Glaubensentwicklung und Gottesbild: Von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter

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Die Entwicklung des Gottesbildes in verschiedenen Lebensphasen

1. Die Kindergartenzeit

In der Kindergartenzeit wird Gott oft als ein Polizist gesehen. Er ist eine belohnende oder strafende Person, und das Kindergartenkind hat noch keinen selbstständigen Glauben.

Stärken und Schwächen dieser Stufe

  • Stärken: Das Kind hat Lust auf Glauben und erhält ein klares, direktes Feedback.
  • Schwächen: Gott ist stark mit dem Materiellen verbunden. Das Kind entwickelt ein falsches Gottesbild, das sich von der Realität entfernt.

2. Die Grundschulzeit

In der Grundschulzeit wird Gott immer noch mit dem Materiellen verbunden, jedoch fängt das Kind an, mit Gott zu sprechen. Es versucht, ein eigenständiges Gottesbild zu entwickeln.

  • Stärken: Eine persönliche Beziehung mit Gott beginnt; ein selbstständiges Gottesbild wird entwickelt.
  • Schwächen: Die starke Bindung an das Materielle bleibt bestehen.

3. Die Jugendzeit

In der Jugendzeit sind das Gottesbild und der Glaube im Wandel, da verschiedene Lebensereignisse die Gotteswahrnehmung beeinflussen können. In dieser Etappe muss der Jugendliche seine Probleme selbst lösen.

  • Stärken: Die Eigenverantwortung wird herausgebildet. Das Glaubensverhältnis ist nicht das Ergebnis von Verhandlungen.
  • Schwächen: Die Gotteswahrnehmung ist im ständigen Wandel.

4. Das Erwachsenenalter

Bei Erwachsenen ist die Religion ein Angebot. Das rationale Denken wird eingesetzt, und der Beruf steht manchmal im Vordergrund.

  • Schwächen: Der Beruf kann den Glauben beeinflussen, und die Beziehung zu Gott ist möglicherweise nicht mehr so eng wie zuvor.
  • Veränderungen: Durch den Beruf können Gottesfragen beantwortet werden.

Theologische Konzepte

Ätiologische Sage

Eine Ätiologische Sage beschreibt etwas, das nicht wissenschaftlich erklärbar ist und daher Gott zugewiesen wird (z.B. der Turmbau zu Babel). Das Wesentliche ist der Grund für die Erzählung.

Weitere Aspekte:

  • Freiheit, den Glauben abzulehnen oder anzunehmen.
  • Mut und Hoffnung durch den Glauben an den Auferstandenen.

Perspektiven auf Jesus Christus

Der Blick auf das Kreuz macht uns deutlich, was Jesus Christus für uns getan hat. Der Blick durch das Kreuz hilft uns zu sehen, wie es unser Leben und unsere Weltsicht verändert.

Die Ethik Jesu

Jesus verkündet die Gottesherrschaft und ruft zur Nachfolge auf. Er vollbringt Zeichen, die seine Sendung beglaubigen und auf jene Macht Gottes hinweisen, die das Heil des Menschen und die Erfüllung der Geschichte wirken will.

Die Botschaft und das Handeln Jesu

Er verdeutlicht die Weise, wie Gott zum Menschen steht, durch sein Handeln:

  • Durch sein erbarmendes, herausforderndes, ungewohntes Zugehen auf den Menschen.
  • Er entfaltet seine Botschaft in Bild- und Gleichnisreden, die den Menschen aufhorchen lassen, damit er die Zeichen der Zeit versteht und sich der nahenden Herrschaft Gottes öffnet.

Jesus sagt uns, wie wir unser Leben insgesamt anpacken sollen und wie wir uns gegenüber Gott und dem Nächsten verhalten sollen. Er zieht die Konsequenzen aus seiner Botschaft vom Reich Gottes und von der Nachfolge nicht nur im Blick auf die Lebenssituation des Einzelnen, den er direkt anspricht, sondern umfassend und grundsätzlich für alle.

Daher kann man von der „Ethik“ Jesu sprechen, so problematisch dies sein mag. Es geht Jesus nicht darum, neutral und „an sich“ zu sagen, wie der Mensch sein soll, sondern es von der konkreten Situation des anbrechenden Gottesreiches her zu sagen. Diese Situation ist freilich kein überholbarer Sonderfall, sondern die Erfüllung aller Zeit, die Erfüllung dessen, was Gott im Alten Bund angelegt hat, ja die Erfüllung dessen, was in der Schöpfung selbst grundgelegt ist.

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