Geschichte der Arbeiterbewegung: Ursprung und Ideologien
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Die Arbeiterbewegung
Unternehmer etablierten für die Arbeitnehmer prekäre Arbeitsbedingungen: Arbeitszeiten waren zu lang (bis zu 16 Stunden), es gab keinen Sicherheits- und Gesundheitsschutz, Kinderarbeit war verbreitet, die Löhne waren niedrig (insbesondere bei Frauen), es herrschte willkürliche Entlassung, ein Mangel an Urlaub und sozialer Sicherheit sowie ein Verbot der Vereinigungsfreiheit, um die Rechte der Arbeitnehmer zu verteidigen.
Die Anfänge der Arbeiterbewegung
Die erste Reaktion erfolgte in Großbritannien durch eine Gruppe von Arbeitnehmern, die aus Protest Maschinen zerstörten (Maschinenstürmer). Diese Bewegung nennt man Luddismus. Später entstanden die Gewerkschaften – Vereine von Arbeitern desselben Berufs, die versuchten, bessere Lebensbedingungen zu erreichen. Besonders hervorzuheben ist der Chartismus, benannt nach einer Gruppe von Arbeitern, die in einem Schreiben an das Parlament, der „People's Charter“ (1838), politische Forderungen zugunsten der Arbeitnehmer stellten.
Zudem entstand der utopische Sozialismus, eine ideologische Strömung, die forderte, dass der Staat in die Wirtschaft eingreifen sollte, um die Bedingungen für die Arbeiter zu verbessern.
Entwicklung der Arbeiterbewegung
Mit neuen Organisationsformen und dem Fortschritt der Gewerkschaften begannen die Arbeitnehmer den Kampf. Zu den Mitteln gehörten:
- Der Einsatz des Generalstreiks als Druckmittel (obwohl dieser illegal war).
- Die Entstehung und Ausbreitung des Marxismus und Anarchismus.
- Die Gründung der Internationalen Arbeiterassoziation.
Marxismus und Anarchismus
Der Marxismus
Der Marxismus ist eine politische und wirtschaftliche Theorie, die auf den Gedanken von Karl Marx und Friedrich Engels basiert. Diese Ideologie sprach sich für eine wirtschaftliche, soziale und politische Veränderung durch den Klassenkampf aus. Die Arbeiterklasse sollte der Bourgeoisie gegenübertreten. Nach der Machtübernahme sollte das kapitalistische System abgeschafft und die Produktionsmittel kollektiviert werden. Ziel war die Schaffung einer klassenlosen Gesellschaft.
Der Anarchismus
Der Anarchismus ist eine politische Theorie, die maßgeblich von Pierre-Joseph Proudhon und Michail Bakunin geprägt wurde. Der Anarchismus lehnt jede Form von Regierung ab und verteidigt die Freiheit des Einzelnen sowie die Abschaffung staatlicher Autoritäten.
Die soziale Organisation sollte auf kleinen Gemeinden basieren, in denen sich Menschen selbst versorgen und kein Privateigentum existiert.