Die Geschichte der argentinischen Viehzucht
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Anfänge der Viehzucht im 16. Jahrhundert
Nach dem 16. Jahrhundert wurde das Vieh in unser Land eingeführt, um die Viehzucht zu begründen. Es gibt zwei Annahmen über den Ursprung: Die Ankunft von sieben Kühen und einem Stier aus Brasilien oder, als weiterer Grund, dass sie aus Oberperu kamen.
Die Tiere wuchsen in Freiheit auf. Die großen Wiesen und das Klima schufen eine ausreichende Grundlage für wilde Rinder, deren Zahl in die Tausende ging. Im Jahre 1600 wurde die erste Molkerei organisiert. Die Standorte bestanden aus Umwegen, um so viele Tiere wie möglich zu erlegen. Nur die Hörner, etwas Fett und das Leder erzielten einen Erlös. Der Rest blieb den Rudeln wilder Hunde überlassen. Es wird geschätzt, dass es damals täglich Bestände von 100.000 Häuptern gab.
Regionale Entwicklung im 17. Jahrhundert
Im Jahr 1550 wird geschätzt, dass eine Kuh in Buenos Aires etwa 100 Pesos kostete; 100 Jahre später sank der Preis auf 50 Cent. Im 17. Jahrhundert unterteilte sich Argentinien noch in drei verschiedene Zonen:
- Region Tucumán: Regionalmarketing von Maultieren mit Oberperu.
- Region Cuyo: Handel mit Obst und Wein mit Chile.
- Region Buenos Aires: Ausfuhr von Häuten.
Dies brachte jedoch einen Rückgang des Rodeo-Viehs mit sich.
Wandel im 18. Jahrhundert und das Vizekönigreich
Zwischen 1703 und 1737 entstand eine enorme Nachfrage nach Leder. Der Cimarrón-Viehbestand verschwand größtenteils aus diesem Grund. Es gab eine große Nachfrage vonseiten der Engländer. Es wurde beschlossen, Sammelquoten für jeden Handgriff festzulegen. In diesem Jahrhundert begannen sich Viehzüchter zu formieren, obwohl sie damals noch nicht die reichsten Menschen in der Stadt waren.
Die erste Veranstaltung fand in einem zentral installierten Schlachthof statt. Die sogenannten Corrales bestanden aus den Schlachthöfen. Die Gründung des Vizekönigreichs von La Plata und des Hafens von Buenos Aires gab dem Freihandel einen großen Schub. In diesen Jahren begann Francisco Medina mit der Herstellung von gesalzenem Fleisch. Durch das Salz steigt die Haltbarkeit des Fleisches. Da sich der Prozess über einige Kilometer von der Grenze zu den Indigenen erstreckte, wurden aus diesem Grund mehrere Forts gebaut. Der erste Export war Tasajo (Trockenfleisch), das auf Frachtschiffen nach Kuba geliefert wurde. Im Jahr 1780 wurden die Viehzüchter in die Pflicht genommen, ihre Tiere aus dem städtischen Gefüge fernzuhalten; nur Tambos waren erlaubt. Marken und Warenzeichen dienten dazu, zwischen den verschiedenen Rindviehhaltungen zu unterscheiden.
Revolution und neue Technologien im 19. Jahrhundert
Während der Revolution war die Versorgung mit Fleisch ein ständiges Problem. Es gab Konflikte zwischen den Salzhändlern und den Metzgern. Im Jahre 1821 erlebten die Saladeros einen neuen Aufschwung und mussten sogar aus der Stadt wegziehen, um Infektionen zu verhindern. Auch in der Region Entre Ríos gab es Saladeros. Im Jahre 1860 wurde eine neue Technologie eingeführt, mit der Rindfleisch nach Europa exportiert wurde, was weit verbreitet war. Der Bau von Kühlmaschinen ermöglichte die Wartung und den Erhalt des Fleisches für vier Monate in gutem Zustand.
Dies führte zur Installation der ersten Kühlhäuser. Argentinien exportierte Fleisch auf verschiedenen Wegen: Pökelfleisch, Fleischextrakte, gefrorenes Fleisch und Vieh am Stück. Mit dem Rückgang des Tasajo aufgrund der Abschaffung der Sklaverei nahm die Bedeutung der Kühlhäuser zu.
Der moderne Fleischmarkt und Exportquoten
Es gab Zeiten, in denen rohes Fleisch aufgrund von Krankheiten verboten war, aber die Notwendigkeit von Rindfleisch sorgte dafür, dass der Markt wieder geöffnet wurde. Der Großteil des von Großbritannien verbrauchten Fleisches stammte aus Argentinien. Die Kühlhäuser wurden mit britischem Kapital betrieben, weshalb auch britische Rinderrassen eingeführt wurden. In den USA waren hingegen nur Wurstwaren zulässig. Nach einem weiteren Ausbruch verbot Großbritannien Fleisch mit Knochen und Innereien. Heute sind viele Unternehmen frei von Krankheiten und können Fleisch ins Ausland exportieren.
Man unterscheidet heute zwischen der Hilton-Quote (beste Schnitte) und Nicht-Hilton-Schnitten. Es wird mit Rindern, Pferden, Schafen und Geflügel gearbeitet, um Erzeugnisse für den menschlichen Verzehr zu gewinnen.