Die Geschichte und Kunst des Islam und Al-Andalus

Eingeordnet in Sozialwissenschaften

Geschrieben am in Deutsch mit einer Größe von 4,01 KB

Die Entstehung des Islam

Der Islam entstand zwischen dem 7. und 15. Jahrhundert. Er ist eine Kultur, die auf einer neuen Religion basiert, die von Muhammad gepredigt wurde. Vor dem Islam waren die Stämme untereinander verfeindet. Der Islam entstand, als Muhammad seine Lehren verbreitete und die Stämme vereinte.

Im Jahr 622 floh Muhammad von Mekka nach Medina. Dieses Ereignis, die Hidschra, markiert den Ausgangspunkt des Islam.

Die von Muhammad gepredigte Religion ist im Koran festgehalten. Sie ist sehr einfach, enthält keine Dogmen, sondern nur Vorschriften. Sie ist monotheistisch und weist viele Einflüsse des Christentums und des Judentums auf.

Die Gebote umfassen: fünfmal täglich in Richtung Mekka beten, das Fasten während des Ramadan und die Pilgerfahrt nach Mekka einmal im Leben.

Die eigentliche Bedeutung des Islam liegt darin, dass er die verstreuten Stämme vereinte und die Schaffung eines großen Reiches förderte, das sich einerseits bis nach Indien und andererseits bis in den Süden Frankreichs erstreckte. Al-Andalus war eine Provinz dieses Reiches.

Historische Kunstperioden in Al-Andalus

Die frühe muslimische Kunst bis zum 10. Jahrhundert ist noch nicht vollständig erforscht.

  1. Kalifat von Córdoba (10. bis 11. Jahrhundert)

    Diese Periode war politisch und religiös unabhängig. Wichtige Kalifen waren Abd ar-Rahman III. und Al-Mansur. Die Hauptstadt war Córdoba. Die Kunst dieser Zeit wird als kalifale Kunst bezeichnet.

  2. Periode der Taifa-Königreiche (11. Jahrhundert)

    Das Kalifat zerfiel, und Al-Andalus wurde in mehrere Taifa-Königreiche geteilt. Aus künstlerischer Sicht sind die Taifas von Bedeutung (z.B. Saragossa 1031-1085).

  3. Almoraviden (11. bis 12. Jahrhundert)

    Sie kamen auf die Halbinsel, um die vorherige Unordnung zu beenden und Al-Andalus wieder zu vereinen. Sie waren von religiöser Kompromisslosigkeit geprägt und wurden später von den Almohaden abgelöst.

  4. Almohaden (Mitte 12. bis Mitte 13. Jahrhundert)

    Ihre Hauptstadt war Sevilla.

  5. Nasriden (Mitte 13. bis Ende 15. Jahrhundert)

    Ihre Herrschaft konzentrierte sich auf das Königreich Granada.

Grundlagen der islamischen Kunst

  • Synthese-Kunst

    Die islamische Kunst integrierte Elemente aus jedem eroberten Gebiet. Diese Vielfalt rührt daher, dass verschiedene Kulturen und Völker ihre eigenen Konzepte einbrachten. Es handelt sich nicht um eine unveränderliche Kunst; sie variiert und weist zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten unterschiedliche Merkmale auf.

  • Religiöser Einfluss

    Die islamische Kunst ist stark mit der Religion und dem Kalifen als religiösem und zivilem Oberhaupt verbunden. Zwei zentrale Bauwerke sind die Moschee und die Paläste.

  • Vorherrschaft der Architektur

    Die Architektur spielt eine zentrale Rolle in der islamischen Kunst.

  • Bedeutung der Dekoration

    Die Gebäude haben oft eine sehr einfache Struktur, aber der Fokus liegt auf der Dekoration. Diese umfasst Stuckarbeiten, Marmor oder Alabaster, in einigen Fällen Mosaike und Holzmalereien (obwohl die Malerei in Miniaturbüchern mit Kurzgeschichten, wissenschaftlichen Texten und persischen Motiven interessant ist). Die Motive sind:

    • Die menschliche Darstellung ist untersagt.
    • Pflanzliche Motive, genannt Ataurique, mit flachen Blättern sind weit verbreitet.
    • Geometrische Muster (z.B. Sebka, auch als Rautennetz bezeichnet).

    Großer Wert wird auf die Keramik gelegt (Fayence-Stücke mit besonderen Farben und hellem Metallglanz). Besonders hervorzuheben sind glasierte Ziegel und Dachziegel, die aus regelmäßig wiederholten Stücken bestehen und als Zellij bekannt sind.

Verwandte Einträge: