Globale Politik: UN, NGOs und Herrschaftsformen

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Traditionelle und asymmetrische Konflikte

Es gibt neue Arten von Konflikten abseits des traditionellen oder symmetrischen Krieges, bei denen sich zwei große Armeen in Schlachten gegenüberstanden und entscheidende Siege errangen. Heute sind grausame asymmetrische Kriege häufiger. Diese bestehen aus dem Kampf einer mächtigen Koalition gegen kleine, wendige Gruppen. Ein Beispiel hierfür ist der Kampf demokratischer Staaten gegen Terrorgruppen.

Die Vereinten Nationen (UN)

Das Ziel der UN ist es, als Organisation von 192 Mitgliedsstaaten für den Weltfrieden zusammenzuarbeiten, die Freundschaft unter den Völkern zu fördern und den sozioökonomischen Fortschritt zu unterstützen. Wichtige Organismen der UN sind:

  • UNHCR: Der Hohe Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen.
  • UNESCO: Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
  • WHO: Weltgesundheitsorganisation.
  • UNDP: Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen.
  • UNICEF: Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen.
  • OHCHR: Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte.

Ziele der Vereinten Nationen für die globale Entwicklung

Die UN-Ziele umfassen die Beseitigung von Hunger und Armut, die Verwirklichung der allgemeinen Grundschulbildung, die Gleichstellung der Frauen, die Senkung der Kindersterblichkeit sowie die Verbesserung der Gesundheit von Müttern. Zudem sollen HIV bekämpft, eine nachhaltige Entwicklung zum Schutz der Umwelt sichergestellt und eine globale Partnerschaft für Entwicklung aufgebaut werden.

UN-Konferenzen und globale Gipfel

UN-Konferenzen und Gipfel generieren eine große Mobilisierung rund um globale Themen. Diese Treffen hatten ihre Blütezeit in den 90er Jahren. Ein Beispiel ist der Gipfel von Rio de Janeiro, an dem 108 Staats- und Regierungschefs aus 170 Ländern teilnahmen. Obwohl viele Verpflichtungen nicht erfüllt wurden, rückten Themen wie nachhaltige Entwicklung in den Fokus von Diskussion und Aktion.

Die Rolle von Staaten und NGOs

Internationaler Friede und Sicherheit sind nur möglich, wenn Länder ein gutes Entwicklungsniveau erreichen. Die Lösung von Konflikten liegt nicht nur in der Verantwortung internationaler Organisationen, sondern auch bei Regierungen und NGOs.

  • Sozialer und demokratischer Rechtsstaat: Er ist die Garantie für die Staatsbürgerschaft und das Engagement aller.
  • NGO-Kanäle: Sie organisieren das Engagement von Freiwilligen für kollektives Handeln. Sowohl staatliche soziale Dienste als auch freiwillige Initiativen sind notwendig und schließen einander nicht aus.

NGOs und soziale Intervention

Nichtregierungsorganisationen (NGOs) entstanden im 19. Jahrhundert mit Projekten zur Stärkung der sozialen Intervention. Unabhängig von Regierungen bestehen NGOs in ihrer Organisation mehrheitlich aus Mitarbeitern und Freiwilligen. Spanien hat etwa 3.000 NGOs. Hervorzuheben sind:

  • Humanitäre Hilfe: Ärzte ohne Grenzen oder das Rote Kreuz.
  • Menschenrechte: Amnesty International kämpft gegen Menschenrechtsverletzungen.
  • Umweltschutz: Greenpeace.
  • Entwicklungszusammenarbeit: Intermón Oxfam.

Freiwilliges und soziales Engagement

Soziales Engagement ist eine individuelle Entscheidung, die uns dazu verpflichtet, mit anderen zu kooperieren. Es sollte das Produkt einer ethischen Forderung sein. Es gibt zwei Wege der Mitarbeit:

  1. Zeitspende: Arbeit an Kampagnen oder Aktivitäten.
  2. Finanzielle Unterstützung: Spenden oder regelmäßige Gebühren.

Verschiedene Arten der Herrschaft

Die Regierungsformen lassen sich wie folgt unterteilen:

  • Autokratie: Die Regierung ist unterteilt in Monarchie (Erbfolge) und Diktatur (Putsch).
  • Aristokratie/Oligarchie: Eine Regierung, die auf dem Reichtum weniger basiert.
  • Demokratie: Regierung durch alle. Es gibt zwei Arten:
    • Direkte Demokratie: Das Volk entscheidet direkt (oft als Utopie betrachtet).
    • Indirekte Demokratie: Das Volk wird durch gewählte Vertreter repräsentiert.

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