (z. B. 'Asquitos' – Anm. d. Red.: unklare Gesteinsart). Sie werden unterteilt in:

A) Homogene Kristalline Masse (Batholithe)

Hierbei handelt es sich um riesige, intrusive Granitkörper. Sie reichen mehrere Kilometer tief und steigen durch Erosion an die Oberfläche. Die topographische Entwicklung von Batholithen variiert je nach Struktur und Zusammensetzung der Gesteinsmasse und davon, ob sie tektonisch blockiert wurde oder nicht.

Sobald ein Batholith die Oberfläche erreicht, bildet sich eine Landschaft aus kleinen Hügeln, die durch Täler getrennt sind (oft als Lomerío bezeichnet). Diese Massen sind ceteris paribus homogen, sowohl in Bezug auf das Gestein als auch auf das Relief.

Entwässerungsmuster Homogener Massen

Das Entwässerungsmuster besteht aus dendritischen und insequenten Wasserläufen, ähnlich wie bei horizontalen Sedimentgesteinsschichten. Wenn das Gestein parallele Verwerfungen aufweist, kann sich das Entwässerungsmuster ändern. Tritt dieses Muster auf, spricht man von regelmäßiger Entwässerung.

B) Metamorphe Gürtel

In diesen Regionen spiegelt die Topographie die unterschiedlichen Denudationsraten paralleler Zonen metamorpher Gesteine wider (z. B. Schiefer, Quarzit, Marmor). Die Gesteinsarten verhalten sich wie folgt:

  • Marmor neigt dazu, charakteristische Täler zu bilden.
  • Schiefer und Tonschiefer bilden oft hervorgehobene Berge oder Hügel.
  • Quarzit ist sehr widerstandsfähig, bildet in der Regel grobe Erhebungen und kann zu schmalen Ziegenrücken (Hogbacks) führen.

Tektonische Strukturen und Verwerfungen

Die Topographie wird maßgeblich durch das Zusammenspiel von Metamorphiten beeinflusst, die unterschiedlich auf äußere Angriffe (Erosion) reagieren.

  • Überschiebung (Thrust Fault): Entspricht einer überwiegend horizontalen Bewegung, bei der die Bruchfläche flach ist und ein Block auf die Oberfläche eines anderen Blocks aufreitet.
  • Graben: Ein Block sinkt zwischen zwei normalen Verwerfungen ab. Grabenstrukturen sind charakteristisch für die Tektonik von Schilden. Die Landschaft wandelt sich von Bergen in eine hügelige Region mit regelmäßigen Profilen. Sedimente reichern sich in den abgesunkenen Blöcken an, was zu weiterem Absinken führen kann.
  • Horst: Dies sind Berge oder Plateaus, die oft eine relativ volle Oberseite und steile, aber geradlinige Hänge aufweisen.

Erosive Entwicklung von Verwerfungssteilhängen

Die Entwicklung eines Verwerfungssteilhanges durch Erosion durchläuft verschiedene Stadien:

  • Junger Verwerfungssteilhang: Der Steilhang ist gerade und intakt. Er wird jedoch bereits von Wasserläufen eingeschnitten, und an seiner Basis bilden sich Schwemmfächer und Schuttkegel.
  • Reifer Verwerfungssteilhang: Verwitterung und Erosion haben zum Rückzug des Steilhanges geführt. Sein Profil ist nun völlig unregelmäßig.
  • Zerstörung der Widerstandsfähigen Schicht: Die widerstandsfähige Schicht (die 'Lippe') am oberen Rand der Verwerfung wird zerstört. Dadurch wird die darunter liegende weichere Formation freigelegt, die sehr schnell erodiert. Dies führt dazu, dass die Höhe des Geländes geringer wird als die des ursprünglichen, intakten widerstandsfähigen Grundgesteins.
  • Reduktion zur Fastebene (Peneplain): Die Region wurde zu einer Fastebene reduziert, und der Steilhang ist vollständig zerstört. Das Gelände auf beiden Seiten der Verwerfungslinie hat nun die gleiche Höhe.
  • Freilegung des Grundgebirges: Die Erosion hat ein Muster entlang der Bruchlinie geschaffen. Dies geschieht, weil die gesamte sedimentäre Deckschicht, die auf beiden Seiten der Verwerfung lag, erodiert wurde und somit das magmatische Grundgebirge freigelegt wird, das seine Materialien abgelagert hatte.

Gekippte Blöcke (Tilted Blocks)

Gekippte Blöcke sind Regionen, in denen Verwerfungen zu einer großflächigen Verschiebung von Bergmassiven führen, oft im Ausmaß von Hunderten von Metern.

Ein gekippter Block weist typischerweise zwei Merkmale auf: einen steilen Hang (die Verwerfungsböschung) und einen sanften Gegenhang. Die anfängliche Wasserscheide liegt nahe der Spitze des Verwerfungssteilhanges.

Erosive Entwicklung Gekippter Blöcke

Im Verlauf der Erosion verändert sich die unregelmäßige, eckige Form des ursprünglichen Berges. Charakteristisch sind die Überreste von dreieckigen Formen, die als dreieckige Facetten bezeichnet werden.

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