Die Geschichte der International Phonetic Association
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1. Der Ursprung der Phonetik: Die International Phonetic Association
Die Association Phonétique Internationale (International Phonetic Association) wurde 1886 gegründet. Sie entstand aus einer kleinen Gruppe von Sprachlehrern in Frankreich, die den Nutzen der Phonetik für ihre Arbeit erkannt hatten und deren Popularisierung anstrebten.
Erste Aktivitäten und das phonetische Alphabet
Eine der ersten Aktivitäten des Vereins war die Herausgabe einer Zeitschrift, die vollständig in phonetischer Transkription gedruckt wurde. Phonemische Symbole werden dabei verwendet, um einzelne Laute in der Transkription darzustellen.
Die Idee zur Gründung eines phonetischen Alphabets geht auf einen ersten Vorschlag von Otto Jespersen im Jahr 1886 zurück. Im August 1886 wurde die erste Version des International Phonetic Alphabet (IPA) veröffentlicht. Die grundlegenden Prinzipien waren:
- Für jeden unterscheidbaren Laut sollte ein eigenes Schriftzeichen existieren.
- Das gleiche Symbol sollte für denselben Laut in jeder Sprache verwendet werden.
Einfluss auf den Sprachunterricht
Neben der Schaffung der Grundlagen für die moderne Phonetik hatte der Verband in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens einen revolutionären Einfluss auf den Fremdsprachenunterricht, in dem zuvor die Konzentration fast ausschließlich auf der schriftlichen Form der Sprache lag.
Der Verein ist bis heute eine bedeutende internationale Gesellschaft, auch wenn der missionarische Geist der Aussprachelehrer aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts heute weniger stark ausgeprägt ist.
Das IPA heute
Seit ihren Anfängen trägt die Association die Verantwortung für die Aufrechterhaltung eines Standard-Sets phonetischer Symbole für die praktische Phonetik (IPA). Das Alphabet wird heute weltweit in Wörterbüchern und Lehrbüchern verwendet. Es wird regelmäßig überarbeitet, um neue Entdeckungen und Veränderungen in der phonetischen Theorie zu berücksichtigen.
Der Verein hat heute seinen Sitz an der University of Reading sowie an der Universität Glasgow, wobei seine Mitglieder weltweit vertreten sind.