Gesundheit verstehen: Genetik, Umwelt, Infektionen und Prävention
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Genetische Krankheiten: Ursachen und Risikofaktoren
Eine genetische Krankheit ist das Ergebnis einer Veränderung (Mutation) in einem Gen. Diese Mutationen können zufällig auftreten oder als Folge der Exposition gegenüber bestimmten Risikofaktoren wie Umweltfaktoren (z. B. Rauchen) entstehen.
Gesundheits- und Umweltfaktoren
Die Rolle von Umweltfaktoren und Allergenen
Umweltfaktoren wie bestimmte Chemikalien, Luftverschmutzung oder allergene Stoffe spielen ebenfalls eine wichtige Rolle beim Auftreten von Krankheiten und der Expression bestimmter Gene.
Wichtige Umwelt- und Gesundheitsfaktoren
- Krebserregende Exposition: Rauch, Bestandteile von Zigaretten und bestimmte Baumaterialien können Krebs erzeugen.
- Wasser- und Lebensmittelqualität: In den meisten Industrieländern wird die Qualität von Wasser und Lebensmitteln durch Gesundheitsinstitutionen gewährleistet. In weniger entwickelten Ländern kann die Wasserversorgung jedoch zur Übertragung vieler fataler Krankheiten führen.
- Verschmutzung: Städte mit einem hohen Verschmutzungsgrad und Orte in der Nähe von Kernkraftwerken können die Entstehung von Atemwegserkrankungen und Krebs fördern.
- Gesundheitssysteme: Gesundheitssysteme (wie in Spanien) tragen durch Präventionskampagnen, Impfungen (Vakzinierung) und epidemiologische Überwachung zur Verbesserung der Gesundheit bei.
Gesunde Lebensgewohnheiten zur Prävention
Gesunde Gewohnheiten umfassen:
- Ausgewogene Ernährung
- Körperliche Aktivität
- Persönliche Hygiene (Lebensmittel und Haushaltsartikel)
- Verzicht auf Tabak, Alkohol und andere Suchtmittel
Infektionskrankheiten und ihre Übertragung
Infektionskrankheiten werden durch Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Parasiten verursacht. Sie werden als übertragbar bezeichnet, da sie von einer Person auf eine andere übertragen werden können. Einige dieser Krankheiten, wie AIDS, Tuberkulose, Masern oder Grippe, respektieren keine Grenzen.
Als Zoonosen (früher Epizootien) werden Krankheiten bezeichnet, die Tiere betreffen, aber auf den Menschen übertragen werden können. Viele dieser Erkrankungen, wie das akute respiratorische Syndrom (SARS), Ebola oder die Vogelgrippe, betreffen sowohl Nutztiere als auch Haustiere.
Antibiotikaresistenz und neue Krankheiten
Antibiotika sind Medikamente, die Bakterien abtöten, ohne die Zellen des Organismus zu schädigen. Sie sind nicht wirksam gegen Infektionskrankheiten, die durch Viren verursacht werden, und sollten in diesen Fällen nicht verabreicht werden.
Während in der Vergangenheit viele Infektionskrankheiten (wie AIDS, Tuberkulose oder Nil-Fieber) als besiegt galten, nehmen sie weltweit wieder rasch zu. Eine Hauptursache dafür ist die Antibiotikaresistenz, die durch den unsachgemäßen und übermäßigen Gebrauch von Antibiotika entsteht.
AIDS (HIV): Epidemiologie und Übertragung
AIDS wird durch das HIV-Virus (Humanes Immundefizienz-Virus) verursacht, das zur Familie der Retroviren gehört und RNA als genetisches Material nutzt.
Übertragungswege von HIV
Die Übertragung erfolgt durch:
- Sexuellen Kontakt
- Bluttransfusionen
- Von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft, Geburt und beim Stillen
Sobald HIV in die Blutbahn gelangt, verteilt es sich im gesamten Körper, insbesondere in den Lymphknoten, und schwächt das Immunsystem. Die Betroffenen sind dadurch zahlreichen Krankheiten schutzlos ausgeliefert.
Diagnose: HIV-positiv
Aktuelle Diagnosemethoden bestimmen die Präsenz von Antikörpern im Blut. Dies ermöglicht die Feststellung, ob eine Person HIV-positiv ist (mit dem Virus infiziert), auch wenn die Krankheitssymptome noch nicht bemerkbar sind.
Behandlung und Prävention von AIDS
Die weltweiten Bemühungen um einen Impfstoff waren bisher erfolglos, weshalb die Prävention extrem wichtig ist. Forschungszentren und Pharmaunternehmen haben Medikamente entwickelt, die AIDS in eine chronische Krankheit (ähnlich wie Diabetes oder Niereninsuffizienz) umwandeln können. Keines dieser Medikamente ist in der Lage, das Virus zu zerstören, aber sie können seine Vermehrung drastisch verlangsamen.
Nichtübertragbare Krankheiten (NCDs)
Nichtübertragbare Krankheiten entstehen durch die Veränderung von Geweben oder Organen des Körpers. Zwei Hauptgruppen von Krankheiten, die zum Tod führen, sind Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weitere Gruppen sind psychische Erkrankungen oder neurodegenerative Erkrankungen wie Demenzen.
Krebs: Definition und Tumorarten
Krebs umfasst mehrere Krankheiten, die die abnorme Proliferation von Zellen (Neoplasie) gemeinsam haben. Ein Tumor ist eine Zellmasse, die durch unkontrollierte Zellteilung entsteht. Man unterscheidet zwischen gutartigen und bösartigen Tumoren:
- Gutartig (Benigne): Bleibt auf ein bestimmtes Gewebe beschränkt und erreicht keine Blutgefäße.
- Bösartig (Maligne): Kann in andere Organe eindringen (Metastasierung).
Risikofaktoren und Primärprävention
Risikofaktoren für Brustkrebs und die Bedeutung der Primärprävention.