Gesetzliche Regelungen: Ein Überblick

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Gesetzliche Regelungen: Allgemeine Begriffe

Das Recht manifestiert sich durch Regeln (Rechtsnormen). Diese Regeln haben unterschiedliche Reichweiten und Eigenschaften. Sie unterscheiden sich von anderen Normen, wie z.B. religiösen, und bilden zusammen das, was wir als Recht bezeichnen.

Arten von sprachlichen Aussagen

Gesetzliche Regelungen werden oft in präskriptiven sprachlichen Sätzen ausgedrückt. Sprachliche Aussagen können jedoch unterschiedlicher Art sein:

  • Deskriptive sprachliche Sätze: Beschreiben einen Sachverhalt (z.B. "Das Trikot ist grün"). Diese Aussagen können auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden.
  • Evaluative Sätze: Geben eine persönliche Meinung wieder (z.B. "Dieses Trikot ist sehr schön"). Diese Aussagen sind subjektiv und können nicht auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft werden.

Das Gesetz als präskriptive Aussage

Das Gesetz besteht weder aus evaluativen noch aus deskriptiven Aussagen. Es ist präskriptiv, da es ein imperatives Kriterium beschreibt. Es zielt darauf ab, Verhalten zu beeinflussen, zu ändern oder zu steuern.

Gesetzliche Regelungen als Mandate

Die meisten gesetzlichen Regelungen sind Mandate. Sie geben Anweisungen oder Befehle, um eine bestimmte Handlung zu bewirken (z.B. "Autos müssen die Hauptuntersuchung bestanden haben"). Präskriptive Aussagen beeinflussen das Verhalten und schaffen eine neue Realität, an die sich die Bürger halten müssen (z.B. "Das Gesetz schreibt vor, dass man maximal 120 km/h fahren darf").

Der Begriff "Gesetz"

Der Begriff "Gesetz" ist mehrdeutig. Er wird oft verwendet, wenn man nicht genau weiß, worüber man spricht ("Was das Gesetz sagt"). Im übertragenen Sinne wird "Gesetz" mit "Rechtsvorschrift" gleichgesetzt ("Das Gesetz verlangt von uns..."). Der Begriff "Gesetz" wird auch in anderen Wissenschaften verwendet, z.B. in den Naturwissenschaften ("Newtonsches Gesetz").

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