Gesundheit: WHO-Definition, genetische Erkrankungen & Umweltfaktoren
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Konzept
Die WHO definiert Gesundheit als einen Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht lediglich als das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen. Gesundheit ist ein dynamisches Gleichgewicht, dessen Störung zu körperlichen und psychischen Erkrankungen führen kann.
Faktoren, die eine Rolle spielen
Es wirken mehrere Faktoren zusammen, die die Gesundheit beeinflussen. Zu den wichtigsten gehören:
- Individuelle Wahrnehmung: Jede Person nimmt ihre Gesundheit subjektiv wahr. Die Wahrnehmung ändert sich je nach Persönlichkeit, Lebensweise und mit zunehmendem Alter.
- Genetische Faktoren: Das genetische Erbe der Eltern bestimmt zum Teil den Gesundheitszustand eines Menschen. Veränderungen in Genen können zur Entstehung von Krankheiten führen.
- Umweltfaktoren: Physikalische, chemische und biologische Einflüsse aus der Umwelt können Gesundheitsschäden verursachen.
Krankheiten und Gene
Genetische Erkrankungen sind solche, die durch Veränderungen im Genom verursacht werden; der genetische Defekt ist in diesem Fall die direkte Ursache der Erkrankung (z. B. das Down-Syndrom). In anderen Fällen führt der Genotyp nicht direkt zur Krankheit, sondern schafft eine Prädisposition für deren Auftreten. Eine Gruppe genetisch bedingter Erkrankungen sind angeborene Krankheiten, die sich bei der Geburt manifestieren, z. B. infolge von Störungen während der Embryonalentwicklung oder Komplikationen während der Geburt.
Umweltbelastungen
Umweltbelastungen lassen sich grob in drei Typen einteilen: physische, biologische und chemische Belastungen. Sie beeinflussen die Gesundheit auf unterschiedliche Weise.
Physische Umgebungsbelastungen
- Ionisierende Strahlung: Formen von Energie, die die Struktur von Materie verändern können und dadurch Zellen schädigen. Quellen können natürlicher oder künstlicher Herkunft sein (z. B. Sonne, radioaktive Abfälle).
- Lärm: Unerwünschter Schall kann Schlafstörungen, Verhaltensänderungen und Hörverlust verursachen.
- Temperaturschwankungen: Plötzliche Änderungen von Temperatur (starke Kälte oder Hitze) können die Sterblichkeit erhöhen und bestehende Krankheiten verschlimmern.
Chemische Umwelteinflüsse
Chemische Belastungen betreffen u. a. Luft, Wasser und Lebensmittel:
Luftverschmutzung
Durch menschliche Aktivitäten verändert sich die Zusammensetzung der Luft: Schadstoffe können die Gesundheit beeinträchtigen. Wichtige Schadstoffe sind z. B. Kohlenmonoxid, Schwefeloxide und Stickoxide, die Atemwegsbeschwerden und weitere gesundheitliche Probleme verursachen können.
Wasserverschmutzung
Industrielles und häusliches Abwasser führen anorganische und organische Schadstoffe ins Wasser, die biologische Systeme schädigen können. Dazu gehören:
- organische Abwässer und tierische Rückstände,
- Pestizide,
- anorganische Nitrate und Phosphate aus Düngemitteln,
- toxische Metalle, Säuren und Salze,
- biologische Erreger, die Krankheiten verursachen können.
Lebensmittelbedingte Erkrankungen
Ein Lebensmittel gilt als verunreinigt, wenn fremde Stoffe vorhanden sind, die nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Beispiele sind übermäßige Zusatzstoffe, Pestizidrückstände oder mikrobiologische Kontaminationen, die zu Lebensmittelvergiftungen führen können.
Hinweis: Die genannten Faktoren wirken oft zusammen; Prävention erfordert sowohl individuelle Maßnahmen als auch öffentliche Gesundheitsstrategien, um genetische Risiken, Umweltbelastungen und Schadstoffexposition zu reduzieren.